Sonntag, 6. Januar 2019

Glücksmomente 01-2019: Abtauchen, aufbrechen, aufessen

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Unterwasserglück



Streng genommen gehört Weihnachten nicht mehr zu den Glücksmomenten der vergangenen Woche, sondern der davor. Es soll hier jedoch nicht unerwähnt bleiben, weil es einfach schön war: einfach und schön, friedlich und fröhlich. Drei Tage lang keinerlei Verpflichtungen zu haben, in Ruhe ganz viel gemeinsame Zeit nur zu viert und viel im Schlafanzug zu verbringen, ohne Stress oder das Gefühl, irgendjemandem irgendetwas recht machen zu müssen, ist für mich das, was ein besinnliches, gesegnetes Weihnachtsfest ausmacht - und das hatten wir. 





Nach Weihnachten ist vor Silvester und genau in der Mitte zwischen den Jahren liegt der Geburtstag meines Mannes. Wir kommen also in diesen Tagen aus dem Feiern nicht mehr heraus. Überhaupt kommen wir in dieser Zeit wenig raus. Für Abwechslung sorgte der Ausflug, den sich mein Mann an seinem Geburtstag gewünscht hatte: Er wollte einfach mal abtauchen. 





Also waren wir im Sea Life in Hannover. Wieder nur zu viert. Ohne Oma und Opa, ohne Schwager oder Schwägerin, ohne Kumpel des Mäuserichs, beste Freundin der Zaubermaus sowie deren Eltern, ohne Kegelclub, Campingclique oder Nachbarnvonschräggegenüber. Ohne Anhang. Wir sind schließlich schon groß. Eine tolle Erfahrung, die wir nur zu gern weitergeben möchten: Also nicht nur das Malganzalleinmitsichbeschäftigen, sondern auch, die beeindruckende Unterwasserwelt in den riesigen Aquarien des Sea Life zu entdecken. 





Fasziniert sahen wir an einem der riesigen Becken zu, wie Rochen gefüttert wurden, die größer waren als der Mäuserich, winkten der Riesenschildkröte Oscar zu, als sie im Ozeantunnel zwischen Haien direkt über unsere Köpfe schwamm, lernten nebenbei, dass bei den Seepferdchen der Papa das Baby austrägt und was die Millionen Tonnen Plastikmüll so alles vernichten, die jedes Jahr im Meer landen. Toll war's: einfach, schön, friedlich und fröhlich.





 Plätzchenresteglück



Vanillekipferl, Mürbekekse, Marzipan-Ausstechplätzchen: Ich weiß nicht, wie viele Plätzchen ich in der Weihnachtszeit mit den Mäusen gebacken habe, aber es waren viele. Sehr viele. Zu viele vielleicht, wenn man bedenkt, dass die Mäuse auch im Kindergarten und in der Schule täglich Kekse aßen, die sie dort selbst hergestellt hatten. Zwei Keksdosen voll mit Marzipan-Spritzgebäck und eine ganze Schoko-Weihnachtsmannschaft hatten wir jetzt noch übrig.





Nachdem wir unseren Weihnachtsbaum am 5. Januar aus dem Haus geschmissen hatten und auch die restliche Weihnachtsdeko wieder in Kisten auf den Dachboden gewandert war, wirkten die beiden Plätzchendosen in meiner Küche recht einsam - wie Reliquien aus einer längst vergangenen Zeit. Nur wohin damit? Unsere Mäuse und mein Mann hatten sich an unseren selbst gebackenen Plätzchen bereits mehr als satt gegessen. Sie selbst zu essen, hielt ich in Anbetracht meiner frisch gefassten  und bisher noch nicht gebrochenen Vorsätze zudem für keine gute Lösung.





Bei dem Versuch, das Kilo Plätzchen und noch ein paar Schokoladen-Nikoläuse ganz schnell verschwinden zu lassen - nach dem Motto "aus den Augen, aus dem Sinn" - bin ich auf dem Blog CookingCatrin auf folgendes Rezept für einen Keks-Reste-Kuchen gestoßen, das ich nach unserem Geschmack etwas umgewandelt habe:


Plätzchenrestekuchen (nach einem Rezept von CookingCatrin)


Zutaten:


2 Schokoweihnachtsmänner (oder andere Schokofiguren) = 250 Gramm Schokolade 
500 Gramm Plätzchen (alle Sorten außer Kokosmakronen oder Pralinen zum Beispiel)
5 Eier
100 Gramm Puderzucker
1 Päckchen Backpulver
Etwas Butter und Mehl für die Form
Gefrierbeutel





Zubereitung:   


Ihr füllt die Plätzchen in einen Gefrierbeutel und haltet ihn mit der einen Hand zu, während Ihr mit einem Nudelholz oder einem Stößel die Kekse darin zerkleinert (so klein wie möglich). Jetzt sind die Schokoweihnachtsmänner an der Reihe: Auch sie zerkleinert Ihr in einem Gefrierbeutel - oder Ihr lasst sie im Wasserbad schmelzen. Dann gebt Ihr die Krümel, Eier, den Puderzucker sowie das Backpulver in eine Schüssel und verrührt das Ganze. Den Teig füllt Ihr nun in eine mit Butter sowie Mehl gefettete Backform (ich nehme eine Gugelhupf-Form) und schiebt ihn bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) für etwa 45 Minuten in den Ofen. Fertig = lecker!






Aufbruchglück


Ich habe ihn kommen sehen, den Jahreswechsel. Daher war ich bestens vorbereitet. Bereits am 1. Januar 2018 war mir bewusst, dass in der Nacht zum 1. Januar 2019 ein neues Jahr beginnen wird. Ich hatte also ausreichend Zeit, die vielen guten Vorsätze auf meiner Liste nach und nach abzuhaken (abzuhaken im Sinne von aufzugeben). Ich hatte zugleich aber auch 365 Tage lang genug Gelegenheiten, mein Haus und mein Leben so umzuräumen und neu zu strukturieren, dass ich mich darin wohlfühle. 





Das ganze Jahr über habe ich konsequent, klar und deutlich für Ordnung gesorgt - auf allen Ebenen  - im Dezember habe ich dann noch einmal einen Endspurt eingelegt. Mir war es wichtig, Dinge gerade zu rücken, zu sortieren und so manches aus meinen Schränken, meinem Haus und Herzen zu werfen, was darin nur unnötig Platz verschwendete.





