Samstag, 9. Januar 2021

Glücksmomente 02-2021: Schwarz wie Treppenholz, weiß wie Schnee und rot wie mein Kopf

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbst genähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Treppen-Glück


Die Natur hat meinen Mann mit einem Alarmsignal ausgestattet, an dem ich erkenne, wann Schluss ist. Er hat da diese Ader rechts am Hals, die immer dann strohhalmdick anschwillt, wenn er sich anstrengt oder ich ihn geärgert habe. Keine Sorge, es ist nicht die Halsschlagader. Er selbst wird dann immer ganz leise, aber seine Ader, die pocht auf 180. Dieses Merkmal scheint genetisch so relevant zu sein, dass mein Mann es unserem Sohn vererbt hat. Wenn beide Adern um die Wette pulsieren, suchen wir Mädels stets das Weite.




Die Ader meines sonst so ruhigen, ausgeglichenen, liebevollen Mannes habe ich in den vergangenen Jahren relativ häufig beobachtet, als er gegen unser Treppenhaus mit aller Kraft kämpfte: sein größter Gegner nach der dreireihig gepflanzten Berberitzenhecke, die er tagelang blutüberströmt ausbuddelte, und das alte Betonfundament unserer Terrasse, das er wochenlang schweißüberströmt ausgrub. Jedes Mal war die Ader außer sich. 





Die verschiedenen Schritte, in denen er unser vormals offenes Treppenhaus aus den 1980er-Jahren in ein geschlossenes umwandelte, zogen sich über vier Jahre. Mein Mann hat nicht nur das ehemals schwarze Eisengeländer ummantelt und uns einen Wäscheschacht vom Obergeschoss bis in den Keller selbst konstruiert. Er hat unter anderem auch die meterhohen Wände eigenhändig in einer waghalsigen Kletteraktion tapeziert und gestrichen. Unser DIY für Fortgeschrittene habe ich ja bereits auf diesem Blog ausführlich vorgestellt



Frisch abgeschabt: Hier ist der Mahagoni-Glanz bereits verschwunden. 


Die Treppe selbst bekam vor ein paar Jahren zunächst weiße Setzstufen und Einbauspots von ihm, bevor mein Mann jetzt jede einzelne Trittstufe mit der Hand abschliff. Eine Maschine hätte noch mehr Staub aufgewirbelt, daher entschied er sich für einen speziellen Schaber. 





Den (vorerst) letzten Abschnitt der Renovierung hat mein Mann in dieser Woche vollendet: Alle 26 Trittstufen vom obersten Flur bis in den Keller hinein sind nun schwarz gestrichen. Der vorherige rötliche Mahagoni-Ton war zwar auch recht hübsch, passte jedoch weder zu unserem Pinienboden noch zur Einrichtung. Weiß war uns zu empfindlich, also entschieden wir uns nach einigen misslungenen Honigton-Versuchen für Schwarz. Und das gefällt uns sehr, sehr gut. 





Nachdem mein Mann seinen Treppenhaus-Gegner nun endgültig besiegt hat, ist auch von seiner Ader nichts mehr zu sehen. Dass mir inzwischen noch eine „Kleinigkeit“ eingefallen ist, mit der unser Treppenhaus noch perfekter als perfekt wäre, verrate ich ihm vorerst lieber noch nicht. Mein Mann arbeitet nämlich seit dieser Woche wieder - und da muss er seinen Hemdkragen schließen können.



Lauf-Glück


Ohne sich der Tragweite ihrer Worte bewusst zu sein, hat mich in dieser Woche eine Seniorin glücklich gemacht, die mir laut Fitness-Tracker in Minute 14.41 bei Kilometer 2.02 und einer anaeroben Herzfrequenz von 166 begegnete. Sie verlangsamte ihren eh schon gemächlichen Schritt, damit ich überhaupt eine Chance hatte, sie in meinem Schneckentempo mit hochrotem Kopf zu überholen, hielt ihren Hund am Halsband und sagte: „Sie können ruhig schnell weiterlaufen, Chanel hat kein Problem mit Joggern.“ Der empörende Gedanke, dass ich ja bereits schnell weiterlief, ja, für meine Verhältnisse sogar rannte, auch wenn es vielleicht von außen nicht so aussah, rückte vollkommen in den Hintergrund. Die Dame hatte „Jogger“ gesagt und mich damit gemeint. Mich. Das hat sie vermutlich an den Schuhen erkannt.  





Seit November bin ich nicht mehr nur eine Yogi. Ich bin jetzt auch eine Joggi. Das klingt für mich genauso neu und seltsam wie „Bis gleich, Spatz, ich geh dann mal laufen“, was ich mittlerweile dreimal die Woche rufe, während ich jedes Mal selbst fassungslos den Kopf darüber schüttele.  


