Sonntag, 9. Dezember 2018

Glücksmomente 13-2018: Selbst gewünscht, selbst gebastelt, selbst gebacken

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Nikolausstiefelglück


Im Hause Nikolaus hat es offensichtlich einen Generationswechsel gegeben. Unser neuer, flotter Nikolaus weiß nicht nur, welche Süßigkeiten Kinder gern mögen, sondern auch, was Frauen wie ich wollen: neue Schuhe zum Beispiel. Als die Mäuse am Nikolaus-Morgen ganz aufgeregt unsere Haustür öffneten, um nachzusehen, ob der Nikolaus auch ihre Stiefel gefüllt hatte, war auch ich ganz aus dem Häuschen.




Neben meinen alten Stiefeletten standen plötzlich zwei neue (das Putzen der alten Schuhe hätte ich mir also sparen können ;-)). Und zwar genau die, die ich mir vor Kurzem online bestellt hatte und wieder zurücksenden wollte, weil ich - streng genommen - eigentlich genug Schuhe habe. Ich hatte dieses echt schöne Paar bereits schweren Herzens meinem Mann für den Rückversand mitgegeben. Irgendwie hat unser Nikolaus das mitbekommen, meinem Mann das Retoure-Päckchen aus dem Auto stibitzt (sie stecken halt alle unter einer Decke) und mir vor die Tür gestellt, weil ich doch braver war als gedacht. Tja, vom Frauenversteher Nikolaus kann man mein Mann noch viel lernen.




Adventsglück


Unser Adventskranz hat noch nicht eine Nadel verloren. Und das, obwohl wir ihn seit 15 Jahren haben. Unser Kranz ist nämlich ein immerschwarzes Adventstablett aus Metall, das mein Mann und ich für unseren ersten gemeinsamen Advent gekauft haben. Erst habe ich das Tablett allein bestückt, seit ein paar Jahren helfen die Mäuse dabei, es mit Kerzen, Sternen und unserer vierköpfigen Rentier-Familie zu dekorieren. Und in diesem Jahr zünden sie sogar ohne unsere Hilfe (aber in unserem Beisein) Kerze für Kerze an. 




Mit einem gemeinsamen Frühstück, selbst gebackenen Plätzchen und dem Weihnachtsfilm "Der Grinch" im Kino sind wir vergangenen Sonntag ganz gemütlich in den Advent gestartet.
Hier habe ich das simple Rezept der sehr leckeren Schoko-Orangen-Plätzchen für Euch, das ich vor vielen Jahren auf dem Blog von Fräulein Klein entdeckt und nach unserem Geschmack etwas umgewandelt habe:




Schoko-Orangen-Plätzchen 

(nach einem Rezept von Fräulein Klein)

Zutaten:


225 Gramm Weizenmehl
3 Teelöffel Kakao
100 Gramm Butter
1 Ei
1 Bio-Orange (Abrieb und 1 Esslöffel O-Saft)
50 Gramm Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Teelöffel Zimt




Zubereitung:


Ihr verknetet alle Zutaten mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine zu einem Teig, wickelt ihn in Folie ein und legt ihn für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach rollt Ihr ihn auf bemehlter Arbeitsfläche aus, stecht mit Förmchen Plätzchen aus und schiebt diese bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) für etwa zehn Minuten in den Ofen. Wir haben unsere Plätzchen anschließend mit Schokoglasur bestrichen und bunten Perlen verziert.

Selbst-gebasteltes-Glück


Vier Tage lang hatte uns die Zaubermaus den Zutritt zu ihrem Zimmer streng verboten. Hinter der verschlossenen Tür bastelte sie gemeinsam mit dem Mäuserich zum ersten Mal einen Adventskalender für uns - so viel wurde uns dann doch verraten. Hin und wieder sah ich die Mäuse, wie sie meine Badschränke durchwühlten und irgendetwas im Arbeitskeller suchten. Auch mein Bestand an Butterbrottüten wurde deutlich kleiner. Stolz präsentierten sie uns am 1. Dezember das Ergebnis ihrer konspirativen Zusammenarbeit: Über dem Kopfteil unseres Bettes (sie haben dafür extra das Bild abgenommen) hängen 24 Tütchen, die mein Mann und ich jeden Morgen abwechselnd öffnen dürfen.




Ich durfte mich zum Beispiel bereits über eine Kette freuen, die - fast vergessen - ganz hinten in meinem Schmuckschrank hing,  die Handcreme, die mir neulich unsere Nachbarin geschenkt hat, und einen kleinen Zettel, auf dem mir die Maus "Frohe Weinachten" wünschte. Für meinen Mann gab es schon drei verrostete Schrauben aus seinem Werkzeugkasten und unter anderem einen Playmobil-Prinzen. 
Ich freue mich jeden Morgen über die kleinen, niedlichen Geschenke der Mäuse und darüber, wie sich die Mäuse freuen, dass wir uns freuen.




Weil selbst gemachte Geschenke nun mal die schönsten Geschenke sind, haben wir in dieser Woche auch unsere Weihnachtswerkstatt im Esszimmer eröffnet. Derzeit basteln wir aus den Eisstielen, die noch von unserem Eisbüfett zum Kindergeburtstag übrig sind, und etwas Heißkleber eifrig Sterne.




