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Mittwoch, 13. Dezember 2017

DIY: Papiersterne aus Butterbrottüten - Frau poliert die Weihnachtsdeko auf

Ihr kennt das. Frau will zwei Zahnbürsten kaufen. Zielstrebig fuhr ich zu dm und nahm weder Korb noch Wagen, weil ich ja nur zwei Zahnbürsten brauchte. Ich eilte hinein und kam keine 15 Minuten später wieder hinaus.



In der linken Hand trug ich eine Flasche Geschirrspülreiniger, weil der im Angebot war, und zwei Haarkuren, die ich laut meiner Friseurin dringend nötig hatte. Unter den Arm geklemmt hatte ich die hautstraffende Body Lotion Q-sowieso, die laut InStyle aus Meghan Markle eine angehende Prinzessin gemacht hat, eine Packung Dinkelflocken und eine Flasche Desinfektionsreiniger (wegen Magen-Darm-Scharlach-Hand-Mund-Fuß-Welle und so), mit rechts umklammerte ich eine Packung Servietten („oh, die sind ja hübsch“) und den neuesten Nagellack meiner Lieblingsmarke, der weder grau noch rosa, noch rosé oder taupe ist wie die in meinem Badschrank, sondern grau-rosa-rosé-taupe. 

Meine Spontankäufe balancierend, wankte ich zum Auto, weil ich wieder mal dachte, es geht auch ohne Tüte - und bemerkte dann wieder mal, dass sich mein Autoschlüssel zuunterst in der einen, nee, der anderen Manteltasche befand, weshalb ich den ganzen Kram mit einem Ruck auf die Motorhaube unseres Autos kippen musste (sorry, Schatz - aber so kommt wenigstens mal die Poliermaschine zum Einsatz, die Du unbedingt haben wolltest).


Einen Streifen Kleber von oben nach unten
und an der geschlossenen Seite von links nach rechts auftragen

Mann will zwei Zahnbürsten kaufen. Zielstrebig fährt Mann zu dm, nimmt weder Korb noch Wagen, weil er ja nur zwei Zahnbürsten braucht. Mann eilt hinein und kommt keine zwei Minuten später wieder hinaus. Mann hat zwei Zahnbürsten gekauft, schließt das Auto auf, setzt sich hinein und fährt los.



Tüten aufeinanderlegen. Ordentlich aufeinander legen. Ich sagte ORDENTLICH. :-)


Gelohnt hat sich mein Einkauf allein wegen der Packung Butterbrottüten mit schwarzen Sternchen (gibt`s auch in Rot), die ich zuvor zwischen meine Zähne geklemmt hatte. An denen hätte ich nun wirklich nicht achtlos vorbeigehen können. Zunächst dachte ich, dass ich damit die Pausenbrote der Mäuse hübsch verpacken könnte, dann sah ich den eigens aufgedruckten Kreativ-Tipp (Danke, liebes dm-Team), dass man daraus große Papiersterne basteln könne. Zuhause legte ich mit den Mäusen sofort los.




Neue Tüten, neue Streifen Kleber


Wir zählten sieben Papiertüten ab (geht auch mit normalen Butterbrottüten und natürlich auch ohne Sterne und übrigens auch mit sechs Tüten und sogar mit zwölf, wie ich gehört habe). Auf jeweils eine Seite der Butterbrottüten (ich habe mich für die Rückseite entschieden, weil da der vorgegebene Falz zu sehen ist) haben wir zunächst in der Mitte über die gesamte Länge mit einem Klebestift einen Streifen gemalt. Und dann noch einen zweiten Streifen: quer - entlang der geschlossenen Seite. Darauf legten wir die zweite Tüte und wiederholten den Klebevorgang: ein Streifen von oben nach unten, ein weiterer waagerecht (t-förmig). Dann legten wir die dritte bündig auf den Stapel...und schließlich die siebte. Das geht in der Regel ratzfatz.



Eine Spitze in den Tütenstapel schneiden (geöffnete Seiten)



Mit einer Schere haben die Mäuse etwa ab Höhe des oberen Drittels eine Spitze in den Tütenstapel geschnitten. Sollen die Sterne leuchten, schneidet man unten, in die geschlossene Seite, noch ein kleines Dreieck. Auch in die Seiten rechts und links kann man kleine halbrunde Kreise oder Dreiecke schneiden. 

An die Spitzen der oberen und unteren Tüten fassend, fächerten wir diese zu einem Stern auf (lässt sich nach Weihnachten auch gut wieder zusammenfächern). Oben machte ich noch zwei Löcher in die jeweiligen Spitzen der beiden Fächer-Enden und fädelte ein Band zum Aufhängen hindurch. Wer mag, kann in die zwei oberen Tüten noch LED-Teelichter hineinlegen.

Jetzt, wo wir etwas Übung haben und in die vorweihnachtliche Serienproduktion für unsere Freunde und leicht zu begeisternden Nachbarn gegangen sind, benötigen wir keine fünf Minuten mehr pro Stern. Die Papiersterne sind einfach wunderschön anzusehen und machen noch dazu ordentlich was her - dafür, dass das Material recht günstig war (etwa 2,95 Euro pro 24er-Packung Papiertüten, aus der man drei Sterne à 84 Cent basteln kann).

