Posts mit dem Label Ordnung & Chaos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ordnung & Chaos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. Februar 2018

Neues Jahr, neue Pläne, neues Glück: Gefasste, gebrochene und gehaltene Vorsätze

Hallo, Ihr Lieben! 
(ich wünschte, Ihr könntet die vielen kleinen Freudenherzchen sehen, die auf den Buchstaben tanzen, während ich sie an dieser Stelle zum ersten Mal seit Wochen wieder aneinanderreihe...)
Es gibt ihn noch, meinen Glücksfeder-Blog. Und es wird ihn auch weiterhin geben, weil er der einzige gute Vorsatz ist, den ich in der Silvesternacht 2016/17 getroffen habe und seit mehr als einem Jahr halte. Ich möchte noch immer meine Freude an den kleinen, feinen Dingen und Momenten unseres Familienlebens mit Euch teilen und freue mich riesig, dass Ihr bisher so häufig - auch während meiner Abwesenheit - bei mir hereingeschaut habt. Ein dickes Dankeschön geht an alle gleichgesinnten, treuen Leser, die mir auf unterschiedliche Weise gezeigt haben, dass ihnen meine Beiträge und DIYs gefallen. Und selbstverständlich danke ich allen, die hier regelmäßig inoffiziell mitlesen, ohne mich offiziell auf der Straße grüßen zu wollen. Nicht.





Auch in der jüngsten Silvesternacht stand ich mit einer ein Meter langen Wunderkerze in der Hand, meinen drei Lieben im Arm, Oscar zu meinen Füßen, ganz vielen Raclette-Garnelen im Bauch und noch mehr guten Vorsätzen im Kopf auf unserer Terrasse. Sie lauteten mal wieder: Mehr Gelassenheit, weniger Stress, noch mehr Zeit für meine Familie, etwas weniger Arbeit, viel mehr Sport, viel weniger Kohlenhydrate, unbedingt mehr mit Emma verreisen, unbedingt weniger online shoppen, mehr wahre Freunde im echten Leben treffen, weniger falsche bei Facebook, dringend mehr Bücher lesen, weniger Instagram-Bilder gucken, mehr Yoga, weniger ärgern, noch mehr Yoga, noch weniger ärgern, extrem viel Yoga, gar nicht mehr ärgern,.... Weil ich so diszipliniert bin, habe ich mich an all meine guten Vorsätze gehalten. Yeah, was bin ich stolz auf mich. Der Verzicht, die Achtsamkeit und die Ernährungsumstellung: Klappte alles hervorragend. Ganze sechs Tage lang. 


Mit unserem Weihnachtsbaum, der am 6. Januar rausflog, verließ auch mein innerer Schweinehund naserümpfend das Haus, ohne sich noch einmal nach mir umzudrehen. Für ihn bin ich ein hoffnungsloser Fall - genau wie für mein ehemaliges Fitnessstudio. 
Ich nutzte zumindest den allgemeinen Neujahrsschwung, um in den ersten vier Wochen einiges zu planen, konkret vorzubereiten oder endlich mal zu erledigen, wovon ich (hoffentlich) das ganze Jahr profitieren werde.
  • Ich entrümpelte das ganze Haus. Und zwar an einem einzigen Tag. Ich war dieses Mal selbst überrascht. Hätte man mir vor fünf Jahren gesagt, dass ich einmal sechs Stunden benötigen würde, um - vom Keller bis zum Dachboden - Ordnung zu schaffen und Überflüssiges auszumisten, wäre ich laut lachend von der Couch gefallen, von der ich mich gar nicht erst erhoben hätte. Da ich jedoch inzwischen eine eigene Routine darin entwickelt habe,
    • allen neuen Dingen in unserem Haus noch am selben Tag einen festen Platz zu geben, an den ich sie dann später immer wieder zurück räume, 
    • mich täglich von irgendetwas zu trennen, was kaputt ist, nicht mehr gebraucht wird oder mir keine Freude mehr bereitet,
    • und diese Sachen dann unverzüglich verschenke, spende oder wegschmeiße,
         beschränkt sich der Inhalt meiner Schubladen und Schränke seit einigen Monaten auf das  
         Nötigste: Dinge, die ich brauche, also regelmäßig nutze, und Dinge, die mir eine Freude
         bereiten, wenn mein Blick auf sie fällt. 





  • Ich bereitete unsere Steuererklärung vor, 
    • bestellte die aktuelle Software, 
    • forderte eine Übersicht der Versicherungsbeiträge an 
    • und suchte die notwendigen Unterlagen aus unseren Ordnern.
         Wir machen unsere Steuererklärung selbst - und das stets bei schlechtem Wetter in den ersten 
        drei Monaten des Jahres. Ich will genau wissen und planen können, welche Summe uns durch
        eine Rückzahlung zur Verfügung steht, und welche durch eine Nachzahlung nicht. Und weil ich
        keine Lust habe, kurz vor knapp bei schönstem Mai-Wetter über Rechnungen zu brüten, nutzen
        wir die momentanen Regentage für den Behördenkram, der sich vor dem Kamin einfach am
        angenehmsten erledigen lässt.




  • Ich legte mir einen neuen Haushaltsplan an. Seit vier Jahren führe ich eine ausgeklügelte, selbstentwickelte Excel-Tabelle, in die ich etwa einmal wöchentlich anhand unseres Konto-Auszuges unsere Ein- und Ausgaben notiere. Dass mein Mann und ich ganz altmodisch ein gemeinsames Konto haben, erleichtert uns die Buchführung. Selbstbestimmung hin oder her: Wenn die eine Hand nicht weiß, was die andere ausgegeben hat, und wir beide am Ende mit leeren Händen, leerem Tank und leerem Kühlschrank dastehen, nützen mir auch die ganzen Theorien nichts mehr, die ich in meinem Nebenfach Soziologie zum Thema Emanzipation studiert habe. Mit unserer Liste bewahre ich jederzeit den Überblick. So wundere ich mich nur noch relativ selten, warum am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. 
    • Hier trage ich - ohne zu schummeln (!) - die Ausgaben ein für die einzelnen Versicherungen, Kita-Gebühren, Vereine der Mäuse, Musikschule, GEZ, die Kosten für Haus und Auto, Telefon, Wohnwagen-Stellplatz, Essen, Benzin, Apotheke, Friseur, Tierarzt, Kleidung, Urlaub & Unternehmungen, Kindersachen, Porto, Geschenke und unter anderem sämtliche Einnahmen - auch aus Ebay, Mami- und Kleiderkreisel.