Mit den ersten ruck-zuck-fertigen Exemplaren haben wir bereits meinen Eltern und unseren Nachbarn eine Freude gemacht. Weitere Überraschungsprojekte sind bereits in Planung. Mehr wird jedoch noch nicht verraten, ich lege nämlich auch an dieser Stelle Wert auf Diskretion. ;-)




Habt eine schöne Adventszeit!
Herzliche Grüße,
Sarah         



Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Blog, einen Kinofilm und eine Heißklebepistole.

Freitag, 7. Dezember 2018

Husch, husch ins Körbchen: Mein Fünf-Punkte-Plan für mehr Ordnung im Familienbad

Die Bedeutung des Begriffs "Familienbad", den die Maklerin einst benutzte, als wir unser Haus besichtigten, wurde mir erst ein paar Jahre später bewusst. In den etwa 15 Quadratmeter großen Raum, in dem allein Badewanne, Dusche, Schrank, Toilette und Waschbecken fast die Hälfte der Fläche wegnehmen, muss tatsächlich unsere ganze Familie hineinpassen. Alle vier Mitglieder. Gleichzeitig. Zwischen 6 und 6.30 Uhr, weil niemand auch nur eine Minute zu früh das Bett verlassen will und keiner auch nur eine Minute zu spät kommen darf.
Nach dem Motto "Vorwärts, rückwärts, seitwärts, Stopp, Hacke, Spitze, hoch das Bein" tänzeln wir in unterschiedlichen Geschwindigkeiten mit Fön, Zahnbürste, Wimpernzange und Rasierer durch unser Bad. Und wir bewegen uns in der eh schon knapp bemessenen Zeit in dem noch knapper bemessenen Raum allesamt vollkommen gegenläufig - wie Planeten in ihren Oppositionsschleifen. Wobei sich die Mäuse tatsächlich häufig oppositionell verhalten:  gegenüber der Zahnbürste zum Beispiel. Zusammengefasst: Von wegen "Das Bad als Wellness-Oase", wie ich neulich in einem Wohnmagazin gelesen habe. "Nahkampfgebiet" - das trifft es bei uns eher.




Um den morgendlichen Stress zu reduzieren, den vor allem wir Großen haben, denn die Kleinen konzentrieren sich trotz des Zeitdrucks (vermutlich aber grad deswegen) ausschließlich aufs Quatschmachen, lege ich viel Wert auf Ordnung in unserem Badezimmer. Ich achte darauf, dass alles übersichtlich aufbewahrt wird, schnell von jedem von uns an seinem festen Platz gefunden wird und noch dazu leicht mit einem Handgriff zu erreichen ist. Nach und nach habe ich in den vergangenen Jahren die vier Badschränkchen entrümpelt, die wir einst hatten. Heute passen sämtliche Tiegelchen, Tuben, Handtücher und sogar Ersatz-Toilettenpapierrollen für uns vier in den Waschbeckenunterschrank, den mein Mann im vergangenen Jahr selbst gebaut hat. Nicht, weil ich weniger eitel bin als früher: Die vorherigen Badschränke waren einer nach dem anderen überflüssig geworden, weil ich ihren Inhalt unseren Bedürfnissen entsprechend neu strukturiert habe.




Denn die Bedürfnisse verändern sich mit der Zeit: Wo einst mein halbes Gel-Nagelstudio Platz fand, stand später unsere Babybadewanne samt Planschspielzeug. Heute passt mein Mini-Maniküre-Set in ein kleines Körbchen - direkt neben dem der Zaubermaus, die inzwischen allein badet und ihr eigenes Körbchen hat, in dem sie ihren Mädchen-Duschschaum aufbewahrt.

Wie ich im Laufe der Zeit für mehr Ordnung im Familienbad gesorgt habe, habe ich mal in einem Fünf-Punkt-Plan zusammengefasst:     


I. Aufbrauchen

Drei verschiedene Flaschen mit Duschgel, in jeder befindet sich ein Rest: Das kann ich gar nicht haben. Ich vermute, ich habe eine Reste-Phobie: Alles, was weniger als die Hälfte einer Flasche, einer Tüte oder einer Packung ausmacht, muss möglichst bald vernichtet werden (gilt auch bei Lebensmitteln - vor allem Süßigkeiten). Um zu vermeiden, dass in gleich mehreren Tuben und Tiegeln wochenlang Reste vor sich hindümpeln, sorge ich dafür, dass möglichst wenig Produkte angebrochen werden. Und diese müssen dann zunächst aufgebraucht werden, bevor ich mir neue zulege. Bevor ich also die dritte Flasche Shampoo öffne, weil ich grad mal Lust auf "Sinnliche Verführung-Irgendwas" mit Erdbeer-Duft habe, bleibe ich erstmal bei "Verführerische Sinnlichkeit-Sowieso" mit Himbeer-Duft und zwar bis "Flasche leer". Nur ein Beauty-Produkt (ein Shampoo, ein Duschgel, eine Bodylotion) als Vertreter seiner Art im Schrank zu haben, sorgt für Platz und wohltuende Übersichtlichkeit.




II. Ausmisten

Seit ich die Anzahl gleicher Produkte auf 1 hinabgesetzt habe, gehe ich regelmäßig noch einen Schritt weiter. Die "Brauch-ich-das-wirklich?"-Frage finde ich an manchen Tagen echt fies, an denen ich mich nur schlecht von Dingen und Menschen trennen kann. Da das jedoch von Zeit zu Zeit einfach sein muss, weil es so herrlich befreiend ist, frage ich mich immer mal wieder: Brauche ich wirklich eine Creme für den Tag und eine weitere für die Nacht? Benutze ich wirklich eine Wimperntusche für lange Wimpern und eine für voluminöse? Muss ich wirklich Nagellack in 28 verschiedenen Rosa-, Rosé- und Taupe-Tönen horten?