Nach dem Einkauf: Frau bastelt tagelang zauberhafte Papiersterne und freut sich. Mann benutzt zum ersten Mal seine Poliermaschine, um die Dellen und Kratzer vom Einkauf der Frau aus seiner Motorhaube zu entfernen - und freut sich. Frau und Mann: beide glücklich.




Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah



*Auch dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Ich bin aus freiem Willen zu dm gefahren, habe all diese Produkte (leider) selbst ausgewählt und (leider) auch bezahlt. 

Samstag, 2. Dezember 2017

Hereinspaziert, Ihr kleinen Wichtel! Ihr werdet gebraucht!

Hiermit bedanke ich mich herzlich bei den Eltern von - hmm, nennen wir ihn - Tom, die in diesem Jahr beschlossen haben, Schluss zu machen mit all den jahrelangen Heimlichkeiten, Mauscheleien und perfiden Lügenkonstrukten, zu denen sie sich in den vergangenen Jahren gezwungen sahen. "Es gibt keinen Weihnachtsmann", haben sie ihrem sechs Jahre alten Sohn konsequent erklärt, der diese Behauptung seit einigen Wochen stoisch auf dem Schulhof wiederholt.




Nicht aus religiösen Gründen, nicht, weil Tom sie in flagranti im Spielzeugladen ertappt hat: Den Eltern von Tom - hmmm, nennen wir sie Susi und Klaus - war es  schlichtweg zu anstrengend, weiterhin unter größtmöglicher Ablenkung kommodengroße Pakete an ihrem Kind vorbei in den Keller zu schmuggeln. Sie sahen es nicht mehr ein, ab Mitte Oktober auf mehrere Quadratmeter ihrer Wohnfläche zu verzichten, weil hinter den verschlossenen Türen Barbie-Traumhäuser, Puppentheater und Kaufmannsläden aufbewahrt werden. Sie hatten keine Lust mehr, ihrem Sohn all die Fragen zu beantworten, die Erstklässler nun mal - gern immer und immer wieder - stellen: "Mama, warum ist die Kellertür abgeschlossen?", "Papa, warum hat der Weihnachtsmann gestern bei der Bescherung bei uns einen dicken Bauch und heute bei Oma plötzlich keinen mehr?", "Mama, warum klingt die Stimme des Weihnachtsmannes so wie die von Onkel Mathias?", "Und warum geht Onkel Mathias genau immer dann so lange auf Toilette, wenn der Weihnachtsmann kommt?". 

Also: Weg mit dem Weihnachtsmann, her mit der gähnend langweiligen Transparenz. Schon in der ersten Klasse bereiten Susi und Klaus ihren Sohn auf die nüchterne Welt der Erwachsenen vor - die selbst uns Erwachsenen manchmal etwas zu nüchtern erscheint.




Seitdem der kleine Grinch in der Schule meiner Tochter sein Unwesen treibt, rüste ich konsequent auf. Ich schmücke alles und jeden in Haus und Garten. Ich lese meinen Kindern noch mehr Weihnachtsgeschichten vor, die unsere "Und-den-Weihnachtsmann-gibt-es-doch-These" untermauern. Ich lasse die Pakete zu unseren Nachbarn liefern, bewahre die fertig verpackten Geschenke an unterschiedlichen Orten im ganzen Haus auf und bin konzentriert bei der Sache, wenn ich den Mäusen ihre Wieso?-Weshalb?-Warum?-Fragen rund um Weihnachten beantworte, damit mein Mann und ich ihnen einheitliche Versionen präsentieren. Auch personell habe ich aufgestockt: Tom und seine Eltern sind zu dritt. Ich habe uns die Wichtel ins Haus geholt. Und das sind viel mehr.




Seit der Nacht zum 1. Dezember befindet sich an einer Wand inmitten unseres Wohnzimmers eine Wichteltür (pssst, ich schreibe es ganz leise: Es gibt sie in verschiedenen Varianten im Internet, man kann sie aber mit etwas Geschick und Pappe oder Sperrholz auch ganz leicht selbst basteln). Zum ersten Mal entdeckt habe ich sie auf dem absolut lesenswerten Blog MamaWahnsinnHochDrei. Ich war sofort entzückt. Etwa handtellergroß mit winzig kleinem Türgriff und passendem Sprossenfenster haben "die Wichtel" sie nachts über der Sockelleiste installiert. Sogar ihre eigene Zwergtanne haben sie mitgebracht. "Papa und ich haben uns schon gewundert, wer da nachts so gehämmert und gesägt hat. Jetzt wissen wir es: die Wichtel!", erzählte ich morgens den Mäusen, die fasziniert mit leuchtenden Augen vor der Tür lagen und versuchten, durch das Fenster zu spähen.





Seitdem gehen die Wichtel, die den extrem beschäftigten Weihnachtsmann in diesen hektischen Wochen so tatkräftig unterstützen, bei uns ein und aus. Nachts, wenn die Mäuse schlafen, werden die kleinen Helferlein aktiv, tagsüber bleibt ihre Tür verschlossen - da hilft leider auch kein Rütteln. Sie haben unter anderem den Adventskalender mitgebracht und sind auch sonst immer wieder als Vermittler zwischen uns und dem Weihnachtsmann unterwegs. So teilen sie ihm zum Beispiel mit, wenn die Mäuse noch Ergänzungen zu ihrem Wunschzettel haben, die sie in kleinen Briefen vor die Tür legen. Häufig kommt sogar ein Brief zurück. Überhaupt helfen sie uns Eltern, wenn wir in Erklärungs- oder Erziehungsnot geraten. "Das waren die Wichtel", "das machen die Wichtel", "wenn du weiterhin dieses Schimpfwort sagst, hören das die Wichtel."