  • Ich vereinbarte Arzttermine: Kontrolltermine bei Zahnarzt, Hautarzt, Kinderarzt, Frauenarzt, HNO-Arzt und Kieferorthopäden lege ich schon jetzt gemeinsam mit den Arzthelferinnen fest und trage sie in unseren Familienkalender ein. Da wir im Schnitt eh ein halbes Jahr darauf warten und sich die Termine später nur schlecht verschieben lassen, bilden sie schon jetzt das Grundgerüst in unserer Jahresplanung. 
  • Andere buchen Urlaub, wir reservieren Stellplätze - klingt irgendwie trashig, ist es aber nicht. Wir haben uns jetzt bereits zwei sehr schöne Vier-Sterne-Campingplätze an den Küsten Europas ausgesucht, auf denen wir es uns in diesem Jahr mit unserer Wohnwagen Emma gemütlich machen werden. Weil Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, packe ich an besonders kalten Tagen schon jetzt gedanklich meine FlipFlops und Sonnenbrille in die Staufächer unserer Emma.



  • Ich habe Schuhe gekauft. Klassiker: Feste, ungefütterte Schuhe fürs Frühjahr, Ballerinas, Turnschuhe, Sandalen - ein paar für die Mäuse, ein (einziges) Paar für mich. Anhand der jetzigen Größen der Kinderschuhe schätze ich grob ab, welche Größen sie voraussichtlich im Frühjahr und Sommer haben werden. Riesige Größensprünge gab es bislang bei beiden Mäusen noch nie, sodass sich meine bisherigen Schuh-Hamsterkäufe stets lohnten.



Außerdem hat mein Mann (also ich, aber psst, bitte verratet ihm das nicht, sonst haben wir bald wieder getrennte Konten ;-)) viele neue DIY-Projekte für Haus und Garten geplant, die ich in den kommenden Monaten in gewohnter Weise auf diesem Glücksfeder-Blog vorstellen will.

So, Post fertig. Ach, was habt Ihr mir gefehlt! :-) 

Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße - auch an all meine offiziellen Niemals-Nie-Nichtleser (zwinkerzwinker),
Sarah

Donnerstag, 31. August 2017

Das bisschen Haushalt und so: Wie ich auch ohne Bügeleisen alle gnadenlos plattmache

Auch meine Woche hat nur sieben Tage mit jeweils gerade mal 24 Stunden. Viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass ich in dieser Zeit täglich für vier Personen koche, immer wieder arbeite, permanent die Kinder von A nach B oder C - sogar bis Z - fahre und nachmittags mit unserem Hund rausgehe. Noch dazu will und muss ich ab und zu meinen Schlaf pflegen, täglich unseren Haushalt, wöchentlich unseren Garten, regelmäßig meine Freundschaften, möglichst häufig meine Leidenschaften wie Yoga, Nähen, diesen Blog sowie nebenher noch meinen Körper. Um etwa drei Stunden pro Woche für all die schönen Dinge des Lebens zu gewinnen, habe ich mich vor ein paar Monaten von einer unliebsamen Beschäftigung getrennt: Ich bügele nicht mehr. 




Okay, das stimmt nicht so ganz: Ich bügele nur noch alle drei Wochen genau 15 Minuten lang - so lang benötige ich im Schnitt für die sechs Hemden meines Mannes und zwei Blusen von mir. Verglichen mit all den verlorenen Stunden, die ich sonst wöchentlich am Bügelbrett verbracht habe, ist das jedoch nix.




Ich habe noch nie gern gebügelt. Da halfen selbst meine Lieblingssendung im Fernsehen und gleichzeitige Telefonate mit meinen Freundinnen nicht viel (das zählt für mich übrigens als Multitasking). Dass ich im Sommer mit meinem Bügelbrett auf der Terrasse Ablenkung suchte, machte es auch nicht besser. Das monotone Hin- und Hergeschiebe des Bügeleisens macht mir einfach keinen Spaß. Meinem Mann kann ich diese Aufgabe leider auch nicht übertragen, weil er nunmal besser bohrt als bügelt und ich großen Wert darauflege, Kleidung mehr als einmal zu tragen.




Unterwäsche, Bettwäsche und die Kleidung der Mäuse habe ich eh noch nie gebügelt. Aber auch bei unseren Jeans, die inzwischen so skinny sind, dass sie beim Tragen keine Falten mehr werfen können, und meinen Trägerhemden, die ich ausschließlich unter meiner Oberbekleidung trage, wurde mein Bügeleisen plötzlich überflüssig. Damit unsere sonstigen Sachen, sprich: T-Shirts, Sweat-Shirts und zum Beispiel weitere Hosen möglichst knitterfrei in den Schrank wandern, wende ich einen Trick an, den ich bei Pinterest entdeckt habe. Ich wasche unsere Wäsche weiterhin bei den empfohlenen Temperaturen, jedoch reduziere ich den Schleudergang auf 800 Umdrehungen pro Minute. Die Wäsche ist dann genauso sauber wie vorher (nee, das wäre ja doof: also genauso sauber wie bei 1400 Umdrehungen zum Beispiel) - und hat gleichzeitig die besten Voraussetzungen, dass ich sie in den Trockner stecke oder faltenfrei auf Kleiderbügeln im Keller zum Trocknen aufhänge.




Hier ist dann doch ein wenig Eile geboten. Ich achte darauf, dass ich die Waschmaschine und den Trockner so time, dass ich zu Hause bin, wenn sie piepsen. Wenn ich die Wäsche umgehend nach dem Waschen aufhänge oder in den Trockner gebe und sie dann sofort dort heraushole und zusammenlege, wenn er fertig ist, erziele ich das beste Ergebnis: knitterfreie Kleidung, die ich schnell zuunterst in die Fächer unserer Kleiderschränke einsortiere, wo sie sich unter den weiteren Hosen und Shirts, die dort liegen, noch mehr glätten.