Nicht mehr 28 verschiedene Töne, aber noch immer zu viel: Auch meine Nagellack-Sammlung darf noch kleiner werden.


Weil ich viele meiner Fragen mit Nein beantwortet habe, habe ich nach und nach mein Körperpflege-Repertoire umgestellt. Mir reicht zum Beispiel eine getönte Gesichtscreme für den Tag, nachts lasse ich meine Haut ruhen. Außerdem habe ich eine Wimperntusche gefunden, die angeblich beides kann: lange und voluminöse Wimpern zaubern. Meine Nagellack-Sammlung beschränke ich nun auch auf ein Fläschchen pro Farbe: Pink, Rot, Grau, Nude. Nuancen kommen bei mir nicht mehr in die (Einkaufs-)tüte. Ich habe meine Lieblingsfarben gefunden. Sollte ich dennoch mal bei einem Trendton schwach werden, wie Pastellfarben im Sommer, kaufe ich sie höchstens in kleinen Probiergrößen. Die  Mini- Fläschchen sind dann auch schnell wieder alle und können weg.

III. Sortieren


Es hat eine Weile gedauert, bis ich unsere Dinge so in Körbe sortiert habe, dass wir alle sie schnell wiederfinden. Ordnungsprofis schwören da bekanntlich auf verschiedene Methoden. Jeder von uns vieren hätte zum Beispiel sein eigenes Körbchen bekommen können: für die eigene Zahnbürste oder unter anderem das eigene Shampoo. Da wir jedoch einiges auch gemeinsam benutzen, hätte das bei uns nicht funktioniert. Bewährt hat sich bei uns ein Ordnungsprinzip sowohl nach Gruppen als auch Nutzern, das uns sinnvoll und nützlich erscheint.




Wir haben jeweils einen Korb für:

  • das Rasierzeug meines Mannes,
  • das Zahnputzzeug von uns Großen (auch die Ladestation unserer elektrischen Zahnbürsten liegt darin, wenn wir sie nicht brauchen),
  • das Zahnputzzeug der Mäuse (Becher, Zahnbürsten, Zahnpasta),
  • die Dinge, die mein Mann und ich täglich benutzen (fast ausschließlich mein Kram): Deo, Bodylotion, Haarspray,
  • Mani- und Pediküre (zum Beispiel Nagelschere, Nagelpfeilen, Bimsstein, Hand- und Fußcreme - wobei letztere meistens bei mir im Nachttisch liegen),
  • meine Haarprodukte (EINE Haarkur, EINE Spülung, EIN Schaumfestiger),
  • meine Hygieneartikel,
  • den Mädchenkram der Zaubermaus (auch der Mäuserich darf darin ausnahmsweise sein Duschgel aufbewahren)      




  • Party-Kosmetika (Lidschatten, Lippenstifte etc. in auffälligeren Farben, die wochentags in unserer Kleinstadt womöglich für Schnappatmung sorgen würden),
  • Waschlappen
  • und einen für Glätteisen, Fön, Lockenstab sowie Haarbürste.




Nagellack und Parfum stehen bei uns in kleinen Wannen neben und über dem Waschbecken, Taschentücher und Wattepads befinden sich in zwei ehemaligen Blumen-Töpfen im offenen Wandregal.




IV. Vereinheitlichen


Einer meiner wichtigsten Tricks, mit dem ich überall im Haus Ordnung schaffe, wo eigentlich keine herrscht, sind einheitliche Aufbewahrungsmittel, sprich: Ich bewahre Dinge ausschließlich in Körben, Kisten und unter anderem Töpfen auf, die zueinander passen - möglichst in der gleichen Farbe (ich bevorzuge Weiß und Schwarz). Das sieht nicht nur bereits auf den ersten Blick hübsch aus (es soll ja immer noch Gäste geben, die in die Badschränke schauen, wenn sie auf Toilette gehen...na, erwischt? ;-)).




Vor allem im Bad, aber auch in der Küche, ist es äußerst praktisch, dass möglichst wenige Dinge einzeln in den Schränken herumstehen (und somit häufig beim Herumwühlen umfallen). Sollte ich etwas suchen, schnappe ich mir einfach das entsprechende Körbchen und muss nicht umständlich alle Tuben und Flaschen einzeln zur Seite räumen.


V. Aufhübschen


Nur weil ich meinen Bestand an Pflegeprodukten reduziert habe, bedeutet das nicht, dass ich weniger benutze. Ich kaufe deutlich weniger Kosmetika als früher, dafür jedoch hochwertigere, an denen ich noch dazu länger Freude habe (Win-Win-Situation).
Ich habe mit der Zeit nicht nur die Schränke unseres Bades aufgehübscht, sondern auch alles weitere darin und drumherum. So habe ich zum Beispiel auch die Handtücher sowie den Teppich ausgetauscht, Kerzen und Blumen aufgestellt.




Ich mag es, mich jeden Morgen in unserem einfachen, jedoch ordentlichen Bad zurechtzumachen: Auch wenn ich mich dabei regelmäßig im Nahkampf unter rotierenden Ellenbogen und fliegenden Unterhemden ducken muss - ich trage wenigstens guten Lippenstift.  


Macht Euch und Euer Bad schön!
Herzliche Grüße,
Sarah

*Dieser Beitrag enthält Fotos, auf denen Produkte verschiedener Marken zu sehen sind. Auch diese habe ich wie immer selbst ausgewählt und bezahlt.