So entrümpelte ich zum Beispiel unseren Dachboden, renovierte mit meinem Mann das Kinderzimmer des Mäuserichs, trennte mich von Büchern, Strickjacken, langjährigen Auftraggebern und Freundinnen: von allem, was (zu) mir nicht mehr passte oder mich nicht verdiente. 





Pünktlich zum 31. Dezember hatte ich alles erledigt: Rechnungen beglichen, unseren Sommer-Urlaub gebucht, die Anmeldung zum Yoga-Kurs abgegeben und unter anderem leere Flaschen zum Altglas-Container gebracht. Und es tut so gut, aufgeräumt in das neue Jahr zu starten. Alles, was wichtig ist, habe ich vor dem Neujahrsmorgen für mich ins Reine gebracht. Für alles andere wird sich bis zum 1. Januar 2020 sicherlich noch genug Gelegenheit bieten. Ich bin bestens vorbereitet.    






Ich wünsche Euch ein wunderschönes Jahr! Bleibt gesund, offen und ehrlich!
Herzliche Grüße, 
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für zwei Blogs und Sea Life. 

Sonntag, 23. Dezember 2018

Glücksmomente 15-2018: Engel auf Erden

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


DIY: Engelsglück


Windlichter aus Ton, Windlichter aus beklebten Marmeladegläsern, Sterne aus Butterbrottüten, Sterne aus Eisstielen, Weihnachtsbaum-Anhänger aus Salzteig, bemalte Bilderrahmen und Schneekugeln mit Fotos: Jedes Jahr basteln die Mäuse in der Adventszeit kleine Weihnachtsgeschenke für ihre Großeltern, Freunde und unsere Nachbarn. Freiwillig. Da habe ich ausnahmsweise mal nichts mit zu tun (bis auf das Marmeladegläser-und-Butterbrottüten-besorgen, Salzteig-aus-dem-Ofen-holen, Farbe-aus-den-Haaren-waschen oder Kleber-vom-Esszimmertisch-kratzen). Die Anregungen dazu finden sie (inzwischen selbst) meist auf Bastelseiten im Internet.




Die Idee zu den kleinen Engeln, mit denen die Mäuse in diesem Jahr all unsere Lieben überraschen, habe ich auf dem Blog Wohn:projekt entdeckt. Die liebe Lisa erklärt dort, wie sie aus Modelliermasse und Ahornsamen filigrane Engel gebastelt hat. Wie leicht und schnell das geht, haben auch die Mäuse gemerkt, als sie das megasimple DIY (auch für jüngere Kinder) jetzt zu Hause ausprobierten.

Die Ahornsamen, die man sich im Herbst zum Spaß auch gern mal auf die Nase klemmt, haben die Mäuse zuhauf vor dem Kindergarten des Mäuserichs gesammelt. Zwei Packungen lufthärtende Modelliermasse habe ich besorgt (gibt es inzwischen in zahlreichen Geschäften mit Bastelzubehör). Aus der Modelliermasse formten die Mäuse kleine Kegel und etwa murmelgroße Kugeln. In die Kegel steckten sie jeweils zwei der Ahornsamen (Flügel) und setzten auf die abgeflachte Spitze jeweils einen Kopf. Lisa empfiehlt, zum Stabilisieren jeweils einen Zahnstocher in den Kegel zu bohren und die Kugel auf dessen Spitze zu setzen. Weil wir jedoch keine Zahnstocher mehr hatten, haben wir es so versucht. Mit dem Ergebnis, dass alle Engel am nächsten Tag ihre Köpfe verloren, als die Masse an der Luft getrocknet war. Mit etwas Heißkleber befestigten wir die Kugeln dann auf den Kegeln - und sie halten noch immer.




Die meisten der etwa 15 selbst gemachten Engel haben wir in den vergangenen Tagen bereits auf die Reise geschickt. Einige werden die Mäuse an Weihnachten persönlich ihren neuen Besitzern übergeben. Vier der kleinen niedlichen Exemplare werden mir - auch weit über Weihnachten hinaus - vom Schreibtisch aus beim Schreiben zusehen. Für mich sind sie schon jetzt - einen Tag vor der Bescherung - das schönste Weihnachtsgeschenk.


Beziehungsglück



Wenn unsere Mäuse Ferien haben, hat mein Mann leider nicht immer Urlaub. Mein Mann (= kein Lehrer) hat schließlich "nur" 30 Tage im Jahr Urlaub und die Mäuse haben mehr als 13 Wochen Ferien. Aber wenn mein Mann Urlaub hat, haben unsere Mäuse auch Ferien. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Mein Mann legt sich seinen Urlaub so, dass er mit den Mäusen seine freie Zeit verbringen kann. Dass mein Mann und ich zu Hause sind und frei haben, während unsere Kinder in Schule und Kindergarten gehen, gibt es bei uns nicht. Einzige Ausnahme: Die zwei Tage vor den Weihnachtsferien, an denen das Werk bereits geschlossen hat, in dem mein Mann arbeitet. 




Wir hatten also am Donnerstag einen kinderfreien Vormittag - den Freitag verbrachten wir bei den Weihnachtsaufführungen der Mäuse in Kindergarten und Schule. Wir haben unsere Pärchenzeit genutzt, um erst in Ruhe die Wäsche zusammenzulegen, dann ungestört die Spülmaschine auszuräumen, unbeobachtet alle Geschenke einzupacken und heimlich in die Stadt zu fahren, um letzte Geschenke zu besorgen und einen Kaffee zu trinken. Bei Starbucks. Wie vor 15 Jahren in Hamburg: ein paar Monate nach unserem Kennenlernen, vor neun Jahren in New York: ein paar Tage nach unserer Hochzeit, und vor sechs Jahren: ein paar Wochen nach der Geburt unseres zweiten gemeinsamen Kindes. 




Heute vor genau 15 Jahren sind mein Mann und ich offiziell ein Paar geworden (ja, genau: einen Tag vor Heiligabend - so brauchten wir keine weiteren Geschenke zu kaufen). Und wir sind noch immer verliebt. Ineinander. Die größten meiner Glücksmomente verdanke ich Dir, mein Spatz. 