Ich war in meinem Leben schon D-Jugend-Handballerin, Schulsport-Schwänzerin, langjährige Sponsorin diverser Fitnessstudios, Crosstrainer-Besitzerin und Pamela-Reif-Followerin. Heute, in dieser paradoxen Welt, in der wir alles sein können: Batman, Präsident der Vereinigten Staaten, DSDS-Juror und zum Beispiel Einhörner, bin ich plötzlich eine Läuferin. Wartet, kurze Pause, ich muss grad so lachen darüber.


Ganz so leicht war mein Einstieg jedoch nicht. Ich musste zunächst meinen inneren Schweinehund besiegen - ein besonders aggressives, unwilliges Exemplar dieser Rasse, das seit Jahrzehnten meinen Bewegungsdrang beherrscht. Aber ich möchte gern steinalt werden und möglichst lang gesund bleiben, also habe ich meinem Schweinehund ein halbes Jahr vor meinem 40. Geburtstag einen Maulkorb verpasst.

 




Weil ich weiß, wie schwer es ist, sich zum Laufen aufzuraffen, wo doch die gemütliche Couch, das warme Kaminfeuer, das kuschelige Bett oder mitunter sogar die Steuererklärung als unwiderstehliche Alternativen locken, habe ich hier fünf Tipps für Euch:


  • 1. Sucht Euch für den Anfang ein möglichst diszipliniertes Laufdate, mit dem Ihr Euch fest zunächst einmal pro Woche verabredet. Versprochen ist versprochen: Eine gewisse Verbindlichkeit sorgt dafür, dass Ihr schön dranbleibt und nicht beim kleinsten Regenschauer zurück ins Bett kriecht und die Decke bis zum Kinn zieht. Ich startete zunächst mit zwei Freundinnen. Positiver Nebeneffekt: Vor lauter Schnuddeln und Lachen merkten wir gar nicht, dass wir kilometerweit liefen.

  • 2. Fangt ganz langsam an, auch wenn Ihr meint, Ihr könntet wie Usain Bolt direkt lossprinten. Die Mädels und ich sind in einem Tempo gelaufen, in dem wir uns, ohne zu schnaufen, unterhalten konnten. Als ich aufgrund der Corona-Verordnung allein loszog, steigerte ich allmählich mein Tempo, weil ich niemanden mehr zum Schnuddeln hatte und stattdessen hemmungslos hecheln beziehungsweise fluchen konnte.  Ich ging eine Minute, lief eine Minute, ging eine Minute, lief eine Minute - das Ganze stets im Wechsel, zunächst insgesamt 30 Minuten lang. Beim nächsten Versuch waren es zwei Minuten Laufen, eine Minute Gehen. Dann drei Minuten Laufen, eine Minute Gehen und so fort.




  • 3. Steckt Euch kleine, erreichbare Ziele, die Ihr bei Bedarf anpassen könnt. Bei mir ist es eine Brücke, bei der ich spätestens in Minute 15 angekommen sein will, bevor ich den Rückweg antrete, und ein Berg, den ich am Ende meiner Runde am Stück bis nach oben laufe. Zunächst bin ich eigens einen Umweg gelaufen, dann habe ich mich in Trippelschritten bis nach oben gekämpft. Auch habe ich mir fest vorgenommen, einmal am Wochenende und zweimal unter der Woche zu laufen. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe übrigens bewusst auf feste Tage und Zeiten verzichtet, weil sich unser Familienprogramm Woche für Woche ändert.



  • 4. Verzichtet zu Beginn auf teure Laufkleidung: Eigens angepasste Ultra-leicht-slim-easy-Laufschuhe, Hightech-Höschen mit Wasserabperleffekt und Mützen mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher mögen auf den einen oder anderen vielleicht motivierend wirken - mich hätte ein professionelles Equipment anfangs nur unter Druck gesetzt. Ich wollte locker beginnen, stets mit der Option, jederzeit ohne Verluste wieder aufhören zu können. Ich trug meine Yoga-Hose, meine Camping-Funktionsjacke und mein Smartphone in der Hand, als ich zum ersten Mal startete. Inzwischen bin ich etwas professioneller ausgestattet: Ich habe mir nach und nach Funktionsunterwäsche beim Discounter besorgt, eine Laufjacke mit Kapuze, bequeme Turnschuhe, eine Smartwatch, die mich von Kopf bis Fuß kontrolliert, protokolliert sowie im Notfall den Rettungsdienst alarmiert und unter anderem kabellose Kopfhörer für megalauten HipHop. Meine Yogahose trage ich immer noch. Das weiß aber nur ich.




  • 5. Und damit wären wir bei meiner letzten Empfehlung: Das Sprichwort "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung" gilt auch fürs Laufen. Mit Stirnband, Schal und Sporthandschuhen ausgerüstet, bin ich selbst bei Schnee und Regen unterwegs. So hat mein innerer Schweinehund keine Chance, mich von meiner neuen "Leidenschaft" (nun gut, das ist übertrieben) abzuhalten, auch wenn er vor jeder Runde die Zähne fletscht und sich demonstrativ auf die Couch wirft.  