Die kleine "Feentür", so eine der offiziellen Bezeichnungen, wird in Zukunft auch von der Zahnfee benutzt, die bislang "irgendwie" durchs geschlossene Fenster zu uns kam. Im Frühling wird der Osterhase durch die kleine Pforte unser Haus betreten. Und überhaupt: Fest verschlossen wird sie das ganze Jahr über dafür sorgen, dass möglichst viel Zauber in unserem Haus bleibt und möglichst wenig abgeklärte Nüchternheit von draußen hereinkommt.




Schade, dass die Eltern von Tom offensichtlich nicht wussten, dass es diese Feentüren gibt, die relativ unkompliziert und günstig erhältlich sind (in diesem Fall kommt dieser Beitrag zu spät). Eine Wichteltür hätte den Moment der Wahrheit für Tom sicherlich um einiges verzögert - und somit die Zeit der weihnachtlichen Heimlichkeiten, mit denen wir die Augen unserer Kinder zum Leuchten bringen und ihre Kindheitserinnerungen prägen, noch ein wenig verlängert. Für Euch aber gilt: Öffnet Eure Türchen und lasst den Zauber in Euer Haus!

Herzliche Grüße,
Sarah

Samstag, 25. November 2017

DIY: Bunte Geschenkanhänger aus Salzteig - weil wir die noch nie so gemacht haben

Ich bin keine Verfechterin von festgefahrenen Familientraditionen. Mein Mann muss nicht am Kopf des Tisches thronen, wenn wir gemeinsam essen. Er sitzt mit seinen starken Nerven ganz einfach neben dem Kind, das am meisten über mein Essen motzt - und das wechselt je nach Mahlzeit. Es gibt bei uns auch keine obligatorischen Sonntagsspaziergänge mit Mütze, Schirm und Mantel oder das eine spezielle Wochenende, an dem wir - wie in jedem Jahr - unseren Weihnachtsbaum selbst im Wald schlagen. Wir holen mal eine Tanne, mal eine Fichte, mal beim Förster, mal im Baumarkt. Starre "Weil-wir-das-schon-immer-so-gemacht-haben"-Traditionen, die schon von den Schwiegereltern der Schwiegereltern pedantisch eingehalten wurden und von Generation zu Generation pflichtbewusst weitergegeben werden, gibt es bei uns nicht. Ein selbstbestimmtes, spontanes "Weil-wir-das-noch-nie-so-gemacht-haben" passt einfach besser zu uns.




Das soll jedoch nicht heißen, dass wir mit unseren Kindern keine Rituale pflegen. Nach dem Zähneputzen und vor dem Einschlafen lesen wir ihnen zum Beispiel jeden Abend in unserem Bett eine Geschichte vor. Auch müssen sie unserem Schornsteinfeger jedes Mal die Hand geben, wenn er zum Kehren kommt - da bin ich abergläubisch. Zu den Kindern kommt die Zahnfee, wenn sie abends ihre ausgefallenen Milchzähne aufs Fensterbrett gelegt haben. Liegen dort die selbstgebastelten Wunschzettel, holt der Weihnachtsmann sie ab. Und stehen am Vorabend unsere Stiefel vor der Haustür, die wir ausnahmsweise geputzt haben, weiß auch der Nikolaus, dass die Mäuse brav genug  waren, um sie zu füllen.




Zwei, drei Riten folge ich selbst übrigens auch: Ich hole - in der Regel - nie vor Totensonntag die Kisten mit der Weihnachtsdeko vom Dachboden, schmücke das komplette Haus immer erst, wenn  ich die Fenster geputzt habe (sonst sieht man vor lauter Hand- und Pfotenabdrücken die Leuchtsterne nicht) und räume pünktlich zum 6. Januar das letzte Rentier zurück auf den Speicher. Nicht, weil ich das schon immer so gemacht habe oder erzkatholisch bin, sondern weil ich es immer wieder wichtig finde, mich in Geduld und Vorfreude zu üben - und auch den Kindern in einer Welt, in der per Mausklick alles innerhalb von 24 Stunden lieferbar ist, diese Werte zu vermitteln.




Deshalb funkelt bei uns Mitte November noch keine Lichterkette am Baum, liegt noch kein Adventskranz auf den Tisch, hängt noch kein Adventskalender im Wohnzimmer. Und deshalb haben wir bis jetzt noch keine Weihnachtsplätzchen gebacken. Aber wir haben Lebkuchenhäuser verziert,  ein paar Sterne im Haus verteilt - denn Sterne gehen immer - und Figuren aus Salzteig gebacken - denn Salzteig geht irgendwie auch immer.