Falten entstehen bei mir nur noch, wenn ich zu viel Zeit verstreichen lasse (ich merke, dass das auch für mein Gesicht gilt): Ich muss die Wäsche sofort aus dem Trockner nehmen, sonst funktioniert's nicht. Nur die Hemden, die mein Mann, neben seinen Poloshirts, an der Arbeit trägt, zwei, drei Blusen von mir und manchmal auch ein Kleidchen der Zaubermaus landen derzeit in meinem Bügelwäschekorb im Keller, wo sie darauf warten, dass ich in der richtigen Stimmung bin, um sie gnadenlos plattzumachen.




Ich befürchte, dass die Zeit gegen mich und meine Bügel-Antipathie spielt: Irgendwann werden die Hosen vermutlich wieder weiter getragen und irgendwann werden auch die Klamotten der Mäuse größer. Gezwungenermaßen werde ich dann wohl wieder häufiger zum Bügeleisen greifen müssen. Doch wenn es dann tatsächlich soweit sein sollte, werde ich vermutlich so mit meinen eigenen Falten beschäftigt sein, dass mir die in meiner Wäsche vergleichsweise wenig ausmachen dürften.


Faltenfreie Grüße,
Sarah

Dienstag, 22. August 2017

Auf die Schränke, fertig, los! So machen wir unseren Wohnwagen reisefertig

"Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust": die Seele einer Deko-Tante und die Seele einer Minimalistin. Die Deko-Tante, die im Rahmen ihrer Shopping-Touren im Depot schon zwei, drei Stellenangebote erhalten hat, weil sie sich dort so gut auskannte, verteilt im ganzen Haus munter Laternen, Körbe und unter anderem Duftkerzen. Die Minimalistin freut sich, dass sie wenigstens im Wohnwagen Ruhe vor all dem Gedöns hat. Schließlich ist nicht nur das Gewicht unserer Emma beschränkt, sondern auch der Platz darin. Wir müssen genau abwägen, was wir in den Urlaub mitnehmen (ich berichtete hier: Das schwere Schicksal der Emma Knaus).





Um nicht vor jeder Reise komplett von vorn mit dem Packen zu beginnen, sondern jederzeit mal spontan über ein Wochenende wegfahren zu können, ist unser Wohnwagen das ganze Jahr über mit den für uns notwendigen Dingen ausgestattet.





Die Grundausrüstung unserer Emma umfasst: 
  • Ein paar Kinderbücher, Gesellschaftsspiele, eine Puppe, Blätter und Stifte: also Spielsachen, die die Mäuse nicht unbedingt jeden Tag zu Hause brauchen, bleiben in den Oberschränken der Emma und werden gelegentlich ausgetauscht. Sie befinden sich in kleinen Plastikkörben und zwar mittig über unserer Sitzecke, die wir am Urlaubsziel in unser Bett umwandeln.




  • Küchenrolle, Bettlaken, Desinfektionszeug, Batterien, Ersatzglühbirnen, Kugelschreiber, Schere und Erste-Hilfe-Box bewahren wir ebenfalls in den Hängeschränken über unserer Sitzecke = Bett auf.
  • Auch Duschgel, Shampoo und unter anderem Sonnencreme haben wir stets in kleinen Flaschen in den Körben und dem Hängeschrank im Bad unseres Wohnwagens auf Vorrat - neben einem Reisefön, ein paar ausrangierten, aber immer noch schönen Handtüchern sowie für ein paar Tage ausreichendes Toilettenpapier. 



  • Die kleine Kochnische ist mit Plastiktellern, Bechern, Tassen, Schüsseln für Salat beziehungsweise Müsli (Oberschränke), einem Sieb, Besteck, Schneidbrettchen, Geschirrtüchern, Spülmittel, einer kleinen Tüte Waschpulver, Müll- und Gefrierbeuteln, Wachstuchtischdecke, einem Brotkasten, Topf, Bratpfanne und Wasserkocher (Unterschränke) bestens auf kurzfristige Reisen vorbereitet.
  • Ein Campingtisch mit vier Stühlen, ein kleiner Beistelltisch, ein klappbares Campingregal  fürs Vorzelt, eine mobile Wäschespinne  und eine Tasche mit Sandspielzeug für die Mäuse befinden sich unter dem Bett des Mäuserichs. 
  • Fernsehkabel, Mehrfachsteckdosen, Spüleimer, Handstaubsauger, Handfeger mit Schaufel und Oscars Näpfchen liegen unter den Bänken der großen Sitzecke.
In den Wohnwagen wandern also regelmäßig Dinge, die wir zu Hause nicht mehr benötigen, die aber noch zu gut erhalten sind, um sie wegzuwerfen.




Wir packen unsere Plastikkisten und nehmen mit:

  • unsere fertig bezogenen Kissen und Decken. Sie kommen während der Fahrt auf die Betten der Mäuse. Unser Bettzeug liegt währenddessen auf der großen Sitzbank.
  • Die Kuscheltiere der Mäuse, aktuelle Lieblingsspielsachen wie Tiptois oder Storios verstauen wir in den Hängefächern ihrer Schlafkojen. 
  • Die Kleidung für die Mäuse packe ich zu Hause in zwei Plastikboxen mit Deckel, die exakt in die Fächer unter den großen Sitzbänken passen. Am Urlaubsort sortiere ich sie dann in die Hängeschränke über der kleinen Sitzecke ein.
  • Ähnliches gilt für unsere Kleidung: Sie wird zu Hause in zwei Plastikkisten gelegt, die wir während der Fahrt unter dem Tisch der großen Sitzecke transportieren. Nach der Ankunft wandern unsere Klamotten in den kleinen Kleiderschrank, die Kisten kommen ins Vorzelt, wo wir schließlich unsere Schuhe und die der Kinder hineinwerfen.
  • Einen Beutel mit Kosmetiksachen für uns (Bad), einen weiteren mit Medikamenten für den Notfall (Oberschrank) packen wir ebenfalls stets aufs Neue ein.