Schnee-Glück


Kein Kino, kein Schwimmbad, kein Museum, kein Theater, keine Kletterhalle, keine Eissporthalle, keine Kartbahn, kein Bowlingcenter, kein Eiscafé, keine Besuche von Freunden und Verwandten - all das, was wir sonst in den Weihnachtsferien mit den Mäusen unternommen und sehr genossen haben, ist dieses Mal ausgefallen. Doch dann zeigte irgendwer dort oben ein bisschen Mitgefühl - so glaube ich zumindest - und schickte auch uns in Nordhessen Schnee, was hierzulande keine Selbstverständlichkeit ist. 




Plötzlich lagen kurzzeitig ein paar zarte Flocken in unserem kleinen Garten - und zwar genau so viele wie die  Zaubermaus und der Mäuserich benötigten: für zwei Schnee-Engel, einen Schneemann und 25 Mini-Klassenkameraden, die sie vor lauter Sehnsucht aus Schnee bauten. 




Dann war die weiße Pracht, die die zwei Raketen auf unserem Grundstück und den Fensterbänken unserer Nachbarn mühsam zusammenkratzten, schon wieder aufgebraucht. 


Schnee-Engel auf Nordhessisch


Wir versprachen ihnen Nachschub und mussten in dieser Woche gar nicht lang danach suchen: Das perfekte Winterwonderland mit puderzuckrigen Feldern, glitzernden Eiszapfen an wattebedeckten Bäumen und dem einen oder anderen Rodelhang lag direkt zu unseren Füßen.




Nach vielen, vielen Bob-Rennen, zahlreichen Purzelbäumen im Schnee und unzähligen Tassen mit heißer Schokolade abends vor dem Kamin bin ich mir jetzt sicher, dass sich die beiden später gern auch an diesen außergewöhnlichen Winter erinnern werden. Und das beruhigt mich sehr.




Macht's Euch schön - jetzt erst recht!

Herzliche Grüße,
Sarah               




*Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für Sportkleidung und eine Smartwatch.



Sonntag, 3. Januar 2021

Glücksmomente 01-2021: Fensterschau, Rückschau und Ausschau

Wisst Ihr, woran ich merke, dass es mal wieder Zeit ist, an dieser Stelle von mir hören zu lassen? Wenn die Gassirunde so manch heimlicher Leserin aus unserer Kleinkleinstadt plötzlich wieder zufällig an unserem Haus vorbeiführt. Denn wenn ich einige Wochen lang auf diesem Blog keine Einblicke in unser Haus und unseren Alltag gewähre, macht sich die Dame höchstpersönlich mit ihrem Hund auf den Weg, um ganz unauffällig hinter ihrer XXL-Sonnenbrille in unsere beleuchteten Fenster zu schauen. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich den ganzen Tag über hinter diesen beleuchteten Fenstern sitze und rausschaue. 





Dass uns jemand ohne An- und Abstand zu nahe kommt, wollen wir nicht riskieren. Wir bleiben ja  jetzt eh alle besser zu Hause. Also biete ich ab sofort wieder online kostenlose Inspirationen rund um die Themen Renovieren und Dekorieren, Ordnung und Chaos, Küchenliebe und Kinderkram an. Getreu dem Motto "Stay home, stay safe, stay away!"





Da bin ich also wieder. Wo waren wir stehen geblieben? Wartet, ich scrolle kurz ein bisschen runter. Ah, ich sehe: Im Mai 2020 habe ich mich zuletzt auf diesem Blog mit ein paar Glücksmomenten gemeldet. Seitdem ist so einiges passiert in unserem Leben - anderes nicht. Corona ist noch da, unser Wohnwagen Emma nicht mehr. Dafür lebt jetzt Hugo bei uns. Doch das erzähle ich Euch mal in Ruhe. 





Jetzt erstmal (Achtung, Spoiler!) die wohl wichtigste Nachricht für einige Verwandt*innen und (Ex-) Bekannt*innen meines Mannes vorweg, die diese Zeilen eh nur hastig überfliegen: Mein Mann ist immer noch mit mir verheiratet. Ja, seit elf Jahren. Ja, glücklich. Das behauptet er sogar selbst ab und zu. Und nun die wohl wichtigste Nachricht für alle Anderen, die uns wirklich mögen: Wir sind weiterhin gesund, munter und sooo dankbar dafür, waren bisher nicht ein einziges Mal in einem Corona-Testzentrum oder in Quarantäne und beten inständig, dass das auch in diesem Jahr so bleibt.