In Sachen Salzteig habe ich unter den DIY-Ideen von DaWanda eine Entdeckung gemacht. Bisher haben wir Igel, Männchen und Kerzenständer aus Salzteig geknetet oder mit Förmchen aus dem Teig gestochen. Das wurde uns im Laufe der Jahre zu eintönig. Selbst im bemalten Zustand eigneten sich die Anhänger, die wir aus dem Teig ausstachen, leider nur bedingt zum Verschenken: Eines meiner Kinder hatte immer seine "düstere Phase", in der es ausschließlich mit dunkelbraunen, schwarzen oder schleimgrünen Wasserfarben experimentierte - und seien wir mal ehrlich: Welche liebe Omi hängt sich schon mit Freude einen dunkelbraunen Klumpen an ihren festlich rot geschmückten Baum? Hier die Lösung, die aus faden Salzteig-Anhängern dekorative Hingucker macht: Lebensmittelfarbe. Die gibt es nämlich - fein säuberlich und kleckerfrei - als abgepacktes Pulver. 



Zutaten für klassischen Salzteig:


  •  2 Teile Mehl (ich nehme 1000 g Mehl)
  • 1 Teil Salz                        (500 g Salz)
  • 1 Teil Wasser                   (500 ml Wasser) 
  • (evtl. ein Teelöffel Speiseöl für mehr Geschmeidigkeit)

Nach diesem simplen Rezept habe ich zunächst ganz fix den Salzteig angerührt (mit meiner Küchenmaschine, ja, geht selbstverständlich auch mit dem Handrührgerät, und jahaaa sicherlich auch mit dem Thermomix ;-)) dann in sechs Portionen aufgeteilt (für jede Farbe eine) und beim Rühren einfach das jeweilige Farbpulver untergemischt.
Die Mäuse fanden es super, aus den unterschiedlich gefärbten, etwa fünf Millimeter dick ausgerollten Teigmassen mit kleinen Fondant-Förmchen zum Beispiel ihre Anfangsbuchstaben auszustechen und mit den Herzen, Tannenbäumen sowie unter anderem Sternen der größeren Plätzchen-Ausstecher zu kombinieren. Vor Ostern eignen sich übrigens auch Hasen- und Ei-Formen, das ganze Jahr über sind Häuser toll. Hübsch sind kleine Pünktchen-Ränder, die wir mit Zahnstochern in den Teig piksten. Auch Keksstempel lassen sich gut einsetzen.




Mithilfe eines Bleistift-Endes stießen wir im Rohzustand schließlich ein Loch durch die modellierten Figuren, durch die wir nach dem Backen - etwa zwei Stunden lang bei 100 bis 120 Grad im vorgeheizten Backofen - ein Band zum Aufhängen fädelten.




Weil wir das noch nie so gemacht haben, freue ich mich jetzt umso mehr, wie schön die roten, blauen, grünen und lilafarbenen Geschenkanhänger geworden sind, die sich die liebe Omi voller Stolz an ihre Weihnachtszweige hängen kann. Ob spontan vor oder traditionell nach Totensonntag, soll sie bitte ganz allein entscheiden (sie ist ja auch schon groß) - und zwar: wie es ihr gefällt.




Macht Euch locker!
Herzliche Grüße,
Sarah




      

Samstag, 11. November 2017

Mein Deal mit dem Weihnachtsmann: Laterne gegen Küchenmaschine

Lieber Weihnachtsmann, 
weißt Du, warum ich jedes Jahr aufs Neue eine perlweiß glänzende KitchenAid unter dem Weihnachtsbaum erwarte? Nicht, weil ich brav war (Du weißt eh, dass das nicht stimmt). Nicht, weil ich das ganze Jahr über dafür gesorgt habe, dass mein Mann ein sauberes Hemd im Schrank und meine Kinder eine warme Mahlzeit im Magen hatten. Denn dafür werde ich ja bereits am Muttertag großzügig mit Blümchen aus meinen selbstbepflanzten Beeten beschenkt. 
Ich wünsche mir, nein: ich verlange, verdammt noch mal, eine Küchenmaschine im Wert von mehr als 500 Euro (wenn das mal reicht), weil ich sie mir redlich verdient habe. Und zwar an einem einzigen Nachmittag, der stets etwa acht Wochen vor Heiligabend fett in meinem Kalender markiert ist, damit Du noch genug Zeit hast, meine KitchenAid in Deiner Weihnachtswerkstatt zusammenzubauen. 
Ich muss nämlich gar nicht das ganze Jahr über brav sein: In den zwei Stunden, in denen ich mal im Kindergarten, mal im Spielkreis, mal zu Hause die Laternen (ja, es sind sogar zwei!) für unsere Mäuse bastele, erarbeite ich mir hart die dicksten Geschenke, die Du auf Deinem Rentier-Schlitten transportieren kannst. 😂






Vor Weihnachten liegt der Sankt-Martinstag mit Laternenumzug durch unsere Kleinstadt. Und vor dem Umzug steht der Nachmittag an, an dem ich mit den Mäusen die zugehörigen Laternen anfertige. Und vor dem Nachmittag wiederum gibt es zwei Vormittage, an denen ich durch verschiedene Geschäfte hetze, um einen elektrischen Laternen-Stab zu finden, der erstens wenigstens einen Tag lang funktioniert und zweitens bezahlbar ist (der Einzelhandel hat nämlich schon längst erkannt, dass verzweifelte Mütter alles dafür zahlen würden, um gerade noch rechtzeitig einen der letzten LED-Stäbe zu ergattern).