  • Genau wie zwei Tüten Milch, zwei Flaschen Wasser (unter der kleinen Sitzbank), Müsli, Nutella, Marmelade, Reis, Nudeln, Saucen und Suppen aus der Tüte (für den Notfall; Oberschrank der Kochnische), Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Zucker, Mehl und Vanillezucker (Unterschrank der Kochnische) sowie Joghurt, Margarine, Wurst, Käse (Kühlschrank), Zwiebeln und Äpfel.
  • Unser Weber-Gasgrill zum Mitnehmen und das Waffeleisen sind ebenfalls schnell verstaut.
  • Auch Oscars Futter und sein Körbchen sowie eine Zeckenzange gehen stets mit auf Tour.                                        







Eine Liste in meinem Handy sorgt dafür, dass wir nichts davon vergessen. Vor jedem eingepackten Gegenstand setzen wir einen Haken, den wir nach jeder Reise wieder entfernen, damit wir die Liste mit all unseren Must-Haves und einigen Nice-To-Haves für die nächste Tour wiederverwenden können. So sparen sowohl die Dekotante als auch die Minimalistin viel Zeit und vor allem viel Stress, den sich meine beiden schrulligen Mitbewohnerinnen nicht vor unserem gemeinsamen Urlaub machen wollen. Denn in unserem Urlaub wird's noch stressig genug, wenn wir zwei uns zum Beispiel um die letzte freie Strandliege streiten. 😂

Macht Euch keinen Stress!
Herzliche Grüße, 
Sarah  


Samstag, 19. August 2017

Das schwere Schicksal der Emma Knaus - Unser Wohnwagen muss auf sein Gewicht achten

Unser Wohnwagen Emma und ich, wir teilen uns ein - in der Tat - schwerwiegendes Schicksal. Jedes Jahr, wenn der Urlaub naht, müssen wir streng auf unser Gewicht achten. Ich, weil ich in meinem neuen Badeanzug am Strand einigermaßen zufrieden mit mir auftauchen will (ich dachte da so ganz bescheiden an einen Auftritt wie Bond-Girl Halle Berry in "Stirb an einem anderen Tag"). Emma, weil sie überhaupt an unserem Urlaubsziel auftauchen will und nicht aufgrund ihres Übergewichts schon auf der Autobahn absaufen darf (wie die Titanic in "Titanic").




Während ich für mein Gesamtgewicht höchstens von meinem kritischen Gewissen dafür bestraft werden kann, dass ich nicht das ganze Jahr über diszipliniert an meiner Bikini-Figur gefeilt habe, sondern mal wieder Last Minute, drohen Emma aufgrund ihres zu hohen Gesamtgewichts deftige Geldbußen. 


Das ist nicht Halle Berry. Das bin ich. Ich übe noch.

Üppig ausgestattet mit massivem Hochbett, Kaffeemaschine, Fernseher, Waffeleisen und Weber-Gasgrill wiegt Emma schon jetzt 1150 Kilogramm (die Arme kann nichts dafür, sie hat halt ein schweres Grundgerüst). 1200 Kilogramm dürfen es höchstens sein. Was ihren BMI (Body-Mass-Index) betrifft, befindet sich Emma allein wegen ihrer Knaus-Gene im besorgniserregenden Bereich. Das wussten wir vor unserer ersten Wohnwagen-Reise noch nicht, als wir im Frühjahr nach Fehmarn fuhren: Unkontrolliert (von meinem Mann) packten die Zaubermaus zehn Puppen, der Mäuserich 20 Spielzeugautos und ich 30 Paar Schuhe (grob geschätzt) in den Wohnwagen.




Doch die rosigen Zeiten sind vorbei: Emma war nämlich auf der Waage. Wir sind dafür extra zum Schrotthändler gefahren und ich bin extra fluchtartig ausgestiegen, damit die Frau im Kontrollhäuschen nicht ablesen konnte, was ich auf die Waage bringe (als würde das die Dame interessieren). 1150 Kilogramm (ich darf doch sehr bitten: das bezieht sich natürlich auf Emma) inklusive Vorzelt - das war eindeutig zu viel, fand mein Mann, der sich sonst weder mit seinem noch mit meinem Gewicht befasst.




Weil er sich jedoch peinlichst an alle Regeln hält, die sich der Gesetzgeber so ausdenkt (er fährt zum Beispiel vorbildlich exakt 50, wenn Tempo 50 gilt), stand jetzt vier Wochen lang eine Waage im Eingangsbereich unseres Hauses. Als Mahnmal sozusagen - direkt vor der Küche. Während ich nach jedem Gang zum Kühlschrank sorgfältig darauf achtete, nicht versehentlich draufzutreten (nicht mal hinzuschauen), stellte mein Mann als eine Art Türsteher alles auf die Waage, was den Wohnwagen verlassen musste und was so immens notwendig war, dass es hinein durfte. Akribisch notierte mein Mann zarte Minus- und fette Pluszeichen auf seine Gewichtsliste. Dass wir das Vorzelt unter der Sitzecke unserer Emma herausholten und jetzt im Kofferraum unseres Autos transportieren, erbrachte uns eine Ersparnis von satten 16 Kilogramm. 




Vier Dekokissen à 1,2 Kilogramm und unter anderem ein künstlicher Lavendelbusch, der 600 Gramm wog, mussten ebenfalls die Emma verlassen, damit wir zum Beispiel eine Packung Oreo-Kekse, sechs meiner bislang nur halb gelesenen Romane und ein zweites Paar meiner Birkenstocks mitnehmen konnten. Denn wenn wir plötzlich Prioritäten setzen müssen und einen Teil der Deko aus dem Wohnwagen verbannen, dann bestimme ich wenigstens, was wir stattdessen mitnehmen: nämlich anderen Kram von mir.




Die strenge Gewichtskontrolle hatte jedoch auch ihre Vorteile: Ich kann mit meinem Wissen, wie viel eine Zeckenzange für Hunde, zehn Batterien und zum Beispiel 16 Unterhosen des Mäuserichs wiegen, irgendwann bei einer Neuauflage von "Wetten, dass?" antreten; Emma ist mit einem Idealgewicht von exakt 1200 kg in den Urlaub gestartet; und mein Mann grinste zufrieden, als er mit den vorgeschriebenen 100 km/h auf der Autobahn in Richtung Dänemark fuhr. Neben ihm seine Oreo-Kekse futternde Frau, die den ganzen Urlaub über brav weiterhin dafür sorgte, dass sich Emmas Gewicht reduzierte und - mehr oder weniger gerecht verteilt - auf die Hüften der Mitreisenden verlagerte. 