Mit Abstand betrachte ich die vergangenen Monate im Zeitraffer so: 


  • Seit Frühjahr 2020: 

Viele, viele Sorgen und Ängste auf verschiedenen Ebenen rund um diese furchtbar ätzende, kräftezehrende Pandemie; 

    überall: Masken, Desinfektionsmittel, Statistiken, Regeln und Menschen, die sich mal an die AHA-               

    Regeln halten und mal nicht - und zwar mitunter je nachdem, ob sie müssen, wollen oder es ihnen

    situationsbedingt grad eben in den Kram passt;   

    mittendrin: zwei Mäuse, die nach Wochen voller Homeschooling mit Mutti zwischendurch wieder an   

    fünf Tagen pro Woche überglücklich zur Schule gingen und sogar mit Freude ihre Hausaufgaben   

    machten; und zwei Erwachsene, die ihre Jobs zum Glück mit bislang nur wenigen Einbußen behalten            

    durften.

 

  • Juli 2020: 

Ein Nachmittag voller Blut in der Notaufnahme des städtischen Krankenhauses, da ein Mann, der anonym bleiben möchte, "versehentlich" das komplette Paletten-Hochbeet auf den linken (Bar-)Fuß seiner Frau fallen ließ, (nachdem er sie davor viel zu leise gewarnt hatte), die daraufhin mitten in der Sandalen-Saison! unter Tränen ihren frisch pink lackierten Großzehennagel verlor, der noch immer nicht komplett wieder nachgewachsen ist  (ja, sie sind noch immer verheiratet). 







  • Sommerferien 2020:

Ein stornierter Fast-unter-Palmen-Traum-Urlaub-in-Südfrankreich; stattdessen ein spontaner, zweiwöchiger Safety-First-Aufenthalt mit kilometerweitem Abstand zu anderen Menschen im Wohnwagen Emma auf altbekanntem Campingplatz im niederländischen Groede.  





  • August 2020: 

Die allererste Achterbahn-Fahrt im Leben einer Frau (die sich 39 Jahre lang fest vorgenommen hatte, so etwas nie, nie, niemals zu tun), gemeinsam mit ihrem Sohn, für den sie aus Mutterliebe ihre Todesangst überwand. Aber ohne ihren Mann, der zuvor bereits im Kettenkarussell für Kleinkinder fast kollabiert wäre und weiterhin anonym bleiben möchte (japp, sie sind trotzdem noch verheiratet).





  •  Gesamter Sommer 2020:

Viele Nachmittage im eigens angeschafften Garten-Pool samt DIY-Holz-Häuschen für die Sandfilterpumpe (das der anonyme Mann dieses Mal allein mithilfe eines Rollbretts durch den Garten transportierte und somit gar nicht erst auf den Fuß seiner Frau fallen lassen konnte); dafür zum ersten Mal seit fast 40 Jahren kein einziger Besuch im Freibad, weil unter anderem noch nicht klar war, ob Coronaviren eventuell schwimmen können.





  • September 2020:

Erfolgreich bestandene Fahrradprüfung der Zaubermaus: Seitdem müssen wir mit unserer Tochter auf der Straße radeln und uns ordnungsgemäß auch an die passenden Verkehrsregeln erinnern (dabei habe ich mich mit den Mäusen und meiner Rechts-(vor-)Links-Schwäche auf den Bürgersteigen so schön sicher gefühlt).





  • November 2020:

Zwei weiß-gelbe Judo-Gürtel für die Mäuse, die zwischen all dem Tohuwabohu eine Trainingsstunde und offene Turnhalle erwischten, in der sie ihre Prüfung ablegen konnten.


  • Seit das so beschlossen wurde:

Noch mehr Zeit als sonst mit den Mäusen, die ich täglich in der Regel noch vor 12 Uhr von der Schule abhole, weil sie keine Betreuungskinder sind und alle Arbeitsgemeinschaften ausfallen; die nachmittags kaum Verabredungen mit ihren Freunden sowie kein Vereinsprogramm mehr haben. 

Weniger Zeit für mich und zum Beispiel diesen Blog. Aber, so what: Unsere Kinder möglichst unbeschadet und stets fröhlich durch diese noch nie dagewesene sowie manch andere Krise in Zukunft zu bringen, ist für uns als Eltern nach wie vor das Wichtigste. Und das klappt bisher echt gut. Meistens. Häufig. Manchmal. Mitunter sogar selten.  





Wir hatten seit Mai einen ganzen Haufen voller Glücksmomente - trotz der widrigen Umstände. Und - das mag vielleicht absurd klingen - manchmal sogar gerade deswegen. Stichwort: Entschleunigung, Achtsamkeit und so, womit man sich diese Phase durchaus auch immer wieder schönreden kann. Weil ich es mir jedoch angewöhnt habe, so gut wie nie zurückzuschauen und ausschließlich nach vorn, und zwar ganz wichtig: Tag für Tag, berichte ich ab sofort lieber wieder von den aktuellen Augenblicken, die mir ein Lächeln ins Herz zaubern. Und das nicht erst wieder im Mai. Hand aufs Herz. 





