Sonntag, 14. Oktober 2018

Glücksmomente 06-2018: Ferien mit Chai-Tee und Zupfkuchen

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. 

Drei bis fünf meiner  Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:

Gärtnerglück


Ich habe Herzchen in den Augen - und zwar jedes Mal, wenn ich einen Blick aus meinem Küchenfenster werfe. Denn da steht es in der Sonne: mein neues Hochbeet, das ich mir so lange gewünscht habe. Bereits vor Jahren hatte ich einen zaghaften Versuch gestartet, in einem kleinen Boden-Beet Salat, Möhren, Radieschen und Tomaten zu züchten. Da unser Hund Oscar hin und wieder das Beinchen an meinem frisch gewachsenen Rhabarber hob und sich die Schnecken über die kleinen Salatköpfe hermachten, was ich so gar nicht lecker fand, gab ich dieses Projekt schnell wieder auf und beschränkte mich vorerst auf den Anbau von Beeren. 




Seit einiger Zeit schwirrte mir die Idee durch den Kopf, es mal mit einem Hochbeet zu versuchen - denn da kommen in der Regel weder Hund noch Schnecken drauf. Weil wir vier, bereits weiß gestrichene, Paletten im Keller stehen hatten, die nach dem Bau unserer DIY-Terrassenlounge noch übrig waren, suchte ich im Internet nach einem Plan für ein Palettenhochbeet, den mein Mann jetzt als kleine Überraschung für mich (wer braucht schon Blumen und Pralinen...;-)) in die Tat umsetzte. 


Men at work


Der Oktober zählt normalerweise nicht zu den Monaten, in denen man noch mit der Aussaat beginnt.  Das weiß selbst ich inzwischen, obwohl ich nicht Mitglied im Team Grüner Daumen bin. Da wir in den vergangenen Wochen jedoch noch immer überwiegend sommerliche Temperaturen hatten, habe ich es gewagt und extra schnell wachsenden Pflücksalat gesät. Als sich Anfang der Woche die ersten Mini-Pflänzchen zeigten, habe ich mich total gefreut. Ich hoffe, die kleinen grünen Köpfchen geben jetzt noch ordentlich Gas, damit wir vor dem Frost unseren ersten Salat ernten und essen können.




Chaiglück

Zu meinen festen Ritualen am Tag gehören erst ein Milchkaffee am Vormittag, den ich mir selbst mache, nachdem ich die Kinder weggebracht habe. Als kleine Belohnung für den morgendlichen Aufweck-Bettenmachen-Waschen-Zähneputzen-Sockensuchen-Müslizubereiten-Pausenbrotmachen-Zöpfeflechten-Mützefinden-Mäusewegfahren-Stress. Und dann ein Kaffee am Nachmittag mit extra viel Milchschaum, den mir häufig mein Mann zubereitet, wenn er mal etwas früher von der Arbeit kommt. Denn der ist als Barista unschlagbar. In diesen zwei Lieblingsmomenten am Tag komme ich kurz zur Ruhe, um direkt danach weiter durch Haus, Garten und die Gegend zu flitzen. Zwei halbe Tassen mild - mehr Kaffee vertrage ich nicht, ich könnte sonst abends nicht einschlafen.

In meine morgendliche Kaffee-Routine habe ich in dieser Woche etwas Abwechslung gebracht: Ich trinke jetzt Chai-Tee. Und zwar so, wie ich ihn vor neun Jahren zum ersten Mal mit meinem Mann in New York getrunken habe: mit wenig, tiefdunklem Rotbuschtee mit Kräutern, Gewürzen, Honig, Vanille, Zitrone und ganz viel leckerem Milchschaum. Ich war damals direkt verliebt in diesen Tee (in meinen Mann sowieso). Seitdem bestelle ich auch in Cafés - wenn vorhanden - lieber Chai-Tee als Latte Macchiato.




Beim Einkaufen habe ich jetzt die Sorte New York Chai von Teekanne entdeckt, die ich mir so zubereite:
  • Ich koche in einem Topf etwas Wasser und fülle etwa ein Drittel einer Tasse damit. 
  • Während der Teebeutel darin etwa fünf bis sieben Minuten zieht, bereite ich mir mit unserem Kaffeevollautomaten Milchschaum zu (Menge: etwa zwei Drittel einer Tasse), den ich anschließend über den Tee gieße. Leicht umrühren, fertig.
So lecker. Ich freue mich schon jetzt wieder auf morgen Vormittag (obwohl uns da der böse Alltag wieder hat, weil die Ferien zu Ende sind).

Ausflugsglück


Urlaub. Endlich Urlaub. Mein Mann hatte die ganze Woche frei. Da wir in diesem Jahr mit unserem Wohnwagen bereits in Holland und Frankreich waren, hatten wir beschlossen, unserer Emma mal eine Pause zu gönnen. Wir sind zu Hause geblieben und haben einige Punkte auf unserer To-Do-Liste erledigt, die dort schon lange standen. Ganz weit oben: Entspannen. Direkt darunter: Ausflüge mit den Mäusen, nähen, Yoga, Kuchen backen, Autoreifen wechseln, meinen Eltern im Garten helfen. Sehr weit unten: Fenster putzen (noch nicht abgehakt). 

