Freitag, 30. Juni 2017

Erst Wurzeln, dann Flügel: Wenn kleine Dreckspatzen flügge werden

Das kleine Mädchen, das mit hüpfendem Pferdeschwanz über den Spielplatz flitzt und nach kurzer Zeit eine neue Freundin findet, mit der es auf die Rutsche klettert. Das ist meine Tochter. Die kleine Ballerina, die mit fliegenden Zöpfen vor ein paar Hundert Zuschauern über die Bühne des Staatstheaters wirbelt; der kleine Wildfang, der mir mit nassen Kringellocken im Planschbecken so lange die Zunge rausstreckt, bis ich in Jeans durchs Wasser wate, damit wir es doch noch pünktlich zum Zahnarzt schaffen; der kleine zerzauste Wawuschel, der nachts zu mir ins Bett krabbelt und seinen Arm in meinen Pyjama-Ärmel schiebt, wenn er nicht schlafen kann: Das ist meine Tochter. Selbstbewusst, stark, mutig, tapfer und eigenwillig geht meine einst schüchterne Zaubermaus auf einmal in großen Schritten ihren Weg - und ich komme kaum noch hinterher.




Kleine und große Momente, die die Zaubermaus und ich in den vergangenen sechs Jahren geteilt haben, habe ich seit ein paar Wochen immer wieder vor Augen: Wie sie mir nach 23 Stunden Wehen und anschließendem Kaiserschnitt im Kreißsaal laut brüllend in den Arm gelegt wird, wie sie  glucksend mit ersten Schritten in ihren Lauflern-Schuhen hinter Oscar übers Feld stolpert, wie sie ihren kleinen Bruder beim Wettlauf an die Hand nimmt und ihn - leicht genervt, aber mit ganzem Herzen große Schwester - über die Ziellinie hinter sich herschleift...
Vielleicht liegt es daran, dass es unser letzter gemeinsamer Sommer ist, bevor meine kleine Große in die Schule kommt. Schon jetzt nehme ich nach und nach ein wenig Abschied von den unbeschwerten Tagen ohne Zeitdruck, die wir gemeinsam verbracht haben. Zum Glück waren das ganz, ganz viele.





Schon lange, bevor ich überhaupt wusste, dass ich schwanger bin, stand nämlich mein Plan fest, möglichst viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen, wenn sie auf der Welt sind. Und den habe ich - mit allen Konsequenzen - umgesetzt. Ich habe die seltene Möglichkeit genutzt, in meinem Beruf von zu Hause aus zu arbeiten, so lange die Mäuse noch klein sind. Für die wenigen Aufträge, die ich mit der Zeit annahm, opferte ich wenige Stunden und bekam dafür - verglichen mit einer festen Anstellung - auch relativ wenig Geld. Ein kleines, gebrauchtes Reihenhaus mit Garten, Trampolin und einem stets gut gefüllten Kühlschrank - damit sind wir heute zufrieden, weil wir uns in der Zeit vor unseren Kindern bereits ordentlich ausgetobt haben.





Wir wussten schließlich, worauf wir uns einließen. Viele erfahrene Eltern (auch unsere eigenen mit einem Schmunzeln) hatten uns davor gewarnt: Lange Tage, kurze Nächte, viele volle Windeln, leere Portemonnaies und mehrere Runden Magen-Darm - immer gleich für alle (unser Familienleben sei halt intakt, sagt unser Arzt in diesen Phasen stets mit einem Augenzwinkern). Dass ich dadurch weniger Zeit für eine ordentliche Frisur, eine gepflegte Maniküre, regelmäßige Fitness-Sessions - überhaupt für mich - haben würde, war mir schon vorher klar. Und dennoch wanderten, als es dann wirklich so weit war, unsere Mäuse nicht von der Kita zum Babysitter zur einen Oma, zur anderen Oma und zurück. Ich bin viel zu gern Vollzeit-Mama. Kein Nachholbedarf. Kein Jammern über die Jeans, in die ich nicht mehr passe, über die Partys, die ich verpasse, das Geld, das ich nicht mehr verprasse (klingt verdammt lyrisch - das soll jedoch kein Beitrag für einen Poetry Slam werden, sondern für diesen Blog). Also schlicht und sachlich:

                                            Ich will weder mein altes Leben ohne Kinder zurück 
                                            noch will ich mit Kindern leben als hätte ich keine.