Den Beginn mache ich mit einem seelenwärmenden Rezept, das uns vor Weihnachten ein wohliges Bauchgefühl verursachte und uns auch noch an so manchem Wintertag begleiten wird. Weil der Mäuserich in der Schule das Gedicht Bratapfel gelesen hatte und sich so gar nichts darunter vorstellen konnte, machte ich gleich mehrere davon. Eine Premiere für mich, die - kaum zu glauben - auf Anhieb gelang. 


Das Rezept habe ich vor Jahren in einer Zeitschrift gefunden, jetzt ausprobiert und nach unserem Geschmack beziehungsweise Zutaten-Vorrat abgewandelt:



Bratäpfel





Zutaten:

(für vier Personen)


  • 4 große Äpfel (zum Beispiel Pink Lady, Elstar, Braeburn, Jonagold)
  • 60 Gramm gehackte oder gestiftete Mandeln (oder Haselnüsse zum Beispiel)
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 4 Esslöffel Butter
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • Aroma: Rum oder Vanille, wer mag, kann auch eine Vanilleschote auskratzen und das Mark verwenden


Zubereitung:


Ihr heizt den Backofen auf 180 Grad (Umluft) vor und fettet die Auflaufform mit  Butter ein.

Jetzt gebt Ihr einen halben Esslöffel Butter in eine Pfanne und röstet die Mandeln darin goldbraun an. 





Nun lasst Ihr den Rest der Butter in einem Topf schmelzen (anschließend etwas abkühlen lassen). 

Danach gebt Ihr die Marzipanrohmasse in kleinen Stückchen, die Mandeln, das Nelkenpulver, den Zimt und etwas Vanille- oder Rumaroma (nach Belieben) zu der Butter und vermengt das Ganze.





Jetzt wascht Ihr die Äpfel und schneidet den oberen Teil ab (bitte noch aufheben). Anschließend nehmt Ihr das Gehäuse mit einem Messer oder Apfelausstecher großzügig heraus, sodass ein größerer Hohlraum entsteht, in den Ihr die Mandel-Marzipan-Masse füllt. 





Nun setzt Ihr die Deckel wieder drauf und stellt die Äpfel in die Auflaufform. Zum Schluss schiebt Ihr die Auflaufform für etwa 20 Minuten in den Backofen.





Dazu schmecken Vanillesauce oder Vanilleeis zum Beispiel.





Passt bitte gut auf Euch, Eure Liebsten und am besten auch auf alle anderen Mitmenschen auf!


Herzliche Grüße,

Sarah


Dieser Beitrag enthält ausnahmsweise keine Werbung. Höchstens unbezahlt und unbeauftragt für Bratäpfel.

Sonntag, 17. Mai 2020

Glücksmomente 05-2020: Gartenhaus, Gemüse und Geburtstag

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbst genähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Gartenhaus-Glück


Es sind viele kleine und größere „Zufälle“, die unseren Alltag immer wieder turbulent machen. Denkt mein Mann. Dass ich meistens die Finger im Spiel habe, wenn plötzlich alles nicht mehr nach Plan läuft und es hektisch, unbequem, mitunter sogar gefährlich wird, habe ich ihm nämlich noch nicht verraten. 



Bye Bye, altes Spielhaus


Da erwähne ich zum Beispiel vor neun Jahren mal so ganz nebenbei, dass wir uns ja irgendwann einmal einen Hund zulegen könnten, aber nur, wenn mein Mann - erklärter Katzenliebhaber - sich irgendwann an den Gedanken gewöhnt hätte und auch nur, wenn wir dann irgendwann irgendwo zufällig einen passenden Welpen fänden. Und wie es der Zufall so will, kehren wir zwei Wochen später mit einer Hundebox und unserem Westie-Baby Oscar von einer Züchterin aus Darmstadt zurück. 



Seit neun Jahren durch "Zufall" bei uns: unser Oscar


Oder die Sache mit unserem Wohnwagen Emma. Wir hatten bereits eine Ferienwohnung gebucht, als rein zufällig ein ganzer Wohnwagen vom Himmel fiel und direkt in unserer Einfahrt landete, obwohl wir zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal eine Anhängerkupplung hatten (ich berichtete an dieser Stelle). Mein Mann hatte sich das alles stets anders vorgestellt: Statt gelassen einer Hauskatze beim Dösen zuzusehen, gingen wir plötzlich mehrmals am Tag Gassi und statt entspannt unser Auto für einen Urlaub in einer Ferienwohnung zu packen, renovierten wir sechs Wochen lang einen Wohnwagen.



Hello neues Spiel-/Gartenhaus!


Mein Mann hat zwar schon häufiger geahnt, dass ich an so manchem vermeintlichen Zufall nicht unbeteiligt war. Ich habe jedoch stets sämtliche Beweise akribisch vernichtet: die Suchaufträge zum Beispiel, die ich stets bereits Wochen zuvor in diversen Kleinanzeigen-Portalen geschaltet hatte. Aber pssst! Die nächste Suchanzeige läuft.