Verschmitzt lachende Kürbisse, tanzende Einhörner, funkelnde Sterne und grinsende Dinos: Auch im Kindergarten basteln wir Erwachsenen die Modelle, die dem Alter der Kinder entsprechen. Und genau hier liegt das Problem, lieber Weihnachtsmann: Bei der Auswahl der Laternen fürs Basteln in homogenen Gruppen sollten nicht das Alter beziehungsweise die Feinmotorik der Kinder berücksichtigt werden, sondern viel wichtiger: die kreativen Fähigkeiten ihrer Eltern. 😜
Denn während mein werter Nachwuchs schon längst das Kuchenbüfett geplündert hat, unter den Basteltischen und zwischen den Kinderstühlen Fangen spielt, auf denen ich mich einigermaßen elegant sowie rückenschonend zu halten versuche, gerate ich mächtig ins Schwitzen. Mit Pergamentschnipseln in den Haaren, einer Kinderschere in der Hand, mit Kleber auf Haut, Hose und Handtasche forme ich aus einem Berg von buntem Papier so etwas wie lampionförmige Gebilde, mit denen sich meine Kinder irgendwie immer nur bei Dunkelheit aus dem Haus trauen.  





Also noch mal, lieber Weihnachtsmann: Nur weil der Mäuserich zu den älteren Kindern gehört, die deshalb eine anspruchsvolle Laterne basteln könnten, heißt das noch lange nicht, dass ich als seine Mama eine anspruchsvolle Laterne basteln kann. Beim Basteln bewege ich mich nämlich auf U3-Niveau! In dem Moment, in dem die Kinder in altersgleiche Gruppen aufgeteilt werden, wünsche ich uns jedes Mal zu den Jüngsten. Ich hätte gern zwei fertige, vorgestanzte Kreise, einen schmalen Streifen Pergamentpapier, ein bisschen Kleber, ein kleines Stück Draht zum Aufhängen und Fingerfarbe für zwei Handabdrücke des Mäuserichs. Fertig. 





Ich finde mich jedoch seit längerem bei den Fortgeschrittenen wieder und somit zum Beispiel vor einem Stapel aus gelbem Karton, aus dem mit etwas Geschick eventuell mal eine herzförmige Laterne werden könnte. Der Mäuserich schneidet zwei Herzen aus, für die dankenswerterweise bereits eine Schablone angefertigt wurde. Dann assistiere ich ihm dabei, wie er seine Schere hochkonzentriert entlang einer langen Linie führt, die ebenfalls zum Glück schon vorgezeichnet wurde (man weiß offensichtlich bereits, dass ich trotz Lineal nicht mal einen geraden Strich hinbekomme). Den Rest mache ich wie immer allein, weil der Mäuserich es vorzieht, Schmandkuchen zu essen, von dem er seiner Mama nicht ein Stück abgibt (ich hoffe, Du siehst auch das, lieber Weihnachtsmann), Verstecken zu spielen und den anderen Eltern zuzuschauen, die in der Gruppe nebenan die leichteren Laternen basteln. 





Ich schneide (mich), ich klebe (selbst), ich (ver)fluche (meinen Mann, der ausnahmsweise länger arbeiten muss - für ihn ein Geschenk weniger, lieber Weihnachtsmann) - jedoch so leise, damit weder die Kinder noch Du es hören könnt. Und ich bin nicht allein. In Sachen Basteln ist nun mal nicht jeder talentiert. Dafür kann ich backen. Ach nee, kann ich ja auch nicht. Lesen - das kann ich. Und schreiben - hilft mir beim Laternenbasteln nur leider nicht viel.





Das gemeinsame Laternenbasteln bereitet mir aber trotzdem viel Freude: Schließlich bringe ich am Ende dieser Nachmittage mit unseren verklebten und verknickten Nicht-schön-aber-selten-Exemplaren die Augen unserer Kinder so zum Leuchten wie die wunderschönen Laternen selbst, die wir in diesen Tagen wieder singend durch die Straßen tragen. 






Stolz auf jedes Modell, das wir gebastelt haben - vom einfachen bis zum komplizierten Bausatz - bewahre ich die Laternen nach ihrem Einsatz in einem XXL-Karton auf dem Dachboden auf. Im Herbst hänge ich sie alle an einer Lichterkette in unserem Wohnzimmer auf, wo sie nicht nur zeigen, wie schnell die Zeit vergeht, wie sich die Mäuse weiterentwickeln und wie viel Mühe in jeder einzelnen von ihnen steckt... An unserer funkelnden Laternen-Sammlung siehst Du auch, lieber Weihnachtsmann, wie sehr ich mir diese KitchenAid in all den Jahren verdient habe. 

...so langsam dämmert es mir, warum ich in all den Jahren noch keine megateure Küchenmaschine als Belohnung für meine Strapazen beim Basteln bekommen habe. Weil es an Sankt Martin gar nicht darum geht, selbst beschenkt zu werden, sondern darum, mit anderen Menschen zu teilen: den eigenen Mantel, das letzte Hemd, Freude, ein Lachen, beim Basteln: Kleber und Schere. Es geht um Bescheidenheit und Mitgefühl - wovon man nie genug haben kann. Ach, lieber Weihnachtsmann, vergiss die KitchenAid und kümmere Dich um die, die keine Luxussorgen haben.  