Macht's Euch leicht. Esst mehr Eiscreme!
Herzliche Grüße,
Sarah

Donnerstag, 6. Juli 2017

Ordnung im Kinderzimmer oder: Als das Chaos mal kurz Pause machte

Bunte Blumen, Gras, drei Schmetterlinge, zwei Wolken und eine Sonne mit Gesicht: Während die Zaubermaus bei ihrer Vorsorgeuntersuchung ein ganzes Panorama malte, als sie dazu mit knapp vier Jahren von der Kinderärztin aufgefordert wurde, sah das bei unserem Mäuserich exakt zwei Jahre später ganz anders aus. Konzentriert zeichnete der kleine Kerl zwei senkrechte Striche und drei waagerechte dazwischen, bevor er - recht zufrieden mit seinem Werk - den Stift beiseite legte. "Fertig." 
Ich wusste ja, dass der Mäuserich zu Hause weder viel noch gerne malt…aber das...hmm...bei einer Vorsorgeuntersuchung, die über seinen Entwicklungsstand, seine Feinmotorik und so Auskunft geben soll…hmmmmmh. „Spatz, das ist schön. Aber magst du nicht wenigstens noch eine Sonne oder so etwas dazu malen?“, flüsterte ich leise. „Okay“, sagte mein Sohn, schon fast ein wenig brüskiert, dass seine Zeichnung mit so etwas Banalem wie dem Zentrum unseres Planetensystems verunstaltet werden sollte, und setzte  noch einen Kreis mit gekritzeltem Strahlenkranz über sein Strichgebilde. 
"Was hast du denn da Schönes gemalt?", fragte die Kinderärztin. "Das ist das Regal da", sagte mein Sohn und zeigte auf das Bücherregal an der Wand - und dann sah ich es auch. Genau so hatte er es gemalt: gelb wie das Kiefernholz, die drei Regalböden im rechten Winkel zu den Seitenteilen  - "mit einer Sonne". Ich Doofi.





In ihren Auffassungen von Struktur und Ordnung könnten meine beiden Kinder unterschiedlicher nicht sein. Der Mäuserich, der von klein auf seine Autos - exakt in Reihen und noch dazu nach Farben sortiert - über unseren Wohnzimmertisch schiebt. Der mit wenigen Spielsachen spielt und sie dann anschließend auch ohne Murren wieder einräumt. Die Zaubermaus, die den Inhalt aus sämtlichen Schubladen, Gesellschaftsspielen, Puppenschränken und der Kinderküche miteinander kombiniert, in ihren Puppenwagen packt und damit zu ihrer Höhle am anderen Ende des Zimmers fährt, die sie sich aus Überdecken, Kissen und Badehandtüchern gebaut hat. Dass wir all das abends gemeinsam wieder aufräumen müssen, weil sie sonst möglicherweise nachts den Weg von ihrem Bett in unser Schlafzimmer nicht findet, schreckt die Maus nicht davor ab, am nächsten Tag damit von vorne zu beginnen.

Zum Glück gleichen sich die Mäuse aus: Der Mäuserich lässt es in seinem Anflug von Pedanterie auch gern zu, dass seine Ordnung jederzeit durch die Zaubermaus, Freunde oder uns wieder aufgehoben werden darf. Und im kreativen Spiel unserer Messi-Maus steckt jede Menge Struktur: Wenn sie "Einkaufen", "Flohmarkt", "Für den Urlaub packen" oder "Haus umbauen" spielt, herrscht in ihrem Zimmer genau das Chaos, das in diesen Situationen auch bei uns Großen zu finden ist.





Mit dem anstehenden Schulbeginn hat sich das jetzt jedoch plötzlich geändert. Die Maus hat ausgemistet. So richtig. Und ich habe ihr dabei geholfen. Elsa, die Eiskönigin, hat endlich unser Haus in Richtung Disneyland verlassen und auch alte Bilderbücher, Puzzles sowie Gesellschaftsspiele für unter Sechsjährige wandern seit ein paar Tagen auf unseren wachsenden Flohmarktstapel im Keller. Jeden Tag haben wir uns für eine halbe Stunde ein Regal oder eine Kommodenschublade vorgenommen, um gemeinsam mit der Kindergartenzeit abzuschließen und Platz zu schaffen für Neues. Wir haben:




im Kleiderschrank...

  • sämtliche Fächer feucht ausgewischt,
  • Pullover, T-Shirts, Röcke, Shorts und Hosen genau überprüft: Die Zaubermaus a.k.a. "Shopping Queen" probierte jedes Teil mit großem Spaß einzeln an. Was nicht mehr passt und noch in Ordnung ist, wird entweder verkauft oder gespendet. Zu klein gewordene Kleidung mit grober Verschmutzung oder Löchern entsorge ich bzw. gebe ich zum Beispiel - gegen einen Gutschein - bei H&M ab, wo kaputte, abgetragene und aus der Mode gekommene Kleidung nach eigenen Angaben recycelt wird. Noch passende Kleidungsstücke mit Löchern oder fehlenden Knöpfen werden geflickt, die mit Flecken werden noch ein letztes Mal mit speziellem Reiniger behandelt - sollten die Flecken dann immer noch da sein, kommen die Klamotten auf den "Nicht-schlimm-wenn's-noch-schmutziger-wird"-Stapel.
  • Beim Einsortieren habe ich erstmalig jeweils zwei Stapel gebildet: Links liegen die neueren, "unbefleckten" Pullover, Shirts, Röcke und unter anderem Hosen für Schule, wichtige Termine und Veranstaltungen, rechts daneben, auf dem "Nicht-schlimm"-Stapel, die Kleidungsstücke, die nicht mehr ganz so schön, aber immer noch tragbar sind.
  • Das gleiche Prinzip gilt für die Kleiderstange: Links hängen die neueren Jacken, Mäntel, Strickjacken, Kleider und Blusen. In der rechten Hälfte die älteren Jacken und Kleider für "zu Hause". Einziger Nachteil: Da mein Mann sich den Unterschied zwischen "schön" und "nicht schlimm, wenn's schmutzig wird" nicht merken kann, werde ich - bis wir das geübt haben - das Einsortieren allein übernehmen müssen ("rechts" und "links" klappt bei ihm zumindest schon ganz gut).
  • Auch die Kleinkind-Taschen, die sich in einer Box im Kleiderschrank befanden, haben wir aussortiert - hier bewahrt die Maus jetzt ihre Rucksäcke und Sporttaschen auf. Daneben warten die ersten Hallenturnschuhe und unter anderem Herbstschuhe, die ich im Sale bestellt habe, auf ihren Einsatz.


in der Kommode...