Einem weiteren "Zufall" sind wir in dieser Woche begegnet. Die Mäuse hatten sich frisch von ihrem Spielhaus getrennt, weil sie - inzwischen zu groß dafür - sich regelmäßig die Köpfe an der Galerie im Innern gestoßen hatten. Wir verkauften das Häuschen schweren Herzens über ein Kleinanzeigen-Portal und versprachen den Mäusen, "irgendwann später einmal" ein größeres für sie zu besorgen. 



Noch nicht fertig - aber das sieht man ja.


Die neuen Besitzer hatten das alte Spielhaus gerade abgeholt, als mir nur eine Stunde später über dieselbe Internet-Plattform ein neues Gartenhaus angezeigt wurde - zufällig in direkter Nähe und zufällig exakt so groß, dass es in die vorgesehene Ecke passte. Spontan setzten wir uns ins Auto und freuten uns darüber, dass uns der Besitzer zufällig seinen Anhänger für den Transport leihen konnte. Was für ein Glück. Dachte ich. Mein Mann sah das ganz bestimmt genauso. Da bin ich mir sicher - auch wenn er das nicht gleich zeigte. Übrigens auch nicht in den Tagen danach.... Nun ja, manchmal braucht echte Freude ein wenig Zeit. 

Statt entspannt auf der Terrasse zu liegen, gedanklich weit weg von irgendwelchen neuen Projekten für Haus und Garten, bauen wir gerade unser neues Häuschen auf, verlegen Randsteine neu und setzen Bäume um. Zufälle gibt‘s... 


Wochenmarkt-Glück



Schon als kleines Mädchen begleitete ich meine Mama jeden Samstag auf den Wochenmarkt der Kleinstadt, in der wir lebten. Und auch heute liebe ich es, in unserer Kleinklein-Stadt, in der wir seit zehn Jahren zu Hause sind, über den kleinen Markt direkt vor dem Rathaus zu schlendern. In der einen Hand halte ich meine Korbtasche, in der anderen die Hand meiner Tochter, die unsere Marktbesuche genauso toll findet wie ich damals.





Wie im Schlaraffenland fühlen wir uns zwischen Obst-, Gemüse-, Fisch-, Fleisch- und Backwaren sowie unter anderem Molkereiprodukten, die in der Regel nirgends so frisch sind und so saftig schmecken wie an den Marktständen. Dass ich mir vorher nie einen Einkaufszettel schreibe, wird mir auf dem Wochenmarkt jedes Mal zum Verhängnis. 

Vollkommen berauscht von all den kräftigen Gerüchen und satten Farben um mich herum, kaufe ich hier vier Zucchini, dort ein Kilo Rhabarber, weiter hinten zwei Fenchelknollen sowie einen Camembert und eine große Portion geräucherten Lachs am stand gegenüber - und merke dann zu Hause, dass ich völlig kopflos viele im Grunde unzusammenhängende Zutaten in meine Tasche gepackt habe, die kaum zu dem restlichen Inhalt unseres Kühlschranks passen. Um daraus gleich mehrere, möglichst einfache, schnelle Gerichte für die Woche zu kochen, bei denen alle Lebensmittel geschickt kombiniert zum Einsatz kommen, ist nach jedem Marktbesuch meine ganze Kreativität gefragt. 





Ich denke jedoch, dass es selbst Sterneköchen hin und wieder ähnlich geht: Kuriose Kreationen wie Kalb und Apfelsaft, Blumenkohl und Schokolade, Austern und Kiwi, die in Spitzenrestaurants unter dem Stichwort "Food-Pairing" gemeinsam auf einen Teller kommen, sind eventuell auch auf Basis unkontrollierter Markteinkäufe entstanden.


Geburtstags-Glück



Der 16. Mai ist für mich jedes Jahr ein besonderer Tag. Einer von denen mit einem fetten Textmarker-Herzchen drumherum im Kalender. Ein Tag mit lebenslanger Käsekuchen-zum-Frühstück-Garantie, mit vielen kleinen Überraschungen - ob in buntem Papier verpackt oder mit einem Strauß Blumen spontan vor der Haustür stehend -,  mit Happy-Birthday-Ständchen, die mir meine Kinder leicht schief, aber wunderschön auf dem Klavier spielen, oder meine Freundinnen am Telefon singen. Mit ganz viel Herzenswärme und unbändiger Freude darüber, dass so viele Menschen an mich denken, auch die, die ich nicht mehr so häufig sehe.