Macht's Euch gemütlich!
Herzliche Grüße (auch an Dich, lieber Weihnachtsmann),
Sarah

Samstag, 19. August 2017

Das schwere Schicksal der Emma Knaus - Unser Wohnwagen muss auf sein Gewicht achten

Unser Wohnwagen Emma und ich, wir teilen uns ein - in der Tat - schwerwiegendes Schicksal. Jedes Jahr, wenn der Urlaub naht, müssen wir streng auf unser Gewicht achten. Ich, weil ich in meinem neuen Badeanzug am Strand einigermaßen zufrieden mit mir auftauchen will (ich dachte da so ganz bescheiden an einen Auftritt wie Bond-Girl Halle Berry in "Stirb an einem anderen Tag"). Emma, weil sie überhaupt an unserem Urlaubsziel auftauchen will und nicht aufgrund ihres Übergewichts schon auf der Autobahn absaufen darf (wie die Titanic in "Titanic").




Während ich für mein Gesamtgewicht höchstens von meinem kritischen Gewissen dafür bestraft werden kann, dass ich nicht das ganze Jahr über diszipliniert an meiner Bikini-Figur gefeilt habe, sondern mal wieder Last Minute, drohen Emma aufgrund ihres zu hohen Gesamtgewichts deftige Geldbußen. 


Das ist nicht Halle Berry. Das bin ich. Ich übe noch.

Üppig ausgestattet mit massivem Hochbett, Kaffeemaschine, Fernseher, Waffeleisen und Weber-Gasgrill wiegt Emma schon jetzt 1150 Kilogramm (die Arme kann nichts dafür, sie hat halt ein schweres Grundgerüst). 1200 Kilogramm dürfen es höchstens sein. Was ihren BMI (Body-Mass-Index) betrifft, befindet sich Emma allein wegen ihrer Knaus-Gene im besorgniserregenden Bereich. Das wussten wir vor unserer ersten Wohnwagen-Reise noch nicht, als wir im Frühjahr nach Fehmarn fuhren: Unkontrolliert (von meinem Mann) packten die Zaubermaus zehn Puppen, der Mäuserich 20 Spielzeugautos und ich 30 Paar Schuhe (grob geschätzt) in den Wohnwagen.




Doch die rosigen Zeiten sind vorbei: Emma war nämlich auf der Waage. Wir sind dafür extra zum Schrotthändler gefahren und ich bin extra fluchtartig ausgestiegen, damit die Frau im Kontrollhäuschen nicht ablesen konnte, was ich auf die Waage bringe (als würde das die Dame interessieren). 1150 Kilogramm (ich darf doch sehr bitten: das bezieht sich natürlich auf Emma) inklusive Vorzelt - das war eindeutig zu viel, fand mein Mann, der sich sonst weder mit seinem noch mit meinem Gewicht befasst.




Weil er sich jedoch peinlichst an alle Regeln hält, die sich der Gesetzgeber so ausdenkt (er fährt zum Beispiel vorbildlich exakt 50, wenn Tempo 50 gilt), stand jetzt vier Wochen lang eine Waage im Eingangsbereich unseres Hauses. Als Mahnmal sozusagen - direkt vor der Küche. Während ich nach jedem Gang zum Kühlschrank sorgfältig darauf achtete, nicht versehentlich draufzutreten (nicht mal hinzuschauen), stellte mein Mann als eine Art Türsteher alles auf die Waage, was den Wohnwagen verlassen musste und was so immens notwendig war, dass es hinein durfte. Akribisch notierte mein Mann zarte Minus- und fette Pluszeichen auf seine Gewichtsliste. Dass wir das Vorzelt unter der Sitzecke unserer Emma herausholten und jetzt im Kofferraum unseres Autos transportieren, erbrachte uns eine Ersparnis von satten 16 Kilogramm. 




Vier Dekokissen à 1,2 Kilogramm und unter anderem ein künstlicher Lavendelbusch, der 600 Gramm wog, mussten ebenfalls die Emma verlassen, damit wir zum Beispiel eine Packung Oreo-Kekse, sechs meiner bislang nur halb gelesenen Romane und ein zweites Paar meiner Birkenstocks mitnehmen konnten. Denn wenn wir plötzlich Prioritäten setzen müssen und einen Teil der Deko aus dem Wohnwagen verbannen, dann bestimme ich wenigstens, was wir stattdessen mitnehmen: nämlich anderen Kram von mir.




Die strenge Gewichtskontrolle hatte jedoch auch ihre Vorteile: Ich kann mit meinem Wissen, wie viel eine Zeckenzange für Hunde, zehn Batterien und zum Beispiel 16 Unterhosen des Mäuserichs wiegen, irgendwann bei einer Neuauflage von "Wetten, dass?" antreten; Emma ist mit einem Idealgewicht von exakt 1200 kg in den Urlaub gestartet; und mein Mann grinste zufrieden, als er mit den vorgeschriebenen 100 km/h auf der Autobahn in Richtung Dänemark fuhr. Neben ihm seine Oreo-Kekse futternde Frau, die den ganzen Urlaub über brav weiterhin dafür sorgte, dass sich Emmas Gewicht reduzierte und - mehr oder weniger gerecht verteilt - auf die Hüften der Mitreisenden verlagerte. 