Baumglück



Es gab eine Zeit ohne Kinder, in der war unser Weihnachtsbaum kleiner als ich (ich bin 1,65 Meter groß). Er ließ sich gut in der Straßenbahn transportieren und war klein genug für meine Studentenwohnung. Es gab eine Zeit mit Kindern, da war unser Weihnachtsbaum größer als ich - wir banden ihn auf dem Weg nach Hause auf das Dach unseres Autos - und somit zu groß für unser Wohnzimmer. Denn darin befanden sich - neben dem Weihnachtsbaum - eine Kinderküche, eine Malecke, ein Kaufmannsladen, ein Laufstall und ein Kaminschutzgitter. Dazwischen wir Erwachsenen, zwei Kleinkinder, zwei Katzen und ein Hund. In diesem Jahr ist unser Weihnachtsbaum erneut größer als ich - er hat dennoch genug Platz in unserem Wohnzimmer. Denn das Spielzeug der Mäuse wurde entweder in ihre Zimmer verlagert oder ist inzwischen so klein und handlich, dass es bei Bedarf mal eben schnell unter die Couch befördert werden kann.




Dass wir unsere Tanne geholt haben, war nur einer von vielen vorweihnachtlichen Glücksmomenten der Woche. Wir waren ein zweites Mal auf dem Weihnachtsmarkt unserer Stadt und haben die Eisrutsche ausprobiert. Wir haben unsere Geschenke hübsch verpackt, alle Weihnachtskarten verteilt, die die Zaubermaus zum ersten Mal selbst geschrieben hat, ein letztes Mal in diesem Jahr Plätzchen gebacken und den Mäusen bei ihren Weihnachtsdarbietungen zugeschaut.




Ich habe den Kühlschrank mit leckerem Lachs für Heiligabend und Braten für den 1. Weihnachtstag gefüllt, das Haus geputzt und mir einen neuen Pullover für die Festtage gegönnt. Zufrieden und glücklich freue ich mich auf ruhige, entspannte Weihnachten. Zu Hause, nur mit meinen Liebsten. Und das wünsche ich Euch auch:




Fröhliche Weihnachten, Ihr Lieben! 
Habt eine wundervolle Zeit! 
Lasst Euch nicht stressen, nicht ärgern und sammelt fleißig Glücksmomente!
Herzliche Grüße,
Sarah



Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für zwei Blogs und ein Café.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Glücksmomente 14-2018: Warme Stunden, warmer Haferbrei und warme Herzen

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Herzensglück


Wenn wir mit unserem Wohnwagen Emma unterwegs sind, liebe ich es, durch fremde Städte zu bummeln. Ich genieße es, in Frankreich, Dänemark und zum Beispiel Holland auf den Markt zu gehen, um frisches Obst, Gemüse und Fisch zu kaufen, oder in kleinen Geschäften nach hübschen Gegenständen, Schmuck und Spezialitäten der jeweiligen Urlaubsregion zu stöbern. Im Moment macht unsere Emma jedoch Winterschlaf. Erst in ein paar Monaten werden wir wieder mit ihr auf die Reise gehen - wir stecken derzeit mitten in den Planungen. Dennoch habe ich mich jetzt wie im Urlaub gefühlt, als wir einen Vormittag in Hofgeismar verbrachten, während die Zaubermaus einen Weihnachtsnähkurs für Kinder ganz in der Nähe besuchte. 




Hofgeismar klingt zwar vielleicht nicht so verlockend wie Montpellier oder Jütland - trotzdem hat sich unser Kurztrip dorthin gelohnt. Die nordhessische Kleinstadt kannte ich nämlich bisher in erster Linie nur vom Vorbeifahren. Jetzt hatten mein Mann, der Mäuserich und ich Zeit, in Ruhe durch die kleine, schnuckelige Innenstadt zu schlendern. Ich erstand dort nicht nur hübsches Geschenkpapier, sondern entdeckte auch den kleinen Laden, von dem mir meine Freundinnen bereits vorgeschwärmt hatten. Im „Herzensglück“ fand  ich zwischen lauter schönen Dingen aus den Bereichen Wohnen und Deko, Schmuck, Taschen sowie unter anderem Tüchern vier Kerzen und die Sorte "Spicy Ginger Chai" meines Lieblingstees, die ich zuvor noch nicht probiert hatte. 




Mit den beiden Souvenirs im leichten Handgepäck kehrten wir nach nur 20-minütiger Heimreise gut erholt nach Hause zurück. Ohne Jetlag. Ein Wäscheberg wartete dennoch bereits im Keller auf mich - wie nach jedem Urlaub. Doch war er dieses Mal überschaubar. Zum Glück.


Porridgeglück



Ich habe es schon lange geahnt: Ich bin nicht nur Mit-Socken-Schläfer, Warmwasserbecken-Schwimmer und Warmduscher, ich bin auch Warmfrühstücker. Zumindest in der kalten Jahreszeit. In den vergangenen Jahren bestand mein Frühstück fast ausschließlich aus Joghurt, Quark oder Skyr, Milch, Dinkelflocken und Obst wie Apfel, Birne, Orange, Mango, Kirschen oder zum Beispiel Erdbeeren. Die Milchprodukte stammten dabei stets aus dem Kühlschrank - sie waren entsprechend kalt. 

Beim Einkaufen bin ich jetzt auf ein neues Apfel-Zimt-Porridge gestoßen, das ich am nächsten Morgen ausprobierte. Eine Ayurveda-Expertin, über die ich einst berichtete, hatte mir am Rande eines Termins nämlich dazu geraten, mit einer warmen Mahlzeit in den Tag zu starten. Ich habe mich bisher zwar noch nicht ausführlich mit Ayurveda beschäftigt und weiß deshalb auch nicht genau, welcher Dosha-Typ ich bin (laut Online-Test vermutlich Vata), glaube aber jetzt, dass diese Ärztin Recht in Bezug auf die wohltuende Wirkung der warmen Morgenmahlzeit hatte. 