Weil mein 39. Geburtstag auf einen Samstag fiel, konnten wir ganz entspannt in den Tag starten, der in diesem Jahr etwas anders ausfiel als sonst - wegen Abstandsvorgaben, Hygieneregeln, ach, Ihr wisst schon. Wir bummelten zwar nicht - wie ursprünglich geplant - durch meine Lieblingsstadt Hamburg,  schlenderten dafür jedoch über den Wochenmarkt in unserer Kleinstadt und kauften dort frischen Seelachs, Zitronen und Baguette (passte ausnahmsweise alles hervorragend zusammen). Anstatt auf der Terrasse meines Lieblingsrestaurants zu sitzen, aßen wir bei strahlendem Sonnenschein auf unserer eigenen Lieblingsterrasse frisch gegrillten Fisch zu Mittag.


So rosa, so süß: ein Buch von meiner Freundin und ein Kuchen von unseren Nachbarn


Wir machten einen spontanen, komplett kontaktlosen Ausflug an einen See, fuhren zunächst mit einer Sommerrodelbahn und dann Tretboot, probierten anschließend den Kuchen in unserem Garten, den  mir unsere Nachbarn vor die Tür gestellt hatten, und ließen den Abend mit einem Familienfilm auf der Couch kuschelnd ausklingen.












Für mich war dieser Tag perfekt, weil wir das Allerbeste aus ihm machten. Ich hatte meine drei Liebsten in weniger als 1,50 Meter Abstand um mich herum - mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein. 




Es ist, wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst.             


Also: Macht das Beste draus!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.
** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Blog und ein Tagebuch.

Samstag, 9. Mai 2020

Glücksmomente 04-2020: Lieblingsspielplatz, Lieblingsbücher, Lieblingsspeise

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbst genähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag. Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:



Spielplatz-Glück



Schade, dass ich und die Mäuse nicht persönlich dabei waren, als zu Beginn der Woche der Spielplatz in unserem Viertel endlich wieder freigegeben wurde. Mit einem kräftigen Ruck und einem noch kräftigeren "Yippieh"  hätten wir das rot-weiße Absperrband um die verwaisten Spielgeräte zerrissen, das dort wochenlang im Wind geflattert hatte. 





Von dem gestreiften Kein-Zutritt-Band, dessen Bild sich in mein Gedächtnis ähnlich tief eingebrannt hat wie das leerer Toilettenpapier-Regale, Einkaufswagen voller Hamsterkäufe und Menschenschlangen im Supermarkt, war am Dienstagnachmittag nichts mehr zu sehen, als wir an unserem kleinen Spielplatz vorbeikamen. Stattdessen strahlten uns die rote Schaukel, das blaue Dach des Kletterturms und die glänzende Rutsche so einladend entgegen, dass die Mäuse vor Freude sofort ihre Fahrräder auf den eigens frisch gemähten Rasen warfen und sich selbst der Länge nach in den eigens frisch aufbereiteten Sand. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hatten die Spielplätze pünktlich zur offiziellen Freigabe durch die Regierung wieder flottgemacht. An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön dafür!





Ich machte es mir mit einem Buch und einer Tasse Milchkaffee, die ich zwischendurch schnell zu Hause holte, auf der frisch gesäuberten Bank gemütlich, während die Mäuse den kleinen Spielplatz ganz für sich allein hatten. Ich hätte nie gedacht, dass es mir einmal so fehlen würde, nachmittags stundenlang auf einer Spielplatz-Bank zu sitzen und abends tonnenweise Sand aus den Schuhen, Hosentaschen  sowie  unter anderem Kapuzen der Mäuse zu schütten. Weil ich jedoch einmal mehr weiß, dass diese Zeit jederzeit vorbei sein kann - vor allem, weil  meine Kinder so rasend schnell größer werden - genieße ich sie umso intensiver. Und so haben sich die Zaubermaus und der Mäuserich in dieser Woche gleich mehrfach mit einem lauten "Yippieh" in den Spielplatz-Sand geworfen, bis ihnen dieser abends im Bett zu den Ohren rauskam.       

     

Bücherei-Glück



"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Für die einen Eltern ist es lediglich ein hohles Sprichwort, für die anderen ist es die reine Wahrheit. Und die kann unter Umständen ganz schön bitter sein. Da wundert man sich, woher das Kind diese und jene Verhaltensweise hat, fragt ratlos Erzieher, Lehrer, Schwiegermutter, andere Mütter und - in der Regel besonders anklagend -  den eigenen Ehepartner. Dabei könnte doch dieses alte Sprichwort eine ganz klare Antwort geben, wenn man sich nur mal "an die eigene Nase fasst" (mit den Redensarten habe ich es aber heute irgendwie). Auf uns zum Beispiel trifft es in diesem Fall zu: Denn in den beiden Äpfeln, die von meinem Stamm gefallen sind, stecken zwei kleine Bücherwürmer. "Wie die Mutter, so die Tochter und der Sohn", heißt es bei uns. Was das Lesen betrifft, so empfinde ich das als großes Glück.