Macht's Euch leicht. Esst mehr Eiscreme!
Herzliche Grüße,
Sarah

Dienstag, 30. Mai 2017

Weiße Nägel mit Köpfen: So haben wir unseren Wohnwagen renoviert

Spontan Entscheidungen zu treffen, zählt nicht unbedingt zu meinen Stärken. So hat mein Mann mich vor 14 Jahren kennengelernt. Für jemanden wie mich, der bereits beim Kauf einer Spülbürste Schwierigkeiten hat, sich zwischen einer roten und einer blauen zu entscheiden ("eigentlich mag ich die Farbe Rot ja mehr, aber Blau passt besser zu meiner Küche...nicht, dass ich mich später, wenn ich mit der roten Bürste das Geschirr spüle, die ganze Zeit darüber ärgere, dass ich nicht die blaue genommen habe, ach, eine weiße wäre eigentlich am schönsten, gibt es aber nicht, dann nehme ich vielleicht doch erstmal gar keine Spülbürste, schaue in einem anderen Geschäft nach einer weißen - und stecke bis dahin das Geschirr einfach in die Spülmaschine...#mimimi" 😂), ist die Anschaffung eines ganzen Wohnwagens (in dem man übrigens auch eine Spülbürste braucht) eigentlich eine große Sache.


Nachher: Unsere große Sitzecke mit neuer Lampe, mit weißer Folie beklebtem Tisch, neuem PVC-Fußboden und selbstgemachten Polstern, mit denen sich die Sitzbänke mit wenigen Handgriffen in ein Bett verwandeln lassen.

Von diesem Entscheidungshandicap ist mein Mann all die Jahre ausgegangen, weshalb er zunächst noch recht entspannt wirkte, als wir im Juli 2016 an einem Wochenende spontan zwei Wohnwagen besichtigten. Schließlich hatten wir nicht mal eine Anhängerkupplung an unserem Auto. Tja, Schatz: Üüüberraschung - manchmal klappt das mit dem Entscheiden tatsächlich auch auf Anhieb bei mir!😂


Erster Urlaub auf Fehmarn: Da war das Innenleben unserer Emma schon komplett renoviert.
Ich habe schon einmal auf meinem Blog davon berichtet - und zwar hier Glamping - unser zweites Zuhause (dort findet Ihr auch weitere Fotos): Mein Mann und ich hatten uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder den einen oder anderen Wohnwagen angeschaut, um zukünftig mit den Mäusen nicht mehr in den Urlaub zu fliegen, sondern zu fahren - richtig konkret wurde das jedoch nie.
Vom Zustand des Knaus Country 500, Baujahr 1992, mit Etagenbett waren wir auf Anhieb begeistert, der von seinen vorherigen Besitzern in all den Jahren lediglich für die Urlaubstouren aus seinem überdachten Quartier geholt worden war. Drei Tage später stand unsere "Emma" bei uns in der Einfahrt: Ein Arbeitskollege meines Mannes hatte sie freundlicherweise zu uns gefahren.


Mittendrin: Unsere Emma während des Umbaus - da hatte sie schon keine Fronten und keine Sitzbänke mehr.

"Lass uns zunächst einmal über ein Wochenende wegfahren, um zu testen, ob uns Urlaub im Wohnwagen beziehungsweise auf einem Campingplatz überhaupt gefällt, bevor wir das Interieur so zurechtmachen, wie wir es mögen", versuchten mein Mann und ich uns damals, Mitte Juli, in Geduld zu üben. Ende Juli wussten wir zwar noch immer nicht, ob uns (= mir, mein Mann hatte von klein auf gecampt) das Übernachten im Wohnwagen gefällt, hatten da aber schon auf Anhieb sämtliche Schränke ausgebaut, die Decke weiß gestrichen und einen neuen Boden ausgesucht. "Spontan" kann ich nämlich jetzt.


Nachher: Unsere kleine Essecke - wir haben die Spitzengardinen sowie die alten Polster entsorgt, das Tischbein schwarz gesprüht, die Tischplatte mit weißer Folie beklebt und unter anderem eine neue Lampe über dem Tisch angebracht.
  • Wir bauten in den kommenden sechs bis acht Wochen unter anderem die beiden Sitzecken, das Etagenbett der Mäuse und die Oberschränke erst aus, dann auseinander. 

Mittendrin: Alles musste raus - die Sitzecke, Oberschränke, sämtliche Fronten des Küchenblocks: alles.
  • Mit einem Abbeizer behandelten wir die Wände und Decke des Wohnwagens, bevor wir mit einer Rolle Spezialhaftgrund auf die Flächen auftrugen, die wir anschließend - ebenfalls mit einer Rolle - weiß strichen. 

Mittendrin: Über den alten Bodenbelag legten wir neuen PVC. Die Wände, Decke und Möbel grundierten wir, bevor wir im nächsten Schritt sämtliche Flächen weiß strichen.
  • Zwei unserer Kellerräume waren die ganzen Sommerferien über komplett vollgestellt mit unzähligen Fronten, Rückwänden und unter anderem Seitenteilen des Mobiliars, die wir Stück für Stück - in jeweils drei Arbeitsgängen - von allen Seiten abbeizten, grundierten und mit einer Rolle weiß strichen, bevor mein Mann sie wieder zusammen- und später einbaute. 
  • Mein Mann sprühte Knöpfe, einige Griffe, die Lampen über den Betten der Mäuse und sogar die innenliegenden Scharniere schwarz. Auch die dunkelbraune Blende des Herds, die Tischbeine und der Heizkörper wurden mit schwarzem Heizkörperlack besprüht. 