Der Edersee bei Asel


Wir haben in den Ferien gleich mehrere nordhessische Naherholungsgebiete unsicher gemacht. Bei der Greifvogelschau im Tierpark Sababurg beobachteten wir bei strahlendem Sonnenschein Falken, Bussarde und unter anderem Adler, die majestätisch über unseren Köpfe kreisten. 


Greifvögel im Tierpark Sababurg bei Hofgeismar 


Cooler Kauz (rechts)


Wir streiften zu Fuß durch den Edersee und suchten auf dem Seeboden nach versunkenen Schätzen - aus Hessens größtem Stausee hat man nämlich das Wasser gelassen. Wir waren im Thermalbad in Bad Karlshafen und im Kletterpark in Kassel. Es war alles so herrlich unkompliziert, weil die Mäuse jetzt schon relativ groß sind, dass wir Punkt eins auf unserer Liste gleich mehrfach durchstreichen konnten: entspannen. Kurzurlaub in der Heimat kann nämlich auch erholsam sein.




Zupfkuchenglück

Die Zaubermaus wollte backen. Allein. Nachdem sie etwa sieben Jahre lang in ihrer Spielküche und im Sandkasten mitunter mehrstöckige Torten zubereitet und mir beim Backen schon häufig geholfen hat, fand sie, dass es nun an der Zeit sei, dass ich ihr endlich meine Küche überlasse. Und das machte ich gern.     




Sie suchte sich aus einem ihrer Kinder-Backbücher "Mein erstes Backbuch - Sendung mit der Maus" ein Rezept für Russischen Zupfkuchen heraus, kletterte auf einen Stuhl, um sich aus meinen Schränken sämtliche Zutaten herauszusuchen und machte sich dann ans Werk. Mehl, Quark, Zucker abwiegen, verrühren, auf ein Blech füllen und unter anderem Teig zupfen: Bis auf das Trennen der Eier schaffte sie alles ohne meine Hilfe. Ich weiß nicht, wer stolzer war: Die Maus auf ihren ersten komplett selbst gebackenen Kuchen oder ich als Mama, die das erste Stück probieren durfte. Es war köstlich (und das sage ich nicht nur, weil ich ihre Mama bin). Das fand die Zaubermaus übrigens auch, die jetzt weiß, wie viel Arbeit in einem Stück Kuchen steckt - und deshalb in Zukunft auch immer schön brav von jedem Kuchen probieren wird, den ihre Mama backt (möge er auch noch so misslungen sein). 




Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.
** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Tierpark, ein Buch und eine Teesorte.
  


Freitag, 12. Oktober 2018

Hex-hex! Pflasterfarbe, wechsel dich! Mit diesem DIY-Trick zauberten wir uns eine dunkelgraue Einfahrt

Ich muss jetzt so manche heimlich gehegte Erwartung an meine Person leider enttäuschen: Ich bin keine Hexe. ;-) Aber ich kann trotzdem zaubern. Weil ich eine Mama bin. Ich kann machen, dass aufgeschürfte Knie von jetzt auf gleich nicht mehr wehtun, dass Spielzeugautos nach einem Frontalsturz vom Balkon wieder hupen, und dass Filzstift auf hellen Couchbezügen unsichtbar wird. Ich kann verloren geglaubte Mini-Legoteilchen im Aquarium wiederfinden und unsere Küche nach dem gemeinsamen Plätzchenbacken innerhalb von einer Sekunde wieder in Ordnung bringen: Ich mache „Abrakadabra“ das Licht aus. Zu meinen legalen Tricks gehören auch kräftiges Pusten und Knuddeln, ein großer Vorrat an Einhornpflastern, Schmutzradier und immer genug Trostschokolade in der Handtasche (für mich selbstverständlich).




Weil mein bezaubernder Mann und ich seit der Geburt unseres ersten Kindes magische Kräfte besitzen, die sich mittlerweile auf alle Bereiche erstrecken, haben wir innerhalb weniger Nachmittage unsere komplette Einfahrt erneuert. Die war nämlich ursprünglich (im Jahr 1987) rot, später verblichen rosa und ist „Simsalabim“ jetzt dunkelgrau. Und zwar ohne dass wir nur einen Stein entfernt oder neu verlegt haben. Es war auch - wieder mal - keine Firma am Werk, die uns die 30 Jahre alte Zufahrt neu gepflastert hat. Nur wir und - Trommelwirbel, „HokuspokusfidibusdreimalschwarzerKaterhexhex“ - drei Eimer Farbe. Klingt unglaublich, ist aber wahr: Wir haben die Steine unserer Einfahrt mit einer speziellen Betonlasur gestrichen. Nur mit einem Pinsel und einer Rolle. 