Samstag, 1. Dezember 2018

Glücksmomente 12-2018: Große Weihnachtsvorfreude und kleine Verlosung

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Adventskalenderglück


Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der Heimlichkeiten. Ich meine: mehr Heimlichkeiten als das ganze Jahr über, wenn die Mäuse schon schlafen und wir Großen nach dem Zähneputzen noch die Kiste mit den Süßigkeiten plündern und uns Fernsehsendungen mit vielen Kraftausdrücken anschauen. Im Moment unterhalten mein Mann und ich uns wieder häufiger auf Englisch, weil wir vor unseren Kindern einiges zu verbergen haben: Unsere zwei Mäuse glauben nämlich immer noch an den Weihnachtsmann - und das, obwohl sie schon sechs und acht Jahre alt sind und viele ihrer Freunde in Kindergarten und Schule diesbezüglich eifrig Aufklärungsarbeit betreiben. Wir setzen weiterhin alles daran, diesen Glauben möglichst lange zu bewahren.





Auch von der Existenz der kleinen Wichtel Bertha und Karl sind die Mäuse fest überzeugt (ich habe sie im vergangenen Dezember im Beitrag Hereinspaziert, Ihr kleinen Wichtel! Ihr werdet gebraucht! auf meinem Blog bereits vorgestellt). Die fleißigen Helfer, die mit dem Weihnachtsmann, dem Nikolaus, der Zahnfee sowie zum Beispiel dem Osterhasen zusammenarbeiten, wohnen seit einem Jahr hinter der Wichteltür in unserem Esszimmer und pflegen mit unseren Mäusen eine rege Brieffreundschaft. 





In kleinen, handgeschriebenen Briefen, die die Mäuse alle zwei, drei Wochen (derzeit jedoch häufiger) vor der Wichteltür finden, berichten die Wichtel über all ihre guten Taten, erkundigen sich nach dem Befinden der Kinder und erzählen ihnen auch, wobei sie unsere Rabauken beobachtet haben:  in der Nase bohren, bis 100 rechnen oder das Reitabzeichen machen zum Beispiel. In Absprache mit dem Mäuserich, der ihr seine Erlebnisse diktiert, schreibt die Zaubermaus umgehend zurück. Zur Belohnung für jede Antwort gibt's von den Wichteln stets zwei Bonbons. Am 1. Dezember wartet auf Bertha und Karl dann jedes Jahr ein größerer Auftrag: In Zusammenarbeit mit dem Weihnachtsmann bringen sie den Mäusen den Adventskalender. So auch jetzt wieder. 





Achtung! Folgende Zeilen sind nichts für Kinder und Erwachsene, die noch an den Weihnachtsmann und Wichtel glauben: 


  • In den vergangenen Wochen habe ich beim Einkaufen auf Kleinigkeiten für die Adventskalender der Mäuse geachtet: Spielzeugautos, Haarspangen, bunte Badezusätze, Stifte und unter anderem Süßigkeiten wanderten in meinen Einkaufswagen und wurden zu Hause an den Mäusen vorbei in mein Geheimversteck im Keller geschmuggelt. In den vergangenen Jahren bewährt hat sich übrigens, dass ich zum Beispiel ein kleines Lego-Set auf mehrere Türchen verteilt habe. Im Laufe der 24 Tage vor Heiligabend sammeln die Mäuse die Teile, die sie dann über Weihnachten in Ruhe zusammenbauen. Das funktioniert übrigens auch hervorragend mit anderen mehrteiligen Sets: Aqua-Perlen, Hot-Wheels-Schienen oder zum Beispiel Puzzle. Wir haben schon verschiedene fertig erhältliche Spielzeug-Adventskalender ausprobiert. Unsere Adventskalender-Kette, die ich jetzt vom Dachboden geholt und mit Spielzeug sowie Süßigkeiten gefüllt habe, bleibt jedoch unserer Favorit.




Leuchtende Kinderaugen, leuchtende Kerzen, leuchtendes Feuer im Ofen: Ich liebe diese Tage.

Vorweihnachtsglück 



Ich bin bereits seit ein paar Tagen in Weihnachtsstimmung. Früher als sonst. Wir Weihnachtsstreber haben bereits die ersten Plätzchen gebacken, Fotos für unsere Weihnachtskarten gemacht und die meisten Geschenke beisammen. Auch unser Adventskranz ist seit einer Woche fertig. Zudem ist seit Totensonntag das ganze Haus innen und außen weihnachtlich geschmückt: Auf unserer Terrasse leuchtet ein Hubertusstern, ringsum das Balkongeländer sowie unser Vordach haben wir Tannengirlanden geschwungen und auch die Krippe hat ihren Stammplatz am Esszimmerfenster bezogen. Jetzt fehlt nur noch das erste "Last Christmas" aus dem Radio  und schon sitze ich selig grinsend unterm Weihnachtsbaum.




Nicht, weil ich es besonders eilig habe. Ganz im Gegenteil: Ich gehöre nicht zu den Influencern, die seit Mitte Oktober ihre Social-Media-Accounts mehrfach täglich mit Weihnachtsbildern füllen und bereits am ersten Weihnachtsfeiertag den komplett nacktgenadelten Tannenbaum wieder abschmücken, um sich am zweiten Weihnachtsfeiertag ein frohes neues Jahr zu wünschen und in der ersten Januarwoche endlich ihre Frühjahrsdeko 2019 zu präsentieren.