  • haben wir in der ersten Schublade die Kreativspiele der Zaubermaus untergebracht. In die praktischen Fächer von drei durchsichtigen Ikea-Boxen sortierten wir Stempel, Moosgummi-Klebebuchstaben, Radiergummis, Spitzer, Kreide und unter anderem Wachsmalstifte ein. Perlen zum Auffädeln oder Bügeln kamen in separate Boxen. Auch die Wasserfarben, Kinderschminke sowie Tattoobilder, "Malen-nach-Zahlen"- und unter anderem "Mandala"-Sets befinden sich dort.
  • In der zweiten und dritten Schublade liegen die Zauberkästen, Gesellschafts- und unter anderem Kartenspiele - auch hier haben wir einige aussortiert, die entweder nicht mehr vollständig waren oder auf dem Flohmarkt verkauft werden können.


im Bücherregal...

  • haben wir alle Fächer ausgewischt, nachdem wir die Bücher herausgenommen und auf drei Stapel gelegt hatten: "Behalten", "Verschenken", "Verkaufen". Einen Teil ihrer Bilderbücher hat die Zaubermaus dem Mäuserich geschenkt, die für Mädchen reicht sie ihren jüngeren Kindergarten-Freundinnen weiter. In zwei Fächern stehen ihre Märchen- beziehungsweise Vorlesebücher, in einem weiteren ihre Sach- beziehungsweise ersten Leselernbücher. 
  • In zwei Stehsammlern stecken die - noch nicht bemalten, zerfledderten oder zerschnittenen - Zeitschriften, Mal- und Stickerbücher der Zaubermaus, in einem Ringordner sammele ich ihre schönsten Basteleien (drei davon stehen bereits auf unserem Dachboden).
  • Die vier Kisten haben wir ebenfalls ausgeleert, einiges aussortiert und neu eingeräumt: die Barbiekiste, die Puppenkiste (mit dem Zubehör - die Puppenkleider bewahrt die Maus in ihrem Puppenkleiderschrank unter dem Bett auf) sowie die beiden Kisten für größere bzw. unförmige Spielsachen. Die Lego-Friends-Sammlung der Zaubermaus ist - jederzeit griffbereit - in offenen Boxen in unserem Wohnzimmer unter der Couch versteckt. Für Playmobil interessiert sie sich nicht (yiiipiieh). 
Die Spielküche und das Barbie-Haus gehören zu den Großspielzeugen, die bei uns turnusmäßig den Standort wechseln. Weil gleichzeitig für den Kaufmannsladen, das Kasperltheater, den Kinderschminktisch, Pferdestall und unter anderem die Wickelstation im Kinderzimmer kein Platz ist, befinden sich diese auf dem Dachboden und werden bei Bedarf heruntergeholt - so entdecken die Mäuse ihre Spielsachen immer wieder neu. 





Die Zaubermaus hat einen dicken, wohltuenden Haken hinter ihre vier Kindergartenjahre gemacht. Aufgeräumt startet sie nun in die Schule. Sollte unsere kleine Große ab sofort tatsächlich keine Lust mehr auf Chaos haben, werde ich in Zukunft immer mal wieder für ordentlich Unordnung sorgen. Schließlich hat die Zaubermaus - nach den Erzählungen meiner Mama - dieses "kreative Talent" von mir.
"Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können."                     - Friedrich Nietzsche -                                                                                        
Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah


Montag, 5. Juni 2017

Kinderleichte Psychohygiene: Wenn die Mäuse mal nicht ganz sauber sind

Wenn die Mäuse mittags nach Hause kommen, lassen sie erst einmal ordentlich Dampf ab. Und ich bin das Ventil für all die Emotionen, die sie - neben Blättern, Kastanien, krabbelnden Käfern oder schwanzlosen Regenwürmern - im Kindergarten gesammelt haben und lautstark mit nach Hause bringen. Das beginnt im Auto, wenn sie sich gegenseitig hitzig ins Wort fallen, weil nicht nur jeder der Erste sein will, der von seinen Erlebnissen erzählt, sondern auch noch den Anderen in seinen Schilderungen verbessert. Der Mäuserich: "Ich hab Polizei gespielt und dann war da draußen ein Feuerwehrauto" - die Zaubermaus: "Weißt Du, Mama, das war kein Feuerwehrauto, das war ein Einsatzleitwagen. Ich hab die" - der Mäuserich: "Hey, ich war dran. Ich hab zuerst gesagt, dass"- die Zaubermaus: "Immer redest Du zuerst!" "Nee, Du", "Neeeihein: Du." Beide in harmonischem Einklang: "Maaammmaaa". 




Das geht weiter in der Einfahrt, in der sie miteinander wrestelnd gleichzeitig fragen, ob denn das Essen "endlich" fertig sei (an dieser Stelle schwingt stets der leise Vorwurf mit, dass ich die vergangenen dreieinhalb Stunden ohne sie komplett vertrödelt hätte mit vermeintlich sinnlosem Kram wie Arbeiten).




Führt über den Flur, in den unsere zwei Krawallküken übereinander und über Oscar stolpern, der Mini-Herrchen und Mini-Frauchen dennoch freudig begrüßt, bevor sie ihre Schuhe in sämtliche Ecken schleudern, sich gegenseitig auf die Finger treten und nebenher mal eben gut vier Kilo Sand auf den Boden schütten.