Ich genieße es, mit einer Horde strahlender Kinder - und einer ursprünglich schneeweißen Tunika voller Schaf- und Ziegendreck - nachmittags aus dem Tierpark zu kommen, mir abends den Inhalt eines kompletten Sandkastens aus den Haaren zu waschen und dann in meinem eigenen Bett einzuschlafen, in dem ein Arm darauf wartet, in meinen Ärmel zu krabbeln - und ein Kinderfuß mir mitten in der Nacht fast das Nasenbein bricht (okay, das nicht). Schließlich weiß ich (auch das habe ich mir sagen lassen), dass diese Zeit, die Kindheit unserer Mäuse, schnell vergeht.





In aller Ruhe haben wir unseren Kindern bisher recht dicke und tiefe Wurzeln gegeben, damit ihnen Flügel wachsen können. Und zwar genau in dieser Reihenfolge (nicht andersrum - Goethe hat sich schließlich etwas bei diesem Zitat gedacht). Unbeirrt von so mancher Empfehlung, sie möglichst früh loszulassen, geben wir ihnen noch immer viel Nestwärme. Und wenn unsere zwei Vögelchen, Gattung: Dreckspatz jetzt so ganz langsam flügge werden und unser Nest in Richtung Schule verlassen, können wir ihnen relativ entspannt nachschauen. Mit dem guten Gefühl, dass unsere zwei Piepmatze, sollten sie mal fallen, ausreichend geerdet sind, um sanft mit beiden Beinen auf dem Boden landen zu können - wo ich stets schnatternd mit reichlich Futter auf sie warten werde. Typisch Glucke eben. 

Macht's Euch miteinander schön!
Herzliche Grüße,
Sarah  


Sonntag, 18. Juni 2017

So läuft's in unserem Ein-Auto-Haushalt

Die folgenden Worte kosten mich ein wenig Überwindung. Sie werden vermutlich für Verwunderung sorgen, möglicherweise für Verwirrung bis hin zu blankem Entsetzen - Reaktionen wie diese habe ich in der Vergangenheit in unserer Kleinstadt bereits erlebt. 😂 Aber es ist, wie es ist, was soll ich da noch groß beschönigen: Wir haben nur ein Auto (erstaunter Blick).
Ja, nur eins (noch mal  nachfragen: Echt jetzt?) Ja! (ungläubiges Kopfschütteln). Nein, das andere steht weder in der Garage noch in der Werkstatt (noch genauer nachfragen). Ja, das funktioniert. Ja, mein Mann arbeitet täglich. Ja, ich arbeite auch - mal mehr, mal weniger. Geht trotzdem (hmmm. Gedankenpause. Aber ihr habt doch Kinder?) Ja, ich fahre die Mäuse mit diesem einen Auto mehrmals pro Woche nachmittags zum Sport und in die Musikschule (nachhaken, plausible Erklärung suchen: Seid ihr verrückt?) Nein, wir haben uns bewusst dafür entschieden. Nee, wir sind keine Ökos. Auch nicht sportfanatisch. Nee, keine Sekte (irritiertes Schweigen). Wir haben nur ein Auto - und wir kommen seit drei Jahren sehr gut mit nur einem Auto klar.





Zu unserer Verteidigung: Wir hatten mal zwei Autos. Als wir jedoch in die Nähe des Arbeitsplatzes meines Mannes zogen, ich mich wieder selbstständig machte und mir meine beruflichen Termine seitdem relativ frei legen kann, wurde unser Zweitwagen schnell überflüssig. Mein Mann entdeckte das Radfahren für sich. Mit seinem Fahrrad braucht er grad mal knapp zehn Minuten bis zu seiner Firma - im Berufsverkehr war er mit dem Auto deutlich länger unterwegs. Unser zweiter Wagen verkümmerte monatelang in unserer Einfahrt, bis wir beschlossen, ihn abzugeben und einen - vergleichsweise geringen - Teil der gesparten Kosten für Versicherung, Steuern, Benzin und Inspektionen in meinen Kleiderschrank die Fahrradausrüstung meines Mannes zu investieren.


Das ist nicht mein Mann in seiner Fahrradausrüstung. Das ist der Mäuserich.

Für reibungslose Abläufe in unserem Ein-Auto-Haushalt sorgen ein akribisch geführter, vierspaltiger Familien-Kalender, den beide Partner genau im Blick haben (sollten!). Aber auch verbindliche Absprachen, Pünktlichkeit, Disziplin und vor allem: ganz viel Flexibilität, falls das mit den Absprachen, der Pünktlichkeit und der Disziplin mal wieder nicht hinhaut. Brenzlig wurde es in den vergangenen Wochen, als unser einziges Fahrzeug zunächst in der Werkstatt war, weil es eine neue Scheibe brauchte, und genau eine Woche später noch einmal, weil es gar nicht mehr fahren wollte. Es vergingen jeweils Tage, bis das Auto repariert und schließlich komplett durch ein neues ersetzt wurde. Tage, in denen ich - am Rande einer Kleinstadt wohnend - merkte, wie sehr wir inzwischen, mitunter recht verwöhnt, auf ein Auto angewiesen sind (und in der Zeit war nicht einmal der wöchentliche Großeinkauf fällig).