Denn seitdem ich in dieser Woche täglich die Haferbreimischung aus einem der praktischen Portionsbeutel in nur drei Minuten mit heißem Wasser beziehungsweise warmer Mandelmilch und etwas Obst zubereite, starte ich sanfter, leichter und zufriedener in den Tag. Mit Pistazien, Mandeln oder kleinen Haselnussstückchen als Topping ist der Brei superlecker. Ich habe das Gefühl, dass Porridge meinem Magen besonders gut tut, der anschließend gar nicht mehr rumort. Auch benötige ich vormittags keinen Kaffee mehr - erst am Nachmittag trinke ich eine Tasse Milchkaffee. Mit einem Bauch voller Wärme bin ich morgens bestens gewappnet für die ersten Schritte in die kalte Welt, die hinter unserer Haustür wartet.


Kistenglück



Einen schönen Glücksmoment hat uns der Kindergarten des Mäuserichs beschert. Die Erzieherinnen hatten eine Adventskiste gepackt, die bis Weihnachten Tag für Tag durch die Familien der Gruppe wandert. Sie beinhaltete ein besonderes Geschenk für uns alle: gemeinsame Zeit. Denn - auch, wenn es absurd klingen mag - vor lauter Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarktbesuchen und Weihnachtsgeschenkestress vergisst so mancher, sich zwischendurch auch mal Zeit für Besinnlichkeit, Ruhe und seine Familie zu nehmen. 




Begeistert folgten wir den einzelnen Schritten der beigelegten Anleitung: Wir breiteten die Serviette aus und stellten das Teelichtglas sowie die Weihnachtsfigur auf, die sich in der Kiste befanden. Während ich den Tee aus der Box zubereitete, suchten sich die Mäuse eine Geschichte aus dem roten Ordner aus, der ebenfalls zu dem Paket gehörte. 




Gemeinsam tranken wir Tee, während ich den Mäusen zum Sonntagsfrühstück eine Geschichte vorlas, dann eine weitere, noch eine, noch eine weitere, dann eine letzte, gut: vorletzte, dann aber allerletzte, okay, die allerallerallerallerletzte - jetzt ist aber wirklich Schluss, Mami ist schon ganz heiser - Geschichte vorlas. Das Bild, das der Mäuserich dazu gemalt hat, haben die Erzieherinnen in seine Mappe geheftet, die er zum Kindergartenabschied bekommt. Es soll ihn und uns noch lange an diesen gemütlichen Vormittag erinnern.


Genießt die letzte Woche vor Weihnachten!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Geschenkeladen und einen Tee.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Glücksmomente 13-2018: Selbst gewünscht, selbst gebastelt, selbst gebacken

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Nikolausstiefelglück


Im Hause Nikolaus hat es offensichtlich einen Generationswechsel gegeben. Unser neuer, flotter Nikolaus weiß nicht nur, welche Süßigkeiten Kinder gern mögen, sondern auch, was Frauen wie ich wollen: neue Schuhe zum Beispiel. Als die Mäuse am Nikolaus-Morgen ganz aufgeregt unsere Haustür öffneten, um nachzusehen, ob der Nikolaus auch ihre Stiefel gefüllt hatte, war auch ich ganz aus dem Häuschen.




Neben meinen alten Stiefeletten standen plötzlich zwei neue (das Putzen der alten Schuhe hätte ich mir also sparen können ;-)). Und zwar genau die, die ich mir vor Kurzem online bestellt hatte und wieder zurücksenden wollte, weil ich - streng genommen - eigentlich genug Schuhe habe. Ich hatte dieses echt schöne Paar bereits schweren Herzens meinem Mann für den Rückversand mitgegeben. Irgendwie hat unser Nikolaus das mitbekommen, meinem Mann das Retoure-Päckchen aus dem Auto stibitzt (sie stecken halt alle unter einer Decke) und mir vor die Tür gestellt, weil ich doch braver war als gedacht. Tja, vom Frauenversteher Nikolaus kann man mein Mann noch viel lernen.




Adventsglück


Unser Adventskranz hat noch nicht eine Nadel verloren. Und das, obwohl wir ihn seit 15 Jahren haben. Unser Kranz ist nämlich ein immerschwarzes Adventstablett aus Metall, das mein Mann und ich für unseren ersten gemeinsamen Advent gekauft haben. Erst habe ich das Tablett allein bestückt, seit ein paar Jahren helfen die Mäuse dabei, es mit Kerzen, Sternen und unserer vierköpfigen Rentier-Familie zu dekorieren. Und in diesem Jahr zünden sie sogar ohne unsere Hilfe (aber in unserem Beisein) Kerze für Kerze an. 




Mit einem gemeinsamen Frühstück, selbst gebackenen Plätzchen und dem Weihnachtsfilm "Der Grinch" im Kino sind wir vergangenen Sonntag ganz gemütlich in den Advent gestartet.
Hier habe ich das simple Rezept der sehr leckeren Schoko-Orangen-Plätzchen für Euch, das ich vor vielen Jahren auf dem Blog von Fräulein Klein entdeckt und nach unserem Geschmack etwas umgewandelt habe:




Schoko-Orangen-Plätzchen 

(nach einem Rezept von Fräulein Klein)

Zutaten:


225 Gramm Weizenmehl
3 Teelöffel Kakao
100 Gramm Butter
1 Ei
1 Bio-Orange (Abrieb und 1 Esslöffel O-Saft)
50 Gramm Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Teelöffel Zimt




Zubereitung:


Ihr verknetet alle Zutaten mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine zu einem Teig, wickelt ihn in Folie ein und legt ihn für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach rollt Ihr ihn auf bemehlter Arbeitsfläche aus, stecht mit Förmchen Plätzchen aus und schiebt diese bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) für etwa zehn Minuten in den Ofen. Wir haben unsere Plätzchen anschließend mit Schokoglasur bestrichen und bunten Perlen verziert.