Neue Farbe, neues Glück: Abschnitt für Abschnitt haben wir die Betonlasur zunächst mit einem Pinsel aufgetragen (hier das Ergebnis der Pinselrunde), bevor wir in einem zweiten Durchgang noch einmal mit der Rolle drübergingen.

Gekostet hat uns die neue Einfahrt, die jetzt in einem satten Anthrazit glänzt, gerade mal 75 Euro (etwa 25 Euro pro 2,5-Liter-Eimer). Und unsere Einfahrt misst gute 50 Quadratmeter. Verglichen mit den Kosten für neue Steine in dieser Größenordnung, ist das ein Klacks. Weil unsere Pflasterrenovierung im Handumdrehen nach einer kleinen Sensation klingt, haben uns unsere Nachbarn mit ähnlich alten Einfahrten und Gartenwegen bereits in Scharen besucht.





Die Betonlasur soll laut Hersteller eigentlich die verblichenen Farbtöne älterer Steine (unter anderem auch Gehwege) wieder auffrischen. Wir haben mit der Lasur gleich für einen kompletten Farbwechsel gesorgt: von leicht altbackenem Rosa hin zu modernem Dunkelgrau. Auch sämtliche Flecken sind unter dem Anstrich nahezu verschwunden, die sich im Laufe der Jahre auf den Pflastersteinen angesammelt haben. 



Vorher...nachher

Denn das war der Auslöser für unsere Pflastermalerei: Nachdem wir sämtliche Teile unseres Wohnwagens ausgebaut und weiß gestrichen hatten, war auch unsere Einfahrt weiß gepunktet. Ich halte nämlich Abdeckfolien allgemein für überflüssig, da ich Farbe sowieso überall hinkleckse, nur eben nicht auf Abdeckfolien - und erst recht nicht auf die zu streichenden Teile. Sämtliche Reinigungsmittel halfen nicht - auch mit Hochdruckreiniger und Stahlbürste ließen sich die vielen, vielen Farbspritzer nicht entfernen. Unsere Einfahrt sah furchtbar aus: farblich betrachtet - die Steine an sich waren noch super in Schuss. Im Internet stieß ich auf diese spezielle Betonlasur, die relativ neu auf dem Markt und auch in unserem Baumarkt in Rot, Hellgrau sowie Anthrazit erhältlich ist. 


Nach der Renovierung unseres Wohnwagens Emma mussten wir auch unsere Einfahrt neu streichen. 

Wir entschieden uns für Anthrazit, weil wir uns davon die höchste Deckkraft versprachen. Da unsere Steine schon sehr alt sind und ein leicht angeraute, offenporige Oberflächenstruktur haben, nahmen sie die Lasur gut auf. Zuvor hatten wir unsere Einfahrt mit dem Hochdruckreiniger gesäubert und die Fugen von Unkraut befreit. Das beste Ergebnis erzielten wir, indem wir die Lasur zuerst satt mit einem Pinsel auftrugen und in einem zweiten Durchgang noch einmal mit einer Rolle. Mein Mann setzte sich beim Streichen auf ein Rollbrett und fuhr damit zwischen den Steinen hin und her, was für ihn und seinen Rücken bequemer war. 




Bereits nach einer Stunde war die Farbe im ersten Abschnitt getrocknet - wir warteten dennoch eine Nacht, bis wir die Steine wieder betraten - und ich meine Deko endlich wieder im Eingangsbereich platzieren durfte. Das Ergebnis ist phänomenal. Die ersten Monate mit Regen, Kreidemalerei der Mäuse und ganz viel Hin- und Herfahrerei mit dem Auto sind inzwischen vergangen. Die Lasur, die nach Angaben des Herstellers UV-, witterungs- und unter anderem frostbeständig sein soll, wirkt noch genauso frisch wie direkt nach dem Auftragen. Und sollte sie irgendwann einmal verblassen, streichen wir (= mein Mann) unsere Einfahrt einfach erneut.





Da das Umfärben der Plastersteine so gut geklappt hat und wir noch etwas Farbe übrig haben, überlegen wir uns, ob wir auch die hellen, grobporigen Granitfliesen auf der Terrasse damit streichen. Weil jedoch auch Magier mal müde sind und ihre Zauberkräfte aufladen müssen, verschieben wir das vielleicht lieber aufs Frühjahr. 

Macht‘s Euch schön
Herzliche Grüße,
Sarah


* Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung für ein Produkt, das wir selbst ausgesucht und mal wieder selbst bezahlt haben. 

Sonntag, 7. Oktober 2018

Glücksmomente 05-2018: Gegrillt, geordnet, geschnappt

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. 

Drei bis fünf meiner  Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:

Pizzaglück


Zu trocken, zu wenig und noch dazu falsch belegt oder zu spät geliefert: Mit Pizza vom Lieferservice waren wir bisher nie so ganz zufrieden. Seit einigen Jahren machen wir unsere Pizza daher am liebsten selbst. Das kostet zwar Zeit, spart aber auch viel Geld. Und es ist so herrlich gemütlich. Ich liebe es, wenn wir bei unserem heimischen Pizzabuffet in Jogginghose und Kapuzenpulli am Esstisch sitzen, vor uns nebeneinander vier ganz unterschiedlich belegte Pizzen, die wir Stück für Stück probieren. So auch jetzt wieder.