Boxenstopp

Wir liefen und liefen und liefen...., wir fuhren mit dem Rad, die Mäuse häufig mit ihren Rollern, mit dem Bus und der Bahn. Wir lernten neu, wie erschreckend lang, aber auch erstaunlich kurz manche Strecken sind, wenn man sie nicht mit dem Auto zurücklegt, dass man vom Straßenbahnfahrer angewiesen wird, sämtliche Fahrgäste nach Wechselgeld zu fragen, wenn der Fahrkartenautomat den eigenen 20-Euro-Schein nicht annehmen will, wie gemütlich es sich auf Bus-Polstern sitzen lässt und wie aufregend der Weg zum Kindergarten sein kann, wenn man nebenher noch ausgiebig Schneckenhäuser und Stöcke sammelt. Schwierig wurde es beim Vereinsprogramm der Mäuse - mit öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich ihre Sportstätten von unserem Zuhause aus nur schlecht erreichen.

Vorne: die Mäuse mit ihren Rollern. Gaaaaaanz weit hinten: ich - zu Fuß.


Inzwischen sind wir wieder mit dem Auto unterwegs. Seitdem ist unser Kühlschrank voll, mein Muskelkater aus den Waden verschwunden und mein Zeitplan auf die Minute getaktet. Weil uns die Auto-Pause gut getan hat,  baue ich jetzt mehr von ihnen in unseren Tagesablauf ein, indem ich zum Beispiel hin und wieder zwar morgens die Mäuse mit dem Auto in den Kindergarten fahre, dort jedoch ihre Roller oder Fahrräder abstelle, um sie dann mittags zu Fuß oder mit dem Rad abzuholen.




Wir wissen jetzt, dass wir selbst mit NUR einem Wagen einen gewissen Luxus genießen - der keineswegs selbstverständlich ist: Und zwar jederzeit Auto fahren zu können, aber nicht unbedingt zu müssen. Reicht doch (zumindest zum Glücklichsein)! 😊

Macht Euch locker!
Herzliche Grüße,
Sarah

Montag, 5. Juni 2017

Kinderleichte Psychohygiene: Wenn die Mäuse mal nicht ganz sauber sind

Wenn die Mäuse mittags nach Hause kommen, lassen sie erst einmal ordentlich Dampf ab. Und ich bin das Ventil für all die Emotionen, die sie - neben Blättern, Kastanien, krabbelnden Käfern oder schwanzlosen Regenwürmern - im Kindergarten gesammelt haben und lautstark mit nach Hause bringen. Das beginnt im Auto, wenn sie sich gegenseitig hitzig ins Wort fallen, weil nicht nur jeder der Erste sein will, der von seinen Erlebnissen erzählt, sondern auch noch den Anderen in seinen Schilderungen verbessert. Der Mäuserich: "Ich hab Polizei gespielt und dann war da draußen ein Feuerwehrauto" - die Zaubermaus: "Weißt Du, Mama, das war kein Feuerwehrauto, das war ein Einsatzleitwagen. Ich hab die" - der Mäuserich: "Hey, ich war dran. Ich hab zuerst gesagt, dass"- die Zaubermaus: "Immer redest Du zuerst!" "Nee, Du", "Neeeihein: Du." Beide in harmonischem Einklang: "Maaammmaaa". 




Das geht weiter in der Einfahrt, in der sie miteinander wrestelnd gleichzeitig fragen, ob denn das Essen "endlich" fertig sei (an dieser Stelle schwingt stets der leise Vorwurf mit, dass ich die vergangenen dreieinhalb Stunden ohne sie komplett vertrödelt hätte mit vermeintlich sinnlosem Kram wie Arbeiten).




Führt über den Flur, in den unsere zwei Krawallküken übereinander und über Oscar stolpern, der Mini-Herrchen und Mini-Frauchen dennoch freudig begrüßt, bevor sie ihre Schuhe in sämtliche Ecken schleudern, sich gegenseitig auf die Finger treten und nebenher mal eben gut vier Kilo Sand auf den Boden schütten.