Ich weiß nicht, wie viele Bücher ich seit meiner Kindheit verschlungen habe, weil ich sie nie gezählt und noch nicht einmal ansatzweise alle aufbewahrt habe. Aber es waren soo viele. Daher freue ich mich mega, dass nicht nur die Zaubermaus (bis jetzt) meine Leidenschaft für Bücher teilt, sondern (bis jetzt) auch der Mäuserich, der seit dem Schulbeginn eifrig lesen gelernt hat. 

Von einzelnen Buchstaben über bunte Silben bis hin zu ganzen Wörtern und schließlich längeren Sätzen in großer Erstleser-Schrift ist er jetzt bei Büchern in normaler Schriftgröße angelangt. Stets im Wettstreit mit seiner großen Schwester darüber, wer wie viele Seiten pro Abend gelesen hat, futtert er sich durch den Lesestoff, den sich der wählerische Knirps am liebsten selbst aussucht.





Weil uns so langsam die eigenen Bücher ausgingen, waren wir sehr glücklich darüber, dass wir in dieser Woche endlich mal wieder unserer Stadtbücherei einen Besuch abstatten konnten, die zwischenzeitlich geschlossen war. Gemeinsam durchstöberten wir die Regale auf der Suche nach Büchern, die die Mäuse ohne meine Unterstützung lesen und verstehen können. 





Mit drei Körben voller Literatur für Mädchen und Jungen (siehe oben) sowie dem Roman Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman für mich kehrten wir zu unseren Fahrrädern zurück, mit denen wir unsere kostbare Bücherfracht nach Hause transportierten. Im Garten fielen die zwei kleinen Äpfel und ihr Stamm direkt über den Lesestoff her, von dem wir uns am Abgabetag in drei Wochen wieder reichlich Nachschub besorgen werden. 





Hier übrigens als kleine Anregung für alle anderen Mini-Leseratten die derzeitigen Lieblingsbuchreihen der Zaubermaus, die rein theoretisch derzeit in die dritte Klasse geht:

1. Mein Lotta-Leben (Alice Pantermüller)
2. Ella in der Schule (Timo Parvela)
3. Hanni und Nanni (Enid Blyton)
4. Das magische Baumhaus (Mary Pope Osborne)      
5. Die Schule der magischen Tiere (Margit Auer)

Der Mäuserich liebt Die Olchis von Erhard Dietl und die WAS-IST-WAS-Reihe Erstes Lesen. Derzeit liest er Der kleine Major Tom von Bernd Flessner.


Mini-Tomaten-Mozzarella-Salat-Glück


Jeden Freitagabend, wenn die Woche voller Homeschooling und Kinderprogramm hinter mir liegt, wenn alle Termine geschafft und Online Banking erledigt sind, wenn mein Haus geputzt und die Wäsche gebügelt ist, wenn die Mäuse vor dem Fernseher oder in der Badewanne sitzen, belohne ich mich mit meinem absoluten Lieblingsgericht: Mini-Tomaten-Mozzarella-Salat. Weil es so schön schnell und unkompliziert ist, weil ich alle Zutaten stets im Kühlschrank sowie auf der Fensterbank habe und weil meiner Seele dieses Soul Food zum Wochenabschluss so gut tut, ist es bei mir seit einigen Jahren bereits Tradition. Aber auch als Beilage zum Grillen, als Mitbringsel für Büfetts oder (frühere und hoffentlich zukünftige) Einladungen bei Freunden habe ich meinen kleinen, feinen Tomaten-Mozzarella-Salat bereits zubereitet. 





Am besten schmeckte er uns übrigens im vergangenen Jahr mit frischem Basilikum und italienischem Büffelmozzarella, als wir mit unserem Wohnwagen Emma in Venetien waren. Eine kleine Flasche Balsamico-Creme packe ich daher stets vor Urlaubsbeginn in einen der Oberschränke meiner kleinen Kochnische.

So, genug geschwärmt. Hier nun das Rezept für Euch:

Mini-Tomaten-Mozzarella-Salat 


Zutaten:


  • eine Kugel (Büffel-)Mozzarella, ich mag jedoch auch die kleinen Mozzarella-Kügelchen
  • etwa 20 Cocktail-Tomaten
  • eine Handvoll Basilikum-Blätter
  • 1 bis 2 Esslöffel Balsamico-Creme
  • 2 Esslöffel Olivenöl (oder auch Rapsöl)
  • eine halbe bis ganze Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer




Zubereitung: 


Ihr verrührt das Öl mit der Balsamico-Creme. Dann halbiert Ihr die Mini-Tomaten, bei Bedarf auch die Basilikumblätter, und zerkleinert den Knoblauch. Nun gebt Ihr Tomaten, Basilikum, Knoblauch und Mozzarella zu dem Dressing und vermengt das Ganze. Zum Schluss würzt Ihr die Mischung mit etwas Salz und Pfeffer. So simpel, so lecker. 



Alles wird wieder gut, Ihr Lieben!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.
** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Blog und diverse Bücher.