Ich bin bereits in Weihnachtsstimmung, weil ich jeden einzelnen Punkt auf meiner vorweihnachtlichen To-do-Liste ("auf den Weihnachtsmarkt gehen", "die Christmas-CD von Michael Bublé hören", "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel schauen", "Weihnachtsmärchen im Theater besuchen", "jeden Abend alle Kerzen anzünden") genieße. Und zwar ganz besinnlich. Denn stressig wird es in den kommenden Adventswochen vermutlich nicht bei uns, weil wir unsere Termine und Verpflichtungen in der Vorweihnachtszeit deutlich reduziert haben. So haben wir genug Zeit für Vorfreude, denn die ist und bleibt für mich die schönste Freude.


Viel-Glück!

Unbeauftragte / unbezahlte Werbung und Gewinnspiel



Ganz in Ruhe habe ich mir in der vergangenen Woche unsere vier Weihnachtskisten auf dem Dachboden vorgenommen (Punkt 3 auf meiner vorweihnachtlichen To-do-Liste). Zwei davon wanderten umgehend wieder nach oben, weil ich unser kleines Reihenhaus nicht mit Deko überladen will. Rühre ich sie auch im nächsten Winter nicht mehr an, werde ich mich komplett von ihrem Inhalt trennen. Zu viel Tüddelkram macht mich derzeit unruhig, ich mag es, wenn das Auge all die schönen, gesammelten Dinge in Ruhe betrachten kann und nicht wie bei einem Wimmelbild hin- und herirrt. Und daran arbeite ich gerade.




Davon ausgenommen sind die Basteleien der Mäuse - wobei bei uns stets ihre aktuellen Projekte ausgestellt werden. Ältere Windlichter, Fenstersterne oder Schneemänner aus Socken und Toilettenrollen bewahre ich in einer eigenen Kiste auf dem Speicher auf.




An dem Korkenzieherast neben unserem Ofen hängen bereits ihre Salzteig-Anhänger (die Links führen zu den Anleitungen), neben unserem Holzregal ihre Papiersterne aus Butterbrottüten und auch  zwei Küchenfenster haben die Zaubermaus und der Mäuserich schon mit einem Fenstermalstift gestaltet. 




Ich selbst habe mich weitestgehend auf weiße Sterne beschränkt und zwar die, die ich bereits seit Jahren besitze. Ich habe beschlossen, in diesem Jahr keine weitere Deko anzuschaffen. Mögen schwarze Sterne oder rosafarbene Kerzen auch noch so verlockend aussehen - ich bleibe hart und halte mir in den Dekoläden einfach die Augen zu.




Schwach geworden bin ich jetzt jedoch noch einmal im Det lille hus in Kassel. Anja und Marc Bauer hatten in ihrem hyggeligen Geschäft für Wohnaccessoires mit skandinavischem Flair in Kassel zum traditionellen Julemarked mit Kaffee und Glühwein geladen. Gemeinsam mit der Zaubermaus durchstreifte ich den weihnachtlich geschmückten Laden auf der Suche nach neuen Salz- und Pfefferstreuern - und wurde direkt fündig.




An dem kleinen Auto mit Tanne auf dem Dach von IB Laursen konnte ich ebenfalls nicht vorbeigehen, ohne es mitzunehmen.




Weil das jedoch meinem  neuen Deko-Verzicht widerspricht und ich Euch zum Start in den Advent eine Freude machen möchte, habe ich beschlossen, den hübschen Anhänger unter Euch zu verlosen. Einfach so. Als kleines Dankeschön dafür, dass Ihr mir so treu folgt und dieser ursprünglich kleine, feine Glücksfeder-Blog inzwischen von so vielen Menschen im deutschsprachigen Raum (und eben nicht nur von meiner Nachbarin ;-)) gelesen wird. 

Nun zu den

Teilnahmebedingungen


Um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen, musst Du lediglich einen freundlichen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen. Es fallen keine Kosten an, Ihr geht keinerlei Verpflichtungen ein und Eure Daten werden zu keinem Zeitpunkt weitergegeben.  




In den Lostopf hüpfen kann jeder, der in Deutschland wohnt und über 18 Jahre alt ist. Die Verlosung des Anhängers startet ab sofort und endet am Freitag, 7. Dezember, um 23.59 Uhr. Den Gewinner werde ich am kommenden Wochenende auf diesem Blog bekanntgeben. Deshalb macht bitte nur mit, wenn es für Euch okay ist, namentlich genannt zu werden. Für die Richtigkeit der Personenangaben ist der Teilnehmer verantwortlich.

Ich speichere keine Eurer persönlichen Daten. Sie werden ausschließlich von mir verwendet, um den Gewinn zu verschicken. Solltet sich der Gewinner innerhalb von fünf Tagen nach Bekanntgabe (also bis  zum 14. Dezember 2018)  nicht gemeldet haben, verfällt der Gewinnanspruch und es wird ein Ersatzgewinner gezogen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht ausgezahlt oder ausgetauscht werden. 




Ihr Lieben, das Gewinnspiel ist beendet. Das Los hat entschieden: Über den kleinen Auto-Anhänger von IB Laursen darf sich Maike freuen ("Einfach hyggelig"). Ich habe sie bereits kontaktiert und wünsche ihr viel Freude mit dem Gewinn. An dieser Stelle sage ich Danke an alle Teilnehmer. Ich freue mich sehr, dass Ihr mitgemacht habt!