Im Vorbeigehen ignorieren die beiden Motzmäuse die hübsche Kinder-Garderobe, die wir extra auf Augenhöhe nur für sie angebracht haben, und meine lauter werdenden Ermahnungen, schmeißen trotzdem ihre Jacken, Mützen und Halstücher auf den Sandberg auf den Boden, ihre Rucksäcke zwischen meine Deko auf die Kommode ("Schlussssss jetzt!!!"), drängen sich dann beide gleichzeitig in unser XXS-Gästebad und waschen schließlich ihre Hände. Hier endet der Emotionsabbau plötzlich - und auch ich atme einmal tief durch.




Die ungewohnte Stille, die seit ein paar Tagen auf diesem Örtchen herrscht, liegt an einem kleinen Wunder der Technik, das die Mäuse in den Bann zieht. Ich habe im Drogeriemarkt für beide Bäder zwei neue - im Vergleich zu exklusiven Varianten aus dem Sanitärhandel - relativ günstige Seifenspender mit Sensor gekauft, deren Seifenpatronen einzeln erhältlich sind und easy ausgewechselt werden können. 




Mehrmals täglich halten die Mäuse mit Freude ihre kleinen, meist schmutzigen, Patschehändchen direkt vor den Schnabel meiner Neuanschaffung und schon landet ein kleiner, wohlproportionierter Klecks Seife auf der Handfläche. Kein wildes Gedrücke mehr auf herkömmlichen Seifenspendern, die daraufhin jedes Mal entweder im oder neben dem Waschbecken landeten. Keine Unmengen an Flüssigseifenschmiere, die sich über den gesamten Waschtisch und Badvorleger verteilte.




Unkompliziertes, hygienisch-sauberes Händewaschen mit erstaunlichem Effekt: "Katharsis" sagte einst mein Deutschlehrer zu diesem Phänomen der seelischen Läuterung, das meine Freundin heute als "Psychohygiene" bezeichnet. Fasziniert von diesem futuristischen Zauberdingsbums kommen die Mäuse wie ausgewechselt aus dem Bad, setzen sich friedlich nebeneinander an den Küchentisch und erzählen mir noch einmal in Ruhe von ihrem Vormittag, während sie die plötzlich "hmm, leckeren" Bratkartoffeln auf ihre Gabeln schaufeln, die in der Zwischenzeit "endlich" fertig geworden sind.

Macht's Euch leicht!
Herzliche Grüße,
Sarah

Dieser Post wurde nicht gesponsert, sondern entstammt meiner persönlichen Überzeugung von einem Produkt, das ich selbst ausgewählt und bezahlt habe.

Dienstag, 30. Mai 2017

Weiße Nägel mit Köpfen: So haben wir unseren Wohnwagen renoviert

Spontan Entscheidungen zu treffen, zählt nicht unbedingt zu meinen Stärken. So hat mein Mann mich vor 14 Jahren kennengelernt. Für jemanden wie mich, der bereits beim Kauf einer Spülbürste Schwierigkeiten hat, sich zwischen einer roten und einer blauen zu entscheiden ("eigentlich mag ich die Farbe Rot ja mehr, aber Blau passt besser zu meiner Küche...nicht, dass ich mich später, wenn ich mit der roten Bürste das Geschirr spüle, die ganze Zeit darüber ärgere, dass ich nicht die blaue genommen habe, ach, eine weiße wäre eigentlich am schönsten, gibt es aber nicht, dann nehme ich vielleicht doch erstmal gar keine Spülbürste, schaue in einem anderen Geschäft nach einer weißen - und stecke bis dahin das Geschirr einfach in die Spülmaschine...#mimimi" 😂), ist die Anschaffung eines ganzen Wohnwagens (in dem man übrigens auch eine Spülbürste braucht) eigentlich eine große Sache.


Nachher: Unsere große Sitzecke mit neuer Lampe, mit weißer Folie beklebtem Tisch, neuem PVC-Fußboden und selbstgemachten Polstern, mit denen sich die Sitzbänke mit wenigen Handgriffen in ein Bett verwandeln lassen.

Von diesem Entscheidungshandicap ist mein Mann all die Jahre ausgegangen, weshalb er zunächst noch recht entspannt wirkte, als wir im Juli 2016 an einem Wochenende spontan zwei Wohnwagen besichtigten. Schließlich hatten wir nicht mal eine Anhängerkupplung an unserem Auto. Tja, Schatz: Üüüberraschung - manchmal klappt das mit dem Entscheiden tatsächlich auch auf Anhieb bei mir!😂