Nachher: Unsere Heizung war dunkelbraun - wir sprühten sie (passend zum Rest) mit Heizkörperlack schwarz-weiß.
  • Wir beklebten die Tischplatten und die Arbeitsplatte der Kochecke mit heller Folie, 
  • entsorgten die Spitzengardinen und den Türvorhang,

Mittendrin: Keine Fronten, keine Kleiderschranktür - aber eine Laterne hatte ich zu Dekozwecken bereits auf unserem Esstisch platziert 😂
  • tauschten die Plastikschiebetüren, die das Etagenbett der Mäuse und unser Bett vom mittleren Bereich trennten, gegen eine Seilspanngarnitur mit Vorhängen aus, die ich auf unserem Dachboden fand,
  • und ersetzten die Lampen im "Ess- und Wohnbereich" durch gebraucht-neue Alu-Leuchten.   

Nachher: Weiße Fronten, schwarze Griffe, eine Alu-Hängelampe mit eigens angebrachtem Schalter und eine selbstgenähte Wimpelkette sorgen dafür, dass wir uns in unserer Emma wie zu Hause fühlen.
  • Mein Mann baute eine Leiter für das Etagenbett der Mäuse, die wir beliebig verschieben und abhängen können, sowie einen herausnehmbaren Rausfallschutz mit verschließbaren Gucklöchern für die Zaubermaus, die in dem oberen Bett schläft.

Nachher: die Koje des Mäuserichs.
  • Beide Mäuse bekamen Utensilos sowie Hängekörbchen für Bücher, Taschenlampe und unter anderem Kartenspiele.
  • Wir entsorgten das alte WC, bestellten ein neues im Campingfachhandel und beschlossen dann - ausnahmsweise mal ganz spontan -, dass wir auch den Rest des Bades renovieren wollten.

Nachher: Die alte Duschwanne auf dem Boden und die Campingtoilette haben wir entsorgt, um anschließend auch im Bad PVC zu verlegen und eine neues WC zu bestellen.
  • Also kratzten wir die Tapeten von den Wänden des Bades und tapezierten diese sowie die Wand zwischen Bad und Etagenbett neu, bevor wir eine wasserabweisende Versiegelung auftrugen. 

Nachher: Die neue Tapete im Bad bekam einen durchsichtigen, wasserabweisenden Anstrich. Den Spiegel, das Eckwaschbecken mit Wasserhahn, die kleine Lampe und die große Ablage für unsere Handtücher brachten wir neu an.
  • Wir kauften im Campingfachgeschäft ein neues Eckwaschbecken samt Armatur, einen Handtuchhalter bei IKEA, einen hübschen Spiegel, kleine Aufbewahrungskörbchen und eine Holzkiste für meinen Kosmetikkram, die wir kurzerhand an die Wand schraubten.

Nachher: Mein "Kosmetikschrank" aus einer alten Spielzeugkiste
  • Auf den vorherigen PVC-Boden legten wir einen neuen PVC-Belag in Landhausdielenoptik.

Nachher: Weiße Sitzbänke mit viel Stauraum, neue Matratzen für die Mäuse, neuer PVC in Landhausoptik und neuer Anstrich für das Etagenbett der Mäuse, die in ihren Kojen übrigens besser schlafen als in ihren Betten zu Hause.
  • Wir zerschnitten eine Kaltschaum-Matratze mit einem Brotmesser! in vier Teile, um daraus die Polster für unsere Sitz- beziehungsweise Schlafecken zu fertigen, für die ich vor kurzem neue Bezüge nähte.

Fast fertig: Badezimmertür mit Hakenleiste sowie Wäschebeutel, Etagenbett mit Rausfallschutz (später mit Gucklöchern) und selbstgebauter Leiter, Vorhänge als Raumteiler und ganz viel Deko...

  • Und auch die Kühlschranktür bekam ein Facelift: Wir beklebten sie mit Tafelfolie.

Nachher: Weiße Fronten, schwarz gesprühte Knöpfe, weiß beklebte Arbeitsplatten, schwarz lackierte Herdblende und Tafelfolie auf der Kühlschranktür - so gefällt uns unsere neue Kochecke.

Emma bekam zudem neue Reifen, eine Anti-Schlingerkupplung, Stoßdämpfer, eine 100er-Zulassung, eine wasserdichte Schutzabdeckung und ein eigenes Quartier, in dem sie das ganze Jahr über darauf wartet, mit uns (an unserer neuen Anhängerkupplung) in den Urlaub fahren zu dürfen. Mal mehr, mal weniger spontan - so, wie es meinem Mann, den Mäusen und mir so richtig gut gefällt.

War das jetzt noch Fotostrecke oder läuft das schon unter Spam-Attacke? Ich kann mich da grad nicht entscheiden... 😂

Macht Nägel mit Köpfen!
Herzliche Grüße,
Sarah