Ich wünsche Euch viel Glück!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für Spielzeug, eine CD, einen Film, ein Geschäft und einen Geschenkanhänger, den ich selbst ausgewählt und bezahlt habe.

Freitag, 23. November 2018

Bei diesem Burger-Buffet wird jeder Geburtstagsgrinch schwach

Wenn man einen Kindergeburtstag für U-Zehnjährige organisiert, kann man sich auf nahezu alles gefasst machen: Auf Regen, Blitz und Donner zum Beispiel - da verlegt man die geplante Garten-Party kurzerhand ins Wohnzimmer. Auf Unfälle - da sucht man bereits im Vorfeld Pflaster, Kühl-Akku oder die Nummer der Giftnotrufzentrale heraus. Auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten der kleinen Gäste - da überlegt man sich bereits direkt nach deren Zusage gluten-, lactose- oder unter anderem nussfreie Speisen. Oder auf die Angst vor Hunden einiger Kinder - da quartiert man den Westie namens Oscar mal eben für einen Nachmittag bei Verwandten ein. Nie-, nie-, niemals vorbereiten kann man sich auf den Geburtstagsgrinch: das eine Kind, das es mit seiner schlechten Laune schafft, die komplette Feier zu sprengen. 




Wenn man in diesen Fällen "Glück" hat, handelt es sich bei dem Partycrasher um das eigene Kind, das vor lauter Vorfreude auf den eigenen Geburtstag die vorherige Nacht nicht geschlafen hat. Vollkommen übermüdet und noch dazu überfordert von so vielen Gästen sowie Geschenken vergießt es vielleicht zwischendurch ein paar Krokodilstränen. Die lassen sich jedoch in der Regel schnell bei einem Extra-Stück der lang ersehnten Pferdetorte wieder trocknen. Wenn man Pech hat, ist es ein anderes Kind, das aus irgendeinem (nicht immer nachvollziehbaren) Grund die Stimmung vermiest. Da hilft dann auch keine Pferdetorte mehr.




Das Spannende daran: Man weiß als Mutter eines Geburtstagskindes in der Regel im Vorfeld nie, um welches Kind es sich handeln wird (ausladen gilt also nicht ;-)). Das können an jedem anderen Tag  liebe, ruhige und freundliche Kinder sein, die halt ausgerechnet am 16. August oder 21. September  zum Beispiel einfach mal einen schlechten Tag haben.

Auch als Mutter eines Gastkindes weiß man nie, wie sich dieses auf fremden Partys benimmt, wo es sich komplett der elterlichen Kontrolle entzieht und unter anderem einen Rülps-Contest initiiert oder mal eben den Po am Kaffeetisch entblößt (er hat es inzwischen eingeräumt - für alle zukünftigen Feten entschuldigen wir uns schon jetzt). Es gibt nämlich allgemein leider keine Gute-Laune-und-Benimm-Garantie für Kindergeburtstage. An solchen Tagen herrscht schlichtweg Ausnahmezustand. Wenn es gute Laune als Partyzubehör gäbe, hätte ich sie auch dieses Mal gleich zehnfach in den Warenkorb meines Lieblingsversandhauses gepackt und mit den Luftballons, Kerzen sowie Wimpelketten  bestellt.




Mir war klar, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, wirklich jeden der Gäste mit einem "herkömmlichen" Programm zu begeistern: kein Zauberer, kein Indoor-Spielplatz, kein Musical-Besuch. Aber die Zaubermaus hatte sich ihren Geburtstag genau so gewünscht. Es gab ein großes Eisbuffet - wie es schon beim Mäuserich erprobt und für gut befunden wurde (ich berichtete auf meinem Blog bereits über unser erstes Eisbuffet), Spiele wie Zeitungstanz und unter anderem Montagsmaler, lang anhaltende Glitzertattoos, die wir eigenhändig aufpinselten, und Tassen, die die Mäuse selbst bemalten. 




Die Kinder haben gesungen, getanzt, ausgelassen getobt und vor allem viel gelacht. Bis auf eins: der Geburtstagsgrinch. Über die Sitzordnung motzend, über den Kuchen meckernd und die Spiele nörgelnd stänkerte sich der kleine Gast durch das Programm, das seinen Erwartungen leider so gar nicht entsprach. Dass wir die Feier nicht in eine Fast-Food-Filiale verlegt hatten, wollte dem Partycrasher einfach nicht schmecken. 




Dabei waren die Mini-Burger megalecker, die sich die Mäuse abends in unserem Esszimmer  selbst zusammenstellten. Und noch dazu eine willkommene Alternative zu (Mini-) Pizza, Spaghetti oder unter anderem Kochwürsten, die auf Kindergeburtstagen häufig angeboten werden. Unser Burger-Buffet kam bei neun der zehn Feiernden sehr gut an - und das ist zum Glück eine ganz gute Quote. So haben wir's gemacht:




Unser Burger-Buffet



Zutaten

  • Mini-Burger-Brötchen (kann man auch ganz leicht selbst backen)
  • Rindergehacktes (wir hatten weder Vegetarier noch Veganer unter den Gastkindern)
  • Schmelzkäse
  • Cocktailtomaten
  • Salat (Eisberg- oder Kopfsalat)
  • Salatgurken
  • Gewürzgurken 
  • Pommes 
  • Ketchup 
  • Mayonaise
  • Barbecuesauce


Das Burger-Buffet lässt sich prima ganz entspannt am Vormittag des Geburtages vorbereiten. Wir haben die Mini-Burger-Brötchen halbiert und in einem Korb bereitgestellt. Dann habe ich aus dem gewürzten Rinderhackfleisch kleine Buletten geformt, die etwas größer als der Brötchen-Durchmesser waren (denn sie schrumpfen beim Braten noch ein wenig) und in einer Pfanne gebraten. Sie lassen sich auch easy auf dem Grill zubereiten. Die fertigen Burger-Frikadellen bewahrte ich bis zum Abend in einer großen Auflaufform im Kühlschrank auf.