Erster Urlaub auf Fehmarn: Da war das Innenleben unserer Emma schon komplett renoviert.
Ich habe schon einmal auf meinem Blog davon berichtet - und zwar hier Glamping - unser zweites Zuhause (dort findet Ihr auch weitere Fotos): Mein Mann und ich hatten uns in den vergangenen Jahren immer mal wieder den einen oder anderen Wohnwagen angeschaut, um zukünftig mit den Mäusen nicht mehr in den Urlaub zu fliegen, sondern zu fahren - richtig konkret wurde das jedoch nie.
Vom Zustand des Knaus Country 500, Baujahr 1992, mit Etagenbett waren wir auf Anhieb begeistert, der von seinen vorherigen Besitzern in all den Jahren lediglich für die Urlaubstouren aus seinem überdachten Quartier geholt worden war. Drei Tage später stand unsere "Emma" bei uns in der Einfahrt: Ein Arbeitskollege meines Mannes hatte sie freundlicherweise zu uns gefahren.


Mittendrin: Unsere Emma während des Umbaus - da hatte sie schon keine Fronten und keine Sitzbänke mehr.

"Lass uns zunächst einmal über ein Wochenende wegfahren, um zu testen, ob uns Urlaub im Wohnwagen beziehungsweise auf einem Campingplatz überhaupt gefällt, bevor wir das Interieur so zurechtmachen, wie wir es mögen", versuchten mein Mann und ich uns damals, Mitte Juli, in Geduld zu üben. Ende Juli wussten wir zwar noch immer nicht, ob uns (= mir, mein Mann hatte von klein auf gecampt) das Übernachten im Wohnwagen gefällt, hatten da aber schon auf Anhieb sämtliche Schränke ausgebaut, die Decke weiß gestrichen und einen neuen Boden ausgesucht. "Spontan" kann ich nämlich jetzt.


Nachher: Unsere kleine Essecke - wir haben die Spitzengardinen sowie die alten Polster entsorgt, das Tischbein schwarz gesprüht, die Tischplatte mit weißer Folie beklebt und unter anderem eine neue Lampe über dem Tisch angebracht.
  • Wir bauten in den kommenden sechs bis acht Wochen unter anderem die beiden Sitzecken, das Etagenbett der Mäuse und die Oberschränke erst aus, dann auseinander. 

Mittendrin: Alles musste raus - die Sitzecke, Oberschränke, sämtliche Fronten des Küchenblocks: alles.
  • Mit einem Abbeizer behandelten wir die Wände und Decke des Wohnwagens, bevor wir mit einer Rolle Spezialhaftgrund auf die Flächen auftrugen, die wir anschließend - ebenfalls mit einer Rolle - weiß strichen. 

Mittendrin: Über den alten Bodenbelag legten wir neuen PVC. Die Wände, Decke und Möbel grundierten wir, bevor wir im nächsten Schritt sämtliche Flächen weiß strichen.
  • Zwei unserer Kellerräume waren die ganzen Sommerferien über komplett vollgestellt mit unzähligen Fronten, Rückwänden und unter anderem Seitenteilen des Mobiliars, die wir Stück für Stück - in jeweils drei Arbeitsgängen - von allen Seiten abbeizten, grundierten und mit einer Rolle weiß strichen, bevor mein Mann sie wieder zusammen- und später einbaute. 
  • Mein Mann sprühte Knöpfe, einige Griffe, die Lampen über den Betten der Mäuse und sogar die innenliegenden Scharniere schwarz. Auch die dunkelbraune Blende des Herds, die Tischbeine und der Heizkörper wurden mit schwarzem Heizkörperlack besprüht. 

Nachher: Unsere Heizung war dunkelbraun - wir sprühten sie (passend zum Rest) mit Heizkörperlack schwarz-weiß.
  • Wir beklebten die Tischplatten und die Arbeitsplatte der Kochecke mit heller Folie, 
  • entsorgten die Spitzengardinen und den Türvorhang,

Mittendrin: Keine Fronten, keine Kleiderschranktür - aber eine Laterne hatte ich zu Dekozwecken bereits auf unserem Esstisch platziert 😂
  • tauschten die Plastikschiebetüren, die das Etagenbett der Mäuse und unser Bett vom mittleren Bereich trennten, gegen eine Seilspanngarnitur mit Vorhängen aus, die ich auf unserem Dachboden fand,
  • und ersetzten die Lampen im "Ess- und Wohnbereich" durch gebraucht-neue Alu-Leuchten.   

Nachher: Weiße Fronten, schwarze Griffe, eine Alu-Hängelampe mit eigens angebrachtem Schalter und eine selbstgenähte Wimpelkette sorgen dafür, dass wir uns in unserer Emma wie zu Hause fühlen.
  • Mein Mann baute eine Leiter für das Etagenbett der Mäuse, die