Selbst-gebasteltes-Glück


Vier Tage lang hatte uns die Zaubermaus den Zutritt zu ihrem Zimmer streng verboten. Hinter der verschlossenen Tür bastelte sie gemeinsam mit dem Mäuserich zum ersten Mal einen Adventskalender für uns - so viel wurde uns dann doch verraten. Hin und wieder sah ich die Mäuse, wie sie meine Badschränke durchwühlten und irgendetwas im Arbeitskeller suchten. Auch mein Bestand an Butterbrottüten wurde deutlich kleiner. Stolz präsentierten sie uns am 1. Dezember das Ergebnis ihrer konspirativen Zusammenarbeit: Über dem Kopfteil unseres Bettes (sie haben dafür extra das Bild abgenommen) hängen 24 Tütchen, die mein Mann und ich jeden Morgen abwechselnd öffnen dürfen.




Ich durfte mich zum Beispiel bereits über eine Kette freuen, die - fast vergessen - ganz hinten in meinem Schmuckschrank hing,  die Handcreme, die mir neulich unsere Nachbarin geschenkt hat, und einen kleinen Zettel, auf dem mir die Maus "Frohe Weinachten" wünschte. Für meinen Mann gab es schon drei verrostete Schrauben aus seinem Werkzeugkasten und unter anderem einen Playmobil-Prinzen. 
Ich freue mich jeden Morgen über die kleinen, niedlichen Geschenke der Mäuse und darüber, wie sich die Mäuse freuen, dass wir uns freuen.




Weil selbst gemachte Geschenke nun mal die schönsten Geschenke sind, haben wir in dieser Woche auch unsere Weihnachtswerkstatt im Esszimmer eröffnet. Derzeit basteln wir aus den Eisstielen, die noch von unserem Eisbüfett zum Kindergeburtstag übrig sind, und etwas Heißkleber eifrig Sterne.




Mit den ersten ruck-zuck-fertigen Exemplaren haben wir bereits meinen Eltern und unseren Nachbarn eine Freude gemacht. Weitere Überraschungsprojekte sind bereits in Planung. Mehr wird jedoch noch nicht verraten, ich lege nämlich auch an dieser Stelle Wert auf Diskretion. ;-)




Habt eine schöne Adventszeit!
Herzliche Grüße,
Sarah         



Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für einen Blog, einen Kinofilm und eine Heißklebepistole.

Freitag, 7. Dezember 2018

Husch, husch ins Körbchen: Mein Fünf-Punkte-Plan für mehr Ordnung im Familienbad

Die Bedeutung des Begriffs "Familienbad", den die Maklerin einst benutzte, als wir unser Haus besichtigten, wurde mir erst ein paar Jahre später bewusst. In den etwa 15 Quadratmeter großen Raum, in dem allein Badewanne, Dusche, Schrank, Toilette und Waschbecken fast die Hälfte der Fläche wegnehmen, muss tatsächlich unsere ganze Familie hineinpassen. Alle vier Mitglieder. Gleichzeitig. Zwischen 6 und 6.30 Uhr, weil niemand auch nur eine Minute zu früh das Bett verlassen will und keiner auch nur eine Minute zu spät kommen darf.
Nach dem Motto "Vorwärts, rückwärts, seitwärts, Stopp, Hacke, Spitze, hoch das Bein" tänzeln wir in unterschiedlichen Geschwindigkeiten mit Fön, Zahnbürste, Wimpernzange und Rasierer durch unser Bad. Und wir bewegen uns in der eh schon knapp bemessenen Zeit in dem noch knapper bemessenen Raum allesamt vollkommen gegenläufig - wie Planeten in ihren Oppositionsschleifen. Wobei sich die Mäuse tatsächlich häufig oppositionell verhalten:  gegenüber der Zahnbürste zum Beispiel. Zusammengefasst: Von wegen "Das Bad als Wellness-Oase", wie ich neulich in einem Wohnmagazin gelesen habe. "Nahkampfgebiet" - das trifft es bei uns eher.




Um den morgendlichen Stress zu reduzieren, den vor allem wir Großen haben, denn die Kleinen konzentrieren sich trotz des Zeitdrucks (vermutlich aber grad deswegen) ausschließlich aufs Quatschmachen, lege ich viel Wert auf Ordnung in unserem Badezimmer. Ich achte darauf, dass alles übersichtlich aufbewahrt wird, schnell von jedem von uns an seinem festen Platz gefunden wird und noch dazu leicht mit einem Handgriff zu erreichen ist. Nach und nach habe ich in den vergangenen Jahren die vier Badschränkchen entrümpelt, die wir einst hatten. Heute passen sämtliche Tiegelchen, Tuben, Handtücher und sogar Ersatz-Toilettenpapierrollen für uns vier in den Waschbeckenunterschrank, den mein Mann im vergangenen Jahr selbst gebaut hat. Nicht, weil ich weniger eitel bin als früher: Die vorherigen Badschränke waren einer nach dem anderen überflüssig geworden, weil ich ihren Inhalt unseren Bedürfnissen entsprechend neu strukturiert habe.




Denn die Bedürfnisse verändern sich mit der Zeit: Wo einst mein halbes Gel-Nagelstudio Platz fand, stand später unsere Babybadewanne samt Planschspielzeug. Heute passt mein Mini-Maniküre-Set in ein kleines Körbchen - direkt neben dem der Zaubermaus, die inzwischen allein badet und ihr eigenes Körbchen hat, in dem sie ihren Mädchen-Duschschaum aufbewahrt.

Wie ich im Laufe der Zeit für mehr Ordnung im Familienbad gesorgt habe, habe ich mal in einem Fünf-Punkt-Plan zusammengefasst:     


I. Aufbrauchen

Drei verschiedene Flaschen mit Duschgel, in jeder befindet sich ein Rest: Das kann ich gar nicht haben. Ich vermute, ich habe eine Reste-Phobie: Alles, was weniger als die Hälfte einer Flasche, einer Tüte oder einer Packung ausmacht, muss möglichst bald vernichtet werden (gilt auch bei Lebensmitteln - vor allem Süßigkeiten). Um zu vermeiden, dass in gleich mehreren Tuben und Tiegeln wochenlang Reste vor sich hindümpeln, sorge ich dafür, dass möglichst wenig Produkte angebrochen werden. Und diese müssen dann zunächst aufgebraucht werden, bevor ich mir neue zulege. Bevor ich also die dritte Flasche Shampoo öffne, weil ich grad mal Lust auf "Sinnliche Verführung-Irgendwas" mit Erdbeer-Duft habe, bleibe ich erstmal bei "Verführerische Sinnlichkeit-Sowieso" mit Himbeer-Duft und zwar bis "Flasche leer". Nur ein Beauty-Produkt (ein Shampoo, ein Duschgel, eine Bodylotion) als Vertreter seiner Art im Schrank zu haben, sorgt für Platz und wohltuende Übersichtlichkeit.