Dann schnitt ich die Cocktailtomaten und Gurken in dünne Scheiben und zupfte den Salat in kleine Stücke. All diese Zutaten sowie die Gewürzgurken und die Käsescheiben füllte ich in kleine Schälchen. Außerdem fand ich zufällig in einem Deko-Laden Burger-Kartons und passende Papptüten für die Pommes (die sind zwar eigentlich Schnickschnack, die Mäuse fanden sie jedoch klasse).

Abends wärmte ich die Buletten im Ofen auf und schob ein Blech Pommes dazu. Der Aufwand hielt sich also in Grenzen. Mit mächtig viel Spaß belegten die Mäuse die Burger nach Herzenslust mit Tomaten oder ohne, mit Salat- beziehungsweise Gewürzgurken, mit oder ohne Fleisch und sogar mit oder ohne Brötchen. 




Von der Idee begeistert zeigte sich schließlich auch unser Grinch, der schon einige Fast-Food-Restaurants getestet hat. „War echt richtig cool bei Dir“, sagte das Kind zum Abschied, als es freudestrahlend  seine Mitgebsel-Tüte entgegennahm, und gab meiner Zaubermaus ein Ketchup-Küsschen auf die Wange, bevor es - wieder lieb und wohlerzogen - ins Auto seiner Eltern stieg.  

Abends bekam auch ich noch 1000 kleine Küsschen von der Zaubermaus, die sich für den wunderschönen Geburtstag bedankte, der so ganz nach ihrem Geschmack gewesen war. Für sie hatte ich alles richtig gemacht. Puuuh. Darauf einen Mini-Burger.





Lasst Euch von niemandem den Spaß verderben!
Herzliche Grüße,
Sarah
    

* In diesem Beitrag sind - umbeauftragt und unbezahlt - diverse Lebensmittelmarken zu erkennen.


      

Sonntag, 18. November 2018

Glücksmomente 11-2018: Zeit für Apfel-Skyr-Crumble und neue Pläne

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Skyrglück


Anfang der Woche war meine Freundin ganz spontan zu Besuch. Weil das Wetter zu ungemütlich war, um gemeinsam mit unseren Hunden eine Runde übers Feld zu laufen, haben wir es uns bei mir zu Hause umso gemütlicher gemacht. Und weil die Gute mich in den vergangenen Wochen immer wieder eimerweise mit Zwetschgen und Äpfeln aus den Gärten ihrer Nachbarn versorgt hat, wollte ich ihr gern einen klitzekleinen Teil davon in Form eines leckeren herbstwinterlichen Apfel-Skyr-Crumbles zurückgeben. 





Wir mögen beide Skyr - ein isländisches Produkt aus entrahmter Kuhmilch, das derzeit auch hierzulande Furore macht. Die Mischung aus Quark und dickflüssigem Joghurt, von der so viele ernährungsbewusste Menschen begeistert sind, hat einen niedrigen Fettanteil (zwischen 0,2 und 0,5 Prozent) und einen hohen Proteingehalt (bis zu elf Prozent). Daher suchte ich im Internet nach einem Rezept für eine Quark-Joghurt-Creme, das ich nach meinem Geschmack etwas umwandelte. Mir gefällt daran, dass es schnell zuzubereiten ist (eines meiner wichtigsten Kriterien), dass ich alle Zutaten meistens zu Hause habe, dass es so raffiniert schmeckt und portionsweise perfekt in meine neuen Lieblingsschälchen passt. Zudem fällt es unter die Rubrik Low Carb und somit unter „Futtern ohne Reue“. Hier habe ich das Rezept für Euch:





Apfel-Skyr-Crumble (abgewandelt nach einem Rezept aus IhrWellnessMagazin)



Zutaten (für vier Portionen)


150 Gramm Joghurt (3,5 Prozent Fett)
250 Gramm Quark (Magerstufe)
200 Gramm Skyr
3 Esslöffel Brauner Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 Teelöffel Zimt
2 Gewürznelken
1 Bio-Orange
2 Äpfel
125 Gramm gehackte Mandeln



Zubereitung


Ihr verrührt Quark, Joghurt, Skyr sowie Zucker miteinander und füllt die Creme in kleine Schüsseln (etwas größer als Espresso-Tassen). Dann entkernt Ihr die Äpfel und schneidet sie in kleine Würfel. Jetzt schält Ihr die Orange (Achtung: den Abrieb braucht Ihr noch, also nicht wegschmeißen) und presst sie aus. 

Danach kocht Ihr die Apfelstückchen mit dem Orangensaft, dem Abrieb der Orange, Zimt, Vanillemark sowie Gewürznelken kurz auf und lasst die Mischung etwa fünf Minuten lang bei niedriger Temperatur "simmern", also: köcheln, bevor Ihr sie auf der Creme verteilt. Auf keinen Fall solltet Ihr vergessen, die Gewürznelken wieder herauszunehmen - die schmecken nämlich nicht so lecker beim Draufbeißen. 