Wir haben lange gesucht und viel ausprobiert, bis wir Rezepte für den - nach unserem Geschmack - perfekten Teig und eine grandiose Sauce gefunden haben. Schließlich wollten wir Pizza wie bei unserem Lieblingsitaliener essen, jedoch ohne dafür unser Haus zu verlassen. 




Nach unzähligen Versuchen hat mein Mann herausgefunden, wie dünn er den Teig ausrollen muss, damit unsere Pizza zugleich kross und weich genug für Mäusezähnchen ist. Und ich weiß nach ähnlich vielen Versuchen endlich, welche Kräuter in der Sauce von den Mäusen akzeptiert (Oregano, Basilikum, Petersilie) - und welche mit angewidertem Blick akribisch an den Tellerrand sortiert werden (Rosmarin, Thymian). 

Früher hat mein Mann unsere Pizza im Ofen zubereitet (das geht auf unterster Stufe bei 250 Grad auch super), heute backt er unsere Pizza draußen auf dem Grill (genauer gesagt: im Grill - wir haben einen mit Deckel). Denn nachdem wir den ganzen Sommer über Würstchen, Steaks und Gemüse gegrillt haben, stehen bei uns beim Herbst-Winter-Grillen eher Pizza und Braten auf dem Programm.

Drei unserer wichtigsten Tricks, die wir nicht nur beim Pizza-Grillen im Kugelgrill, sondern auch beim Pizza-Backen im Ofen anwenden: 
  • Ich verwende italienisches Pizzamehl (Typ 00), das unter dem Namen "Farina Special per Pizza" in vielen Lebensmittelgeschäften zu finden ist. 
  • Ich lasse die Sauce sehr lange auf dem Herd köcheln, bis sie ordentlich eingedickt ist.
  • Ich gebe ein paar Tropfen Olivenöl auf die fertig belegte Pizza, bevor wir sie auf den Grill geben oder in den Ofen schieben.
  • Ich nehme am liebsten Mozarrella, den wir - in Stückchen gezupft - auf der Pizza verteilen.
  • Wir achten auf die Reihenfolge beim Belegen: Auf den Teig kommt erst die Sauce, dann der Käse und schließlich Schinken oder Salami, Tomatenscheiben, Paprika, Mais und zum Beispiel Peperoni.

Rezept für unsere DIY-Pizza: 

(ergibt etwa sechs große Pizzen) 

Teig 
(angelehnt an ein Rezept von BBQ Pit, das ich leicht abgewandelt habe)


Nein, das sind nicht meine Hände. Sie gehören meinem Mann.

Zutaten: 
  • 800 Gramm Pizzamehl Typ 00
  • 400 Milliliter warmes Wasser
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 60 Milliliter Olivenöl
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Teelöffel getrockneter Oregano

Zubereitung:


Ihr gebt zunächst die Hefe in das warme Wasser, fügt dann alle weiteren Zutaten hinzu und vermengt alles miteinander. Entweder knetet Ihr den Teig etwa 15 Minuten lang mit der Hand oder mehrere Minuten lang mit dem Knethaken Eures Handmixers beziehungsweise Eurer Küchenmaschine. Wenn der Teig geschmeidig ist, lasst Ihr ihn in der Schüssel etwa zwei Stunden an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann formt Ihr mit bemehlten Händen sechs gleich große Pizzen (etwa drei Millimeter dünn) aus dem Teig. Kleiner Tipp: Wer mag, kann die übrigen Teigportionen auch in kleinen Gefrierbeuteln bis zu einer Woche im Kühlschrank lagern, um ein weiteres Mal Pizza zu backen. Oder sie einfrieren und später bei Bedarf wieder auftauen.

 Sauce:

(angelehnt an ein Rezept aus der WDR-Kochsendung Kochen mit Martina und Moritz)




Zutaten:
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 große Dose geschälte Tomaten
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Rosmarinzweig
  • 3 Petersilienstängel
  • 1 Teelöffel getrockneter Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung: 

Ihr schneidet Zwiebel sowie Knoblauch in kleine Stückchen und dünstet sie in einem flachen Topf oder einer Pfanne an - sie dürfen jedoch keine Farbe annehmen. Dann gebt Ihr alle weiteren Zutaten hinzu, lasst die Sauce einmal kurz aufkochen und dann bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten lang köcheln, bis sie zu einer dicken, streichfähigen Masse geworden ist und extrem lecker duftet. Den Rosmarinzweig entferne ich, bevor ich die Sauce gleichmäßig dünn auf den Teig streiche, den die Mäuse und wir nach Lust und Laune belegen. 