II. Ausmisten

Seit ich die Anzahl gleicher Produkte auf 1 hinabgesetzt habe, gehe ich regelmäßig noch einen Schritt weiter. Die "Brauch-ich-das-wirklich?"-Frage finde ich an manchen Tagen echt fies, an denen ich mich nur schlecht von Dingen und Menschen trennen kann. Da das jedoch von Zeit zu Zeit einfach sein muss, weil es so herrlich befreiend ist, frage ich mich immer mal wieder: Brauche ich wirklich eine Creme für den Tag und eine weitere für die Nacht? Benutze ich wirklich eine Wimperntusche für lange Wimpern und eine für voluminöse? Muss ich wirklich Nagellack in 28 verschiedenen Rosa-, Rosé- und Taupe-Tönen horten?


Nicht mehr 28 verschiedene Töne, aber noch immer zu viel: Auch meine Nagellack-Sammlung darf noch kleiner werden.


Weil ich viele meiner Fragen mit Nein beantwortet habe, habe ich nach und nach mein Körperpflege-Repertoire umgestellt. Mir reicht zum Beispiel eine getönte Gesichtscreme für den Tag, nachts lasse ich meine Haut ruhen. Außerdem habe ich eine Wimperntusche gefunden, die angeblich beides kann: lange und voluminöse Wimpern zaubern. Meine Nagellack-Sammlung beschränke ich nun auch auf ein Fläschchen pro Farbe: Pink, Rot, Grau, Nude. Nuancen kommen bei mir nicht mehr in die (Einkaufs-)tüte. Ich habe meine Lieblingsfarben gefunden. Sollte ich dennoch mal bei einem Trendton schwach werden, wie Pastellfarben im Sommer, kaufe ich sie höchstens in kleinen Probiergrößen. Die  Mini- Fläschchen sind dann auch schnell wieder alle und können weg.

III. Sortieren


Es hat eine Weile gedauert, bis ich unsere Dinge so in Körbe sortiert habe, dass wir alle sie schnell wiederfinden. Ordnungsprofis schwören da bekanntlich auf verschiedene Methoden. Jeder von uns vieren hätte zum Beispiel sein eigenes Körbchen bekommen können: für die eigene Zahnbürste oder unter anderem das eigene Shampoo. Da wir jedoch einiges auch gemeinsam benutzen, hätte das bei uns nicht funktioniert. Bewährt hat sich bei uns ein Ordnungsprinzip sowohl nach Gruppen als auch Nutzern, das uns sinnvoll und nützlich erscheint.




Wir haben jeweils einen Korb für:

  • das Rasierzeug meines Mannes,
  • das Zahnputzzeug von uns Großen (auch die Ladestation unserer elektrischen Zahnbürsten liegt darin, wenn wir sie nicht brauchen),
  • das Zahnputzzeug der Mäuse (Becher, Zahnbürsten, Zahnpasta),
  • die Dinge, die mein Mann und ich täglich benutzen (fast ausschließlich mein Kram): Deo, Bodylotion, Haarspray,
  • Mani- und Pediküre (zum Beispiel Nagelschere, Nagelpfeilen, Bimsstein, Hand- und Fußcreme - wobei letztere meistens bei mir im Nachttisch liegen),
  • meine Haarprodukte (EINE Haarkur, EINE Spülung, EIN Schaumfestiger),
  • meine Hygieneartikel,
  • den Mädchenkram der Zaubermaus (auch der Mäuserich darf darin ausnahmsweise sein Duschgel aufbewahren)      




  • Party-Kosmetika (Lidschatten, Lippenstifte etc. in auffälligeren Farben, die wochentags in unserer Kleinstadt womöglich für Schnappatmung sorgen würden),
  • Waschlappen
  • und einen für Glätteisen, Fön, Lockenstab sowie Haarbürste.




Nagellack und Parfum stehen bei uns in kleinen Wannen neben und über dem Waschbecken, Taschentücher und Wattepads befinden sich in zwei ehemaligen Blumen-Töpfen im offenen Wandregal.




IV. Vereinheitlichen


Einer meiner wichtigsten Tricks, mit dem ich überall im Haus Ordnung schaffe, wo eigentlich keine herrscht, sind einheitliche Aufbewahrungsmittel, sprich: Ich bewahre Dinge ausschließlich in Körben, Kisten und unter anderem Töpfen auf, die zueinander passen - möglichst in der gleichen Farbe (ich bevorzuge Weiß und Schwarz). Das sieht nicht nur bereits auf den ersten Blick hübsch aus (es soll ja immer noch Gäste geben, die in die Badschränke schauen, wenn sie auf Toilette gehen...na, erwischt? ;-)).




Vor allem im Bad, aber auch in der Küche, ist es äußerst praktisch, dass möglichst wenige Dinge einzeln in den Schränken herumstehen (und somit häufig beim Herumwühlen umfallen). Sollte ich etwas suchen, schnappe ich mir einfach das entsprechende Körbchen und muss nicht umständlich alle Tuben und Flaschen einzeln zur Seite räumen.


V. Aufhübschen


Nur weil ich meinen Bestand an Pflegeprodukten reduziert habe, bedeutet das nicht, dass ich weniger benutze. Ich kaufe deutlich weniger Kosmetika als früher, dafür jedoch hochwertigere, an denen ich noch dazu länger Freude habe (Win-Win-Situation).
Ich habe mit der Zeit nicht nur die Schränke unseres Bades aufgehübscht, sondern auch alles weitere darin und drumherum. So habe ich zum Beispiel auch die Handtücher sowie den Teppich ausgetauscht, Kerzen und Blumen aufgestellt.




Ich mag es, mich jeden Morgen in unserem einfachen, jedoch ordentlichen Bad zurechtzumachen: Auch wenn ich mich dabei regelmäßig im Nahkampf unter rotierenden Ellenbogen und fliegenden Unterhemden ducken muss - ich trage wenigstens guten Lippenstift.  