Anschließend röstet Ihr kurz die Mandeln in einer Pfanne an (sie sollten jedoch nicht dunkel werden) und streut sie über die Apfel-Skyr-Creme. Wer mag, benutzt ofenfeste Schälchen, vermischt die Mandeln mit 1 Esslöffel Butter und gibt die kleinen Flöckchen darüber. So kann der Crumble noch fünf bis zehn Minuten bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) im Ofen erwärmt werden.




Genauso schön wie ein langes Mädels-Gespräch bei Chai-Tee, Apfel-Skyr-Crumble und Ofengeprassel finde ich übrigens ein weiteres Mädels-Gespräch mit Kaffee und Mineralwasser, zu dem mich eine andere Freundin für diese Woche eingeladen hat.






Gesundes Glück


Der Mäuserich hatte Nasenbluten. Klingt erstmal nicht unbedingt besorgniserregend. Der Mäuserich hatte einmal so heftig Nasenbluten vor vier Wochen, dass es erst nach 30 Minuten zu stoppen war und vier weitere Male in den vergangenen zwei Wochen, dass ich überlegte, stets vorsorglich eine Küchenrolle bei mir zu führen. Außerdem hatte er tagelang nicht wirklich viel Hunger, obwohl er sonst ein sehr, sehr guter Esser ist, morgens häufig Bauchschmerzen und war sehr blass in jener Woche. Das machte mich dann doch zumindest etwas unruhig. Daher ließen wir den kleinen Mann mal von der Kinderärztin durchchecken.





Nicht einen Mucks machte mein tapferer Mäuserich, als ihm relativ viel Blut für unterschiedliche Checks abgenommen wurde. Ein ganzes Wochenende verstrich, bis wir das Laborergebnis der Untersuchung bekamen: Der Mäuserich ist kerngesund und hat lediglich etwas trockene Schleimhäute, die wir derzeit mit Nasensalbe befeuchten. Alles gut. Wieder mal. Zum Glück. „Die Hälfte seines Lebens sorgt man sich vergebens“, sagt meine Mama immer. Recht hat sie (Mamis haben schließlich immer recht, das habe ich inzwischen erkannt).





Erleichtert und dankbar tanzte ich nach dem Telefonat mit der Ärztin mit den Mäusen durchs Wohnzimmer. Zwei gesunde Kinder zu haben, ist und bleibt für mich das größte Glück.



Kalenderglück


Die Kommandozentrale unserer Familie befindet sich in unserer Küche. Seitdem unsere vierköpfige Familie komplett ist, hängt dort ein Kalender, in dem jedes unserer Familienmitglieder seine eigene Spalte hat. In die fünfte Säule tragen wir die Geburtstage unserer Verwandten und Freunde ein. Dieser Kalender wird von mir akribisch geführt, weil ich nur so den Überblick über all unsere Termine bewahre. Und von meinem Mann geflissentlich ignoriert, weil er auf die schrille Erinnerungsfunktion vertraut, mit der ich als seine Ehefrau offensichtlich eigens ausgestattet wurde.




Hin und wieder trägt auch mein Mann seine Verpflichtungen ein. Und zwar immer dann, wenn er merkt, dass mein dringend notwendiger Friseurtermin, den ich bereits drei Monate zuvor vereinbart habe, genau auf den Nachmittag fällt, an dem er zu einer von drei Weihnachtsfeiern seiner Firma muss.

Meist ist das am Abend vorher der Fall. Dann schleicht sich mein Mann heimlich in die Küche, um schnell in seine Spalte in Mini-Buchstaben das Wort "Weihnachtsfeier" zu kritzeln: mit drei Ausrufezeichen dahinter, um die Wichtigkeit zu betonen - aber zugleich so unauffällig zwischen all die anderen Termine, als hätte dieser Begriff schon seit Monaten dort gestanden. Teile ich ihm dann spätabends mit, wie sehr ich mich auf meine neue Haarfarbe freue, die ich am nächsten Tag bekommen soll, führt mein Mann mich triumphierend in die Küche, um mir zu zeigen, dass er seine Weihnachtsfeier schon längst in den Kalender eingetragen habe. Seltsam, dass ich dies bisher übersehen hätte. Es stünden doch drei Ausrufezeichen dahinter.




Trotz Überschneidungen hat bisher meistens alles geklappt, was in unserem Kalender stand. Unter Umständen mussten wir Prioritäten setzen - nach dem Motto "Happy Wife, Happy Life" zum Beispiel.

Damit mein Mann in Zukunft seine Termine nicht mehr in kleinen Buchstaben zwischen all die anderen quetschen muss, habe ich jetzt in der Stadt einen noch größeren, besonders hübschen Kalender für unsere Familie gefunden.

Der Alltagsplaner hängt seit zwei Tagen gut sichtbar in unserer Küche und wartet voller Vorfreude darauf, beschrieben zu werden: mit den Arztterminen für Juni, die wir bereits vereinbart haben (wir sind nämlich gesetzlich und nicht privat versichert), unserem Wohnwagen-Urlaub im Juli und den vielen Weihnachtsfeiern meines Mannes im Dezember. All das planen wir schon jetzt. Schließlich wollen wir jeglichen Stress (miteinander) vermeiden. Ich liebe die vielen freien Flächen darin, die wir vier im kommenden Jahr hoffentlich mit vielen neuen Glücksmomenten füllen werden.        


Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für ein Milchprodukt, eine Internetseite und einen Kalender.