Im Vorbeigehen ignorieren die beiden Motzmäuse die hübsche Kinder-Garderobe, die wir extra auf Augenhöhe nur für sie angebracht haben, und meine lauter werdenden Ermahnungen, schmeißen trotzdem ihre Jacken, Mützen und Halstücher auf den Sandberg auf den Boden, ihre Rucksäcke zwischen meine Deko auf die Kommode ("Schlussssss jetzt!!!"), drängen sich dann beide gleichzeitig in unser XXS-Gästebad und waschen schließlich ihre Hände. Hier endet der Emotionsabbau plötzlich - und auch ich atme einmal tief durch.




Die ungewohnte Stille, die seit ein paar Tagen auf diesem Örtchen herrscht, liegt an einem kleinen Wunder der Technik, das die Mäuse in den Bann zieht. Ich habe im Drogeriemarkt für beide Bäder zwei neue - im Vergleich zu exklusiven Varianten aus dem Sanitärhandel - relativ günstige Seifenspender mit Sensor gekauft, deren Seifenpatronen einzeln erhältlich sind und easy ausgewechselt werden können. 




Mehrmals täglich halten die Mäuse mit Freude ihre kleinen, meist schmutzigen, Patschehändchen direkt vor den Schnabel meiner Neuanschaffung und schon landet ein kleiner, wohlproportionierter Klecks Seife auf der Handfläche. Kein wildes Gedrücke mehr auf herkömmlichen Seifenspendern, die daraufhin jedes Mal entweder im oder neben dem Waschbecken landeten. Keine Unmengen an Flüssigseifenschmiere, die sich über den gesamten Waschtisch und Badvorleger verteilte.




Unkompliziertes, hygienisch-sauberes Händewaschen mit erstaunlichem Effekt: "Katharsis" sagte einst mein Deutschlehrer zu diesem Phänomen der seelischen Läuterung, das meine Freundin heute als "Psychohygiene" bezeichnet. Fasziniert von diesem futuristischen Zauberdingsbums kommen die Mäuse wie ausgewechselt aus dem Bad, setzen sich friedlich nebeneinander an den Küchentisch und erzählen mir noch einmal in Ruhe von ihrem Vormittag, während sie die plötzlich "hmm, leckeren" Bratkartoffeln auf ihre Gabeln schaufeln, die in der Zwischenzeit "endlich" fertig geworden sind.

Macht's Euch leicht!
Herzliche Grüße,
Sarah

Dieser Post wurde nicht gesponsert, sondern entstammt meiner persönlichen Überzeugung von einem Produkt, das ich selbst ausgewählt und bezahlt habe.

Dienstag, 23. Mai 2017

Mein Plan gegen Orientierungslosigkeit

Die blonde Frau, Mitte 30, die in den vergangenen drei Wochen verwirrt wirkte, als sie durch diverse Lebensmittelgeschäfte in einer nordhessischen Kleinstadt lief: Das war ich. Außenstehenden, denen ich begegnet bin, mag es vielleicht nicht aufgefallen sein, aber ich war während meines wöchentlichen Großeinkaufs tatsächlich durcheinander (durcheinanderer als sonst, obwohl das nicht steigerbar ist 😂). Vollkommen unkontrolliert warf ich Reis, Nudeln, Kartoffeln, Gnocchi und Couscous in meinen Einkaufswagen, nahm hier mal drei Paprika, dort mal fünf Auberginen mit, kaufte hier Hackfleisch, dort Forellenfilets - und merkte dann zu Hause, dass die Zusammenstellung meiner zwanglos gekauften Waren nicht sehr ergiebig war.




Für jedes Gericht, das ich im Laufe der Woche zubereiten wollte, fehlte mir mindestens eine Zutat. Bei der Reispfanne mangelte es mir an Tomaten, für den Kartoffelsalat hatte ich keine Saure Sahne mehr und ohne Grieß gab es schließlich auch keinen Grießbrei. Der Grund für meine Orientierungslosigkeit: Ich habe keinen Speiseplan geführt.




Seit langem plane ich Woche für Woche unsere Mittagsmahlzeiten. In der Regel mittwochabends (Donnerstag ist nämlich Angebotstag) nehme ich
  • unseren Kalender, 
  • meine gesammelten Rezepte, 
  • meinen eigens gekauften Speiseplan-Block 
  • sowie einen Einkaufszettel 
zur Hand und überlege - häufig gemeinsam mit den Mäusen -, was bei uns an den kommenden sieben Tagen auf den Tisch kommt. Das kostet mich grad mal 15 Minuten, spart aber jede Menge Geld - und vor allem Nerven. Ich wollte meine Einkäufe bündeln und nicht jeden Tag aufs Neue an irgendeiner Kasse für zwei, drei Teile Schlange stehen. Ich hatte es satt, um fünf vor zwölf - im wahrsten Sinne des Wortes - mit Entsetzen festzustellen, dass ich noch keine Nudeln aufgesetzt, keine Kartoffeln geschält oder keinen Reis gegart hatte, obwohl in knapp 20 Minuten zwei hungrige Mäuse nach Futter verlangten.




Vor allem aber hatte ich keine Lust mehr darauf, mittags vor einem vollen Kühlschrank zu stehen und keinen Schimmer zu haben, was ich mit dem Inhalt anfangen soll. Denn mir reicht es schon, morgens vor meinem vollen Kleiderschrank zu stehen und nichts zum Anziehen zu finden. 
Mit unserer (in der Regel) ausgewogen-abwechslungsreichen Mahlzeiten-Koordination vermeide ich nicht nur Stress, weil ich abends bereits bei Bedarf einiges vorbereiten kann und zudem tagsüber diesbezüglich keine Entscheidungen treffen muss. Ich verschwende auch weniger Lebensmittel, da ich diese sinnvoll und innerhalb ihrer Haltbarkeit verwende. Allein durch meinen Speiseplan spare ich (laut Haushaltskostentabelle... ja, die führe ich auch noch, habe sonst aber keine weiteren nennenswerten Fetische 😜) im Schnitt etwa ein Fünftel der Summe, die wir sonst für Essen ausgegeben haben.