Macht Euch und Euer Bad schön!
Herzliche Grüße,
Sarah

*Dieser Beitrag enthält Fotos, auf denen Produkte verschiedener Marken zu sehen sind. Auch diese habe ich wie immer selbst ausgewählt und bezahlt.

Samstag, 1. Dezember 2018

Glücksmomente 12-2018: Große Weihnachtsvorfreude und kleine Verlosung

Frische Tulpen, ein Käsekuchen, der ausnahmsweise mal gelungen ist, ein selbstgenähtes Kleid, das wie angegossen passt, und zwei Mäuse, die sich vor Lachen auf dem Wohnzimmerboden herumkugeln: Es gibt im Alltag so viele Momente des Glücks, in denen das Herz vor Freude schneller hüpft. Je mehr Raum wir den schönen Augenblicken in Herz und Kopf schenken, desto weniger Platz haben die unschönen. Daher achte ich inzwischen bewusst auf die kleinen Freuden des Alltags - von denen es mehr gibt, als man vielleicht glauben mag.

Drei bis fünf meiner Glücksmomente, die ich im Laufe einer Woche gesammelt habe, findet Ihr regelmäßig in dieser Rubrik:


Adventskalenderglück


Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der Heimlichkeiten. Ich meine: mehr Heimlichkeiten als das ganze Jahr über, wenn die Mäuse schon schlafen und wir Großen nach dem Zähneputzen noch die Kiste mit den Süßigkeiten plündern und uns Fernsehsendungen mit vielen Kraftausdrücken anschauen. Im Moment unterhalten mein Mann und ich uns wieder häufiger auf Englisch, weil wir vor unseren Kindern einiges zu verbergen haben: Unsere zwei Mäuse glauben nämlich immer noch an den Weihnachtsmann - und das, obwohl sie schon sechs und acht Jahre alt sind und viele ihrer Freunde in Kindergarten und Schule diesbezüglich eifrig Aufklärungsarbeit betreiben. Wir setzen weiterhin alles daran, diesen Glauben möglichst lange zu bewahren.





Auch von der Existenz der kleinen Wichtel Bertha und Karl sind die Mäuse fest überzeugt (ich habe sie im vergangenen Dezember im Beitrag Hereinspaziert, Ihr kleinen Wichtel! Ihr werdet gebraucht! auf meinem Blog bereits vorgestellt). Die fleißigen Helfer, die mit dem Weihnachtsmann, dem Nikolaus, der Zahnfee sowie zum Beispiel dem Osterhasen zusammenarbeiten, wohnen seit einem Jahr hinter der Wichteltür in unserem Esszimmer und pflegen mit unseren Mäusen eine rege Brieffreundschaft. 





In kleinen, handgeschriebenen Briefen, die die Mäuse alle zwei, drei Wochen (derzeit jedoch häufiger) vor der Wichteltür finden, berichten die Wichtel über all ihre guten Taten, erkundigen sich nach dem Befinden der Kinder und erzählen ihnen auch, wobei sie unsere Rabauken beobachtet haben:  in der Nase bohren, bis 100 rechnen oder das Reitabzeichen machen zum Beispiel. In Absprache mit dem Mäuserich, der ihr seine Erlebnisse diktiert, schreibt die Zaubermaus umgehend zurück. Zur Belohnung für jede Antwort gibt's von den Wichteln stets zwei Bonbons. Am 1. Dezember wartet auf Bertha und Karl dann jedes Jahr ein größerer Auftrag: In Zusammenarbeit mit dem Weihnachtsmann bringen sie den Mäusen den Adventskalender. So auch jetzt wieder. 





Achtung! Folgende Zeilen sind nichts für Kinder und Erwachsene, die noch an den Weihnachtsmann und Wichtel glauben: 


  • In den vergangenen Wochen habe ich beim Einkaufen auf Kleinigkeiten für die Adventskalender der Mäuse geachtet: Spielzeugautos, Haarspangen, bunte Badezusätze, Stifte und unter anderem Süßigkeiten wanderten in meinen Einkaufswagen und wurden zu Hause an den Mäusen vorbei in mein Geheimversteck im Keller geschmuggelt. In den vergangenen Jahren bewährt hat sich übrigens, dass ich zum Beispiel ein kleines Lego-Set auf mehrere Türchen verteilt habe. Im Laufe der 24 Tage vor Heiligabend sammeln die Mäuse die Teile, die sie dann über Weihnachten in Ruhe zusammenbauen. Das funktioniert übrigens auch hervorragend mit anderen mehrteiligen Sets: Aqua-Perlen, Hot-Wheels-Schienen oder zum Beispiel Puzzle. Wir haben schon verschiedene fertig erhältliche Spielzeug-Adventskalender ausprobiert. Unsere Adventskalender-Kette, die ich jetzt vom Dachboden geholt und mit Spielzeug sowie Süßigkeiten gefüllt habe, bleibt jedoch unserer Favorit.




Leuchtende Kinderaugen, leuchtende Kerzen, leuchtendes Feuer im Ofen: Ich liebe diese Tage.

Vorweihnachtsglück 



Ich bin bereits seit ein paar Tagen in Weihnachtsstimmung. Früher als sonst. Wir Weihnachtsstreber haben bereits die ersten Plätzchen gebacken, Fotos für unsere Weihnachtskarten gemacht und die meisten Geschenke beisammen. Auch unser Adventskranz ist seit einer Woche fertig. Zudem ist seit Totensonntag das ganze Haus innen und außen weihnachtlich geschmückt: Auf unserer Terrasse leuchtet ein Hubertusstern, ringsum das Balkongeländer sowie unser Vordach haben wir Tannengirlanden geschwungen und auch die Krippe hat ihren Stammplatz am Esszimmerfenster bezogen. Jetzt fehlt nur noch das erste "Last Christmas" aus dem Radio  und schon sitze ich selig grinsend unterm Weihnachtsbaum.




Nicht, weil ich es besonders eilig habe. Ganz im Gegenteil: Ich gehöre nicht zu den Influencern, die seit Mitte Oktober ihre Social-Media-Accounts mehrfach täglich mit Weihnachtsbildern füllen und bereits am ersten Weihnachtsfeiertag den komplett nacktgenadelten Tannenbaum wieder abschmücken, um sich am zweiten Weihnachtsfeiertag ein frohes neues Jahr zu wünschen und in der ersten Januarwoche endlich ihre Frühjahrsdeko 2019 zu präsentieren.




Ich bin bereits in Weihnachtsstimmung, weil ich jeden einzelnen Punkt auf meiner vorweihnachtlichen To-do-Liste ("auf den Weihnachtsmarkt gehen", "die Christmas-CD von Michael Bublé hören", "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel schauen", "Weihnachtsmärchen im Theater besuchen", "jeden Abend alle Kerzen anzünden") genieße. Und zwar ganz besinnlich. Denn stressig wird es in den kommenden Adventswochen vermutlich nicht bei uns, weil wir unsere Termine und Verpflichtungen in der Vorweihnachtszeit deutlich reduziert haben. So haben wir genug Zeit für Vorfreude, denn die ist und bleibt für mich die schönste Freude.


Viel-Glück!

Unbeauftragte / unbezahlte Werbung und Gewinnspiel



Ganz in Ruhe habe ich mir in der vergangenen Woche unsere vier Weihnachtskisten auf dem Dachboden vorgenommen (Punkt 3 auf meiner vorweihnachtlichen To-do-Liste). Zwei davon wanderten umgehend wieder nach oben, weil ich unser kleines Reihenhaus nicht mit Deko überladen will. Rühre ich sie auch im nächsten Winter nicht mehr an, werde ich mich komplett von ihrem Inhalt trennen. Zu viel Tüddelkram macht mich derzeit unruhig, ich mag es, wenn das Auge all die schönen, gesammelten Dinge in Ruhe betrachten kann und nicht wie bei einem Wimmelbild hin- und herirrt. Und daran arbeite ich gerade.




Davon ausgenommen sind die Basteleien der Mäuse - wobei bei uns stets ihre aktuellen Projekte ausgestellt werden. Ältere Windlichter, Fenstersterne oder Schneemänner aus Socken und Toilettenrollen bewahre ich in einer eigenen Kiste auf dem Speicher auf.




An dem Korkenzieherast neben unserem Ofen hängen bereits ihre Salzteig-Anhänger (die Links führen zu den Anleitungen), neben unserem Holzregal ihre Papiersterne aus Butterbrottüten und auch  zwei Küchenfenster haben die Zaubermaus und der Mäuserich schon mit einem Fenstermalstift gestaltet. 




Ich selbst habe mich weitestgehend auf weiße Sterne beschränkt und zwar die, die ich bereits seit Jahren besitze. Ich habe beschlossen, in diesem Jahr keine weitere Deko anzuschaffen. Mögen schwarze Sterne oder rosafarbene Kerzen auch noch so verlockend aussehen - ich bleibe hart und halte mir in den Dekoläden einfach die Augen zu.




Schwach geworden bin ich jetzt jedoch noch einmal im Det lille hus in Kassel. Anja und Marc Bauer hatten in ihrem hyggeligen Geschäft für Wohnaccessoires mit skandinavischem Flair in Kassel zum traditionellen Julemarked mit Kaffee und Glühwein geladen. Gemeinsam mit der Zaubermaus durchstreifte ich den weihnachtlich geschmückten Laden auf der Suche nach neuen Salz- und Pfefferstreuern - und wurde direkt fündig.




An dem kleinen Auto mit Tanne auf dem Dach von IB Laursen konnte ich ebenfalls nicht vorbeigehen, ohne es mitzunehmen.




Weil das jedoch meinem  neuen Deko-Verzicht widerspricht und ich Euch zum Start in den Advent eine Freude machen möchte, habe ich beschlossen, den hübschen Anhänger unter Euch zu verlosen. Einfach so. Als kleines Dankeschön dafür, dass Ihr mir so treu folgt und dieser ursprünglich kleine, feine Glücksfeder-Blog inzwischen von so vielen Menschen im deutschsprachigen Raum (und eben nicht nur von meiner Nachbarin ;-)) gelesen wird. 

Nun zu den

Teilnahmebedingungen


Um an meinem Gewinnspiel teilzunehmen, musst Du lediglich einen freundlichen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen. Es fallen keine Kosten an, Ihr geht keinerlei Verpflichtungen ein und Eure Daten werden zu keinem Zeitpunkt weitergegeben.  




In den Lostopf hüpfen kann jeder, der in Deutschland wohnt und über 18 Jahre alt ist. Die Verlosung des Anhängers startet ab sofort und endet am Freitag, 7. Dezember, um 23.59 Uhr. Den Gewinner werde ich am kommenden Wochenende auf diesem Blog bekanntgeben. Deshalb macht bitte nur mit, wenn es für Euch okay ist, namentlich genannt zu werden. Für die Richtigkeit der Personenangaben ist der Teilnehmer verantwortlich.

Ich speichere keine Eurer persönlichen Daten. Sie werden ausschließlich von mir verwendet, um den Gewinn zu verschicken. Solltet sich der Gewinner innerhalb von fünf Tagen nach Bekanntgabe (also bis  zum 14. Dezember 2018)  nicht gemeldet haben, verfällt der Gewinnanspruch und es wird ein Ersatzgewinner gezogen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, der Gewinn kann nicht ausgezahlt oder ausgetauscht werden. 




Ihr Lieben, das Gewinnspiel ist beendet. Das Los hat entschieden: Über den kleinen Auto-Anhänger von IB Laursen darf sich Maike freuen ("Einfach hyggelig"). Ich habe sie bereits kontaktiert und wünsche ihr viel Freude mit dem Gewinn. An dieser Stelle sage ich Danke an alle Teilnehmer. Ich freue mich sehr, dass Ihr mitgemacht habt!




Ich wünsche Euch viel Glück!
Herzliche Grüße,
Sarah


Die Idee zum Wochenglück habe ich von der Bloggerin Fräulein Ordnung, die mich schon häufig inspiriert hat.

** Dieser Beitrag enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung für Spielzeug, eine CD, einen Film, ein Geschäft und einen Geschenkanhänger, den ich selbst ausgewählt und bezahlt habe.