Ordnungsglück



Je mehr unser Alltag im Chaos der Arztbesuche, Kinderkrankheiten, Tests und Termine versinkt, desto mehr freue ich mich darüber, dass wenigstens in unseren Schränken Ordnung herrscht. So lange zumindest Tuben, Tigelchen und Dosen brav in Reih und Glied stehen, habe ich das Gefühl, unser Familienleben noch einigermaßen im Griff zu haben. Klingt ein bisschen nach Zwangsneurose, ist es aber nicht. Hoffe ich zumindest.




Gleich zwei unserer Schränke und Regale habe ich in dieser Woche aufgeräumt und entrümpelt: unseren Badschrank unter dem Waschbecken und das große Kellerregal, in dem ich gebrauchtes Spielzeug und Kleidung der Mäuse für Basare beziehungsweise Kleinanzeigen aufbewahre. Ich mag das Gefühl, unser Haus und mich von Dingen zu befreien, die alt und kaputt sind, die mir nicht mehr gefallen oder die ich nicht mehr brauche. Indem ich sie an Nachbarn, Freundinnen oder im Kindergarten verschenke, auf Basaren oder übers Internet verkaufe und kaputte Dinge wegschmeiße, schaffe ich Platz: nicht immer gleich für Neues, ich sorge zunächst einmal für Freiräume. So kann positive Energie besser durch unser Haus fließen und bleibt nicht an nutzlosem Gerümpel hängen (das habe ich übrigens aus der lesenswerten Ordnungsbibel Feng Shui - Gegen das Gerümpel des Alltags). 




Ich gehe gern aufgeräumt durchs Leben. In allen Bereichen. Deshalb kläre ich Konflikte auch möglichst direkt und trenne mich auch immer wieder von Menschen, die mir oder meiner Familie nicht gut tun. 
Alles was mich nicht glücklich macht, kann weg. Ob aus meinen Schränken oder aus meinem Herzen. 




Basarglück



Der große Kindersachenbasar in unserer Kleinstadt ist vor allem bei uns Müttern sehr beliebt (hier passiert ja auch sonst nicht viel). Ich hatte Glück: Meine Freundin hat mir netterweise ihren Verkaufstisch überlassen. Deshalb habe ich in den vergangenen zwei Wochen gemeinsam mit den Mäusen emsig Spielzeug und Klamotten aussortiert, die sie nicht mehr wollten oder die ihnen nicht mehr passten. Mit drei Umzugskisten sowie vier großen Tüten voll mit Kleidung und Spielsachen, einer Bücherkiste und einem Kasperltheater fuhren wir am vergangenen Sonntag zur Mehrzweckhalle. Mit zwei Umzugskartons, leeren Tüten, einer nur noch halbvollen Bücherkiste und (leider auch) dem Kasperltheater kehrten wir wieder zurück. 


Unser Keller hat sich deutlich geleert. Die letzten drei Kartons, die Bücherkiste und das Kasperltheater werden wir bestimmt auch noch los - entweder auf dem nächsten Basar oder bei einer Spendenorganisation.


Ich war glücklich über unsere Bilanz: Ich habe nämlich nicht nur gut erhaltene Kindersachen zu niedrigen Preisen an Familien weitergegeben, die sich über diese Schnäppchen freuen. Auch ich selbst habe einige Schnappis ergattert: Langarm-Shirts, gefütterte Chucks, eine senffarbene Daunenweste, eine Handball-Tasche und unter anderem ein Playmobil-Wohnmobil für den Mäuserich. Ein Einrad, Bücher und Schuhe für das kommende Frühjahr für die Zaubermaus. Mit einer Modenschau, bei der uns die Mäuse ihre neuen Errungenschaften präsentierten, endete für uns ein rundum gelungener Basartag. 


Ein Teil meiner Beute: alles für die Mäuse - mal wieder.


Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.
** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für eine Internetseite, Lebensmittel, eine TV-Sendung und ein Buch.





Sonntag, 23. September 2018

Glücksmomente 04-2018: Pferdekoppelkuchen, Pechvogel und Pflaster

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. 

Drei bis fünf meiner  Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:

Geburtstagskuchenglück



Mit dem finalen „Mama-ich-muss-nur-noch-fünfmal-schlafen“-Countdown (wir waren bei "nur noch 112-mal schlafen" gestartet) begann die Geburtstagswoche der Zaubermaus. Am Freitag ist meine kleine-große Tochter acht geworden. Eine ganze Woche benötigten wir, um ihre Party des Jahres vorzubereiten. 


Die Einladungskarten

Wir besorgten und verpackten Geschenke, dekorierten das Haus in Rosa, Lila und Pink, machten einen Großeinkauf, einen Klein-Einkauf für frisches Obst sowie Gemüse, einen weiteren für die Sachen, die ich dabei vergessen hatte, und einen letzten für all die Dinge, die mir zwei Stunden vor Ankunft der neun Gäste spontan einfielen, bereiteten Spiele vor und ich verbrachte ein paar Stunden in der Küche, um Geburtstagskuchen sowohl für die Klassenkameraden als auch die Party am Nachmittag zu backen. 


Kleine Ballerina-Torte für unser gemeinsames Frühstück vor der Schule


Monstermuffins für die Klassenkameraden der Zaubermaus

Begeistert von dem Reitkurs, den sie in den Sommerferien besucht hatte, hatte sich die Zaubermaus einen Pferdekoppel-Kuchen für ihren Geburtstag gewünscht. Inspiriert von der Pferdetorte, die meine Freundin für ihre Tochter im vergangenen Jahr gebacken hatte, legte ich los. 


Reparaturbedürftig: Es dauerte ein wenig, bis die Schokostäbchen an den Kinderriegeln kleben blieben. Kleiner Tipp: Den Lebensmittelkleber beziehungsweise den Zuckerguss etwas antrocknen lassen.

  • Ich bereitete einen herkömmlichen Käsekuchen auf einem Blech zu (es eignet sich übrigens auch nahezu jeder andere Blechkuchen mit relativ festem Belag). 
  • Nach dem Abkühlen rollte ich zwei Packungen Fondant in Weiß aus und legte sie nebeneinander über den Kuchen. 
  • Auf die eine Hälfte des Kuchens gab ich grüne Mini-Perlen als Streudeko. 
  • Für den Zaun nahm ich 14 Kinderschokoladenriegel (für die Umrandung eines gesamten Blechkuchens benötigt ihr doppelt so viele - is' klar, ne?😂) und steckte sie durch das Fondant in den Belag. 
  • Mit Lebensmittelkleber (es geht auch Zuckerguss) befestigte ich etwa 15 Schokostäbchen ("Mikado") an und auf den Schokoladen-Pfosten. 
  • Aus kleinen Waffeln, die ich aneinander lehnte, wurde ein Trog, in den ich für jeden der Gäste eine kleine Marzipan-Möhre legte, die in der Regel im Geschäft bei der Kuchendeko zu finden sind. 
  • Die Pferde borgte ich mir bei der Zaubermaus. 
  • Und auf die andere Hälfte des Kuchens legte ich eine Acht aus zwei Kreisen, die ich mithilfe einer runden Schablone aus lilafarbenem Fondant gefertigt hatte: Ich nahm eine Tasse, stellte sie auf das Fondant und schnitt mit dem Messer erst rund um den Boden. Dann drehte ich sie um und fuhr mit dem Messer den etwas größeren oberen Rand der Tasse nach. 
  • Ein paar Streuherzen und Kerzen dazu - fertig. Ging relativ schnell und relativ leicht. 



Ich weiß nicht, wer sich am Freitag mehr gefreut hat: Die Zaubermaus, als sie ihren Überraschungskuchen bestaunte und sich mit ihren Freunden darüber hermachte, oder ich, als ich ihr dabei zusah.


Unglücksglück



Man könnte meinen, dass der Mäuserich ein kleiner Pechvogel ist. Wenn 25 Kinder nacheinander über einen Graben hüpfen, ist er derjenige, der darin landet. Wenn 50 Kinder auf einer Mauer balancieren, ist er derjenige, der daneben tritt und auf den Boden knallt. Und wenn 100 Kinder durch den Stadtpark flitzen, ist er derjenige, der gegen einen Baum läuft. Nicht, weil er schlecht sieht oder besonders ungeschickt ist - mit Augen, Koordination, Konzentration und unter anderem Motorik ist alles in bester Ordnung. 




Der Mäuserich leidet in manchen Situationen einfach nur unter Murphys Gesetz: „Anything that can go wrong, will go wrong.“ In seiner Urfassung lautet diese Lebensweisheit, die auf den amerikanischen Ingenieur Edward A. Murphy nach einem misslungenen Experiment im Jahr 1949 zurückgeht, so:
„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“   (Quelle: wikipedia)
Jemand = mein Sohn.  Inzwischen haben sich zahlreiche Wissenschaftler ernsthaft mit diesem witzig klingenden Gesetz "Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen" befasst: Das Paradoxe an Murphys Gesetz sei, dass für Dinge, die schiefgehen, zwar sehr häufig Menschen verantwortlich seien. Aber auch bestimmte Faktoren, die nicht in der Macht einzelner Menschen stehen wie zum Beispiel unkontrollierbare Handlungen der Mitmenschen, unbewusste Sabotageakte unseres Gehirns, der unbändige Wille unseres Körpers oder die Tücke des Objekts. Unter Umständen führten alle Faktoren zusammen zur Katastrophe,  lautet ein Fazit.






So auch am Donnerstag, als ich - inmitten der Geburtstagsvorbereitungen - einen Anruf aus dem Kindergarten bekam, weil der Mäuserich beim Spielen draußen mit viel Karacho und dem Kopf gegen einen Betonpfosten gelaufen war. Ich ließ alles stehen und liegen, holte ihn ab (da lächelte er bereits ein wenig) und fuhr mit ihm zur Kinderärztin. Sie begutachtete unter anderem die verhältnismäßig kleine Beule, gab uns einen weiteren Zettel für meine inzwischen beachtliche Sammlung mit Verhaltensregeln bei Kopfverletzungen mit und verordnete Schonung. Alles blieb ruhig.



Weil sein Schutzengel ein weiteres Mal professionelle Arbeit geleistet hatte, bedankte sich der Mäuserich noch am selben Nachmittag bei dem Schutzengel-Schlüsselanhänger an seinem Kindergartenrucksack und abends im Bett betend bei Gott. 





Heute, rund 72 Sorgen-Stunden später, bin ich mir sicher, dass der kleine Mann weder Gehirnerschütterung noch Hirnblutung hatte, und somit mal wieder extrem großes Glück. Möge es immer bei ihm bleiben. Zu wissen, dass wir auch diese kleine Katastrophe überstanden haben, macht mich dankbar und glücklich zugleich.



Pflasterglück




Nein, wir wollten in diesem Jahr nun wirklich keine großen Bauvorhaben mehr rund ums Haus starten. An einem klitzekleinen Mini-Projekt haben wir in den vergangenen Wochen nebenher dann doch noch gearbeitet (ja, war leider mal wieder meine Schuld, sorry, Schatz). Und ich bin megahappy, was das Ergebnis betrifft. 






Wir haben kurzerhand unsere Einfahrt erneuert. Die war nämlich ursprünglich eher altbacken rot gepflastert und ist jetzt hübsch modern dunkelgrau. Und zwar ohne auch nur einen einzigen Stein herauszureißen, neue Steine zu bestellen oder neu zu verlegen. Selbstverständlich auch ohne Firma, in gewohnter DIY-Manier. Wie wir das angestellt haben, verrate ich in Kürze in einem eigenen Beitrag auf diesem Blog. Ich gebe Euch jedoch schon einmal einen kleinen Tipp: "hex, hex"! :-) 


  Macht's Euch schön!

Herzliche Grüße,
Sarah



* Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat. 
** Dieser Beitrag enthält einen Link zu Wikipedia sowie unbeauftragte und unbezahlte Werbung für Kinderschokolade.





Sonntag, 16. September 2018

Glücksmomente 03-2018: Staunen, Stolz und Herzenswärme

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. 

Drei bis fünf meiner  Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:

Mamiglück


Das An- und Ausziehen dauert beim Mäuserich in der Regel sehr, sehr lange. Vor allem morgens, wenn wir es sehr, sehr eilig haben. Dabei kann sich der kleine Kerl schon seit geraumer Zeit allein ein Shirt richtig herum über den Kopf streifen, den Hosenknopf schließen und seine Schnürsenkel binden. Da er währenddessen jedoch unentwegt plappert, mindestens zweimal das Bad verlässt, um ein Spielzeug zu holen oder sich mit seiner Schwester zu streiten, benötigt der Mäuserich mitunter mehr als zehn Minuten, bis er seine drei, vier Kleidungsstücke an- beziehungsweise abgelegt hat, die mein Mann und ich anschließend vom Boden, aus der Legokiste und sogar schon aus dem Aquarium fischen durften. 




Dass er in weniger als 60 Sekunden aus Strickjacke, T-Shirt sowie Hose schlüpfen und diese sogar übereinander auf einen Stuhl legen kann, hat unser Sohn am Donnerstag der Ärztin des Gesundheitsamtes und mir bewiesen. Ich war beeindruckt.

Die schulärztliche Untersuchung war ein wichtiger Schritt in Richtung Schule für den Mäuserich, der gerade sechs geworden ist. Und für uns als Eltern. Zwar wussten wir - aufgrund der bisherigen Untersuchungen durch Kinder-, Augen- und HNO-Ärzte, dass unser Sohn fit ist, gut hören und sehen kann. Dennoch waren  wir  gespannt, wie er die verschiedenen Tests meistern würde, die Auskunft über seine Entwicklung und etwaigen Förderbedarf geben sollten.




Während der Mäuserich souverän Aufgabe für Aufgabe löste, also malte, zählte und erzählte, schaute und hörte ich ihm mit einer Mischung aus Staunen, Stolz sowie Freude zu. Dass unsere beiden Kinder so gesund und munter sind, ist keine Selbstverständlichkeit (nicht nur, weil es sich damals beim Mäuserich um eine Risikoschwangerschaft handelte), sondern generell großes Glück. Dafür bin ich dankbar.

Ich freute mich sehr, als die Ärztin die positive Beurteilung für den regulären Schulstart im kommenden Jahr schrieb. Der Mäuserich freute sich, dass wir den Rest des Vormittags allein auf der Skaterbahn verbrachten, wo er Runde um Runde mit seinem Roller drehte. Zufrieden mit sich und dem Tag und ganz schön müde ließ sich der kleine Racker abends von seinem Papa in den Schlafanzug helfen - seine Jeans hatte er zuvor in die Badewanne geworfen. Ach, was soll's: Ich weiß ja, was mein kleiner Großer alles kann, wenn er will.


Teppichglück


Ich gehe liebend gern shoppen - aber nur, wenn ich dabei möglichst wenig Geld ausgebe. Schließlich bin ich passionierte Schnäppchenjägerin. Die Kreditkarte hemmungslos glühen zu lassen, ist nämlich  aus meiner Sicht keine große Kunst - das können einige: Man betritt das Geschäft seiner Wahl, lässt sich - womöglich noch mithilfe einer kompetenten Fachverkäuferin - ein komplettes Outfit in der passenden Größe, vielleicht sogar Ton in Ton, zusammenstellen, geht zur Kasse und zahlt. Ein Kinderspiel.

Ich betrachte Shoppen hingegen als Challenge: Stets akribisch Preise vergleichend, klappere ich mitunter die halbe Innenstadt ab. Zu Fuß. Der Nervenkitzel, den so mancher beim Roulette oder Fremdgehen sucht, besteht für mich unter anderem darin, nicht zu wissen, ob mein Lieblingsteil, auf das ich bereits im Frühjahr ein Auge geworfen habe, im Schlussverkauf im Herbst noch da ist und auf mich wartet. Ist es weg, sollte es halt nicht sein. Dann suche ich mir eben ein neues Objekt der Begierde.




Ich freue mich jedes Mal riesig, wenn ich im Sale Glück habe - was erstaunlicherweise relativ häufig vorkommt. In dieser Woche zum Beispiel: Der beige-schwarze Outdoor-Teppich, den ich bereits im Frühling in einem Deko-Geschäft ins Herz geschlossen habe, stand Anfang der Woche noch zusammengerollt in einer Ecke des Ladens. Und zwar um mehr als 50 Prozent reduziert. Verliebt grinste ich über beide Ohren, als ich mit meinem unförmigen Bündel zur Kasse ging und es anschließend durch die halbe Innenstadt schleppte.

Herzchen in den Augen habe ich auch jetzt jedes Mal, wenn mein Blick im Wohnzimmer auf unseren neuen Teppich fällt. Ja, genau: im Wohnzimmer. Nachdem nämlich bei uns schon mehrere Teppiche wieder rausgeflogen sind, weil sie einfach zu zartbesaitet für unsere Kinder und den Hund waren,  schwören wir nämlich indoor ausschließlich auf Outdoor.




Mein Mann freut sich doppelt über meinen Fund: Unsere Kreditkarte wurde wenig strapaziert und er hat ein weiteres Objekt, das er mit dem Kärcher reinigen kann.                      


Herbstglück


Herbstblues kenne ich nicht. Wenn die Tage kürzer und kälter werden, mache ich es mir zu Hause umso gemütlicher. Seit Mitte der Woche habe ich damit begonnen, unser Haus und mich auf die bald folgenden, kühleren Monate einzustellen. Dazu gehört für mich:



  • Holz für den Kaminofen für Mitte Oktober zu bestellen,
  • die sommerlichen Kissenbezüge von der Bank vor der Haustür und auf der Couch im Wohnzimmer gegen Bezüge in Herbstfarben wie Petrol, Weinrot oder Dunkelgrau auszutauschen,
  • die maritime Sommer-Deko wie Muscheln, Ahoi-Flagge und unter anderem Seesterne auf den Dachboden zu bringen,
  • den Türkranz mit einem neuen, herbstlicheren Anhänger zu versehen,
  • die kleinen Blumentöpfe auf der Terrasse und im Eingangsbereich mit Heide, Hebe und unter anderem Stacheldrahtkraut zu bepflanzen,
  • Büsche und Lavendel einen flotten Rückschnitt zu verpassen,
  • die wärmeren Steppdecken vom Dachboden zu holen, zu waschen und draußen zu trocknen (das geht bei den angenehmen Temperaturen derzeit noch recht schnell),
  • den Inhalt der Mäuse-Kleiderschränke zu überprüfen (was ist zu klein geworden, was nehme ich mit auf den Basar, was muss ich neu besorgen?)


  • lange Unterhosen, lang geschnittene Unterhemden und Strumpfhosen für die Mäuse zu kaufen,
  • unsere anthrazitfarbenen Vorhänge im Wohnzimmer aufzuhängen, die im Frühling und Sommer in einer Kiste auf dem Speicher lagern und im Herbst direkt für mehr Gemütlichkeit und Wärme sorgen,
  • die Laternen vor der Haustür, auf dem Balkon und der Terrasse mit neuen Batterien zu bestücken. 
Mit einer wärmenden Decke im Bett, wärmender Wäsche in den Schränken der Mäuse, einer wärmenden Tasse Tee in der einen und einem herzerwärmenden Stück Apfelkuchen in der anderen Hand bin ich schon jetzt bestens gewappnet für die kommende Jahreszeit - ein gutes Gefühl. 



   
Macht's Euch schön! 
Herzliche Grüße,
Sarah

* Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.