Und ich umgehe mögliche Diskussionen mit den Mäusen, die üblicherweise bereits auf dem Heimweg vom Kindergarten wissen wollen, was es zu essen gibt, warum es "schoooon wiiieder" Kartoffeln geben muss und nicht einfach "Nudelsalat ohne Nudeln" - "nein, mit Nudeln, aber ohne weiße Sauce!" "Kartoffeln hatten wir doch erst überübergestern" - "neeeihein, übergestern"(...) Entspannt verweise ich auf den Speiseplan, der ihnen schon allein deshalb Respekt einflößt, weil er aus Buchstaben besteht, die sie noch nicht lesen können.
Ganz so streng bin ich übrigens bei der Abfolge der Speisen nicht: Wenn wir auswärts essen oder ich vormittags nicht genug Zeit für aufwendiges Kochen habe, tausche ich sie einfach aus.    




Seit dieser Woche hängt wieder ein neuer Essenzettel an unserem Kühlschrank. Das Geld, das ich damit spare, stecke ich nämlich nicht mehr dort hinein, sondern viel lieber in meinen Kleiderschrank.

Macht's Euch leicht!
Herzliche Grüße,
Sarah


Dienstag, 14. Februar 2017

Die Ich-bastele-mir-aus-Mamas-Abfall-überdimensionale-Dinge-Phase

Donnerstag ist Aufräumtag! Am vergangenen Donnerstag habe ich mir das Zimmer der Zauber-Messie-Maus vorgeknöpft, die sich - inspiriert vom Kindergarten (Superthema!) - ein weiteres Mal in der "Ich-bastele-mir-aus-Mamas-Abfall-überdimensionale-Dinge"- Phase befindet. Ich wollte die "Weiss-nicht-was-das-sein-und-wo-ich-damit-hin-soll-aber-trotzdem-ganz-toll-Dinge" mal ganz dezent auf den Dachboden verfrachten, zu den sechs Kisten, die dort bereits stehen, wo ich sie bei tränendringendem Bedarf schnell wieder hervorzaubern kann ("Ups, na wie ist das denn dahingekommen?"). Von dort kann ich sie später, wenn die Sachen mehrere Monate lang vollkommen in Vergessenheit geraten sind - ich aber auf dem Dachboden hundertmal halsbrecherisch über sie gestolpert bin - unbemerkt endgültig entsorgen.




Meine persönliche Challenge am Donnerstag lautete: Aufräumen trotz Kind. Der Mäuserich war nämlich krankheitsbedingt zu Hause und nicht im Kindergarten. Weil die Zwei zusammenhalten, wenn's drauf ankommt, verteidigte der Mäuserich eifrig mit seinem Piratenschwert das Zimmer seiner Schwester vor der bösen Aufräum-Mami - und ließ sich auch nicht von dem Eis locken, das ich ihm zur Ablenkung anbot.




Update: ... aber manchmal bringt die Zaubermaus - so wie später an jenem Tag - ganz, ganz tolle (ernsthaft), selbstgebastelte Mäuse aus Altpapier aus dem Kindergarten mit, die nicht auf dem Dachboden landen, sondern zuerst für alle sichtbar an ihrem Ehrenplatz ausgestellt werden, dem Kühlschrank. Auch diese Bastelei wird in einigen Wochen auf den Dachboden wandern, dann jedoch in eine unserer zahlreichen Erinnerungskisten. Macht's Euch schön!



Herzliche Grüße,
Sarah

Samstag, 11. Februar 2017

Aufräum-Kettenreaktion

Kann man Anfang Februar möglicherweise schon von Frühjahrsputz reden...? Ich weiß nämlich nicht, was da jetzt vor lauter Sonnenstrahlen in mich gefahren ist. Ich habe meine Küchenschränke ausgewischt und ein wenig sortiert (nur das hatte ich mir vorgenommen). Und daraufhin einige Kannen und Teller in die Vitrine im Wohnzimmer gebracht.




Da haben mich plötzlich die vielen Fotoalben gestört, die jetzt auf den Dachboden wandern. Weil dann ein ganzes Fach in der Vitrine leer war, habe ich die Tortenplatten aus der Küche geholt, die Kindergläser aus dem Keller in den Küchenschrank sortiert und mich unter anderem von meinen Cola-Gläsern getrennt. 




Das Resultat des anfänglichen Küchenschrank-Auswischens: Eine Kettenreaktion - drei sortierte Küchenschränke, eine neu geordnete Vitrine, ein aufgeräumter Bücherschrank und sechs frisch bezogene Sofakissen (die habe ich nämlich zufällig in einem der Körbe in meiner Vitrine gefunden). 




Jetzt muss ich erstmal auf die Couch. Macht's Euch fein!⭐
Herzliche Grüße,
Sarah

Freitag, 20. Januar 2017

Lieblingsplätzchen

Fein säuberlich im Haus und im Garten verteilt, habe ich mir gleich mehrere Lieblingsplätzchen eingerichtet. Im Sommer findet man mich zum Beispiel auf unserer Bank unterhalb der Terrasse, direkt neben dem Sandkasten der Mäuse. Im Winter in meiner Leseecke im Wohnzimmer. Stets mit einer Tasse Milchkaffee in der Hand und Oscar an meiner Seite, der mit dem Kopf auf meinen Füßen liegt.




Den alten, gebraucht gekauften Sessel vor der Terrassennebentür habe ich im Sommer draußen weiss gesprüht...und gesprüht...und gesprüht...und gesprüht. Das relativ dunkle Korbgeflecht wollte die Farbe nicht so recht annehmen.Weil der Gute jetzt so schön aussieht, durfte er sein Sommerquartier, den Balkon, verlassen und in unser Wohnzimmer einziehen - direkt neben den Ofen, wo bisher die Puppenküche unserer Zaubermaus stand. 
Seitdem die Mäuse vorzugsweise in ihren Zimmern spielen, habe ich mir die Ecke zurückerobert (hehe). Das alte Schaumstoffpolster des Sessels habe ich in einen Kissenbezug mit Rüschenbesatz gesteckt, obendrauf liegt mein hellgraues Lieblingsfell. Die Decke hat mir mein 💖-Mann von einer Dienstreise mitgebracht, das hellgraue Stern-Kissen habe ich im Sale bei Depot ergattert. Alles super weich. Und da mach ich's mir jetzt eine Runde mit meinem Kaffee und dem neuen H&M-Magazin gemütlich. Macht's Euch auch gemütlich!
Herzliche Grüße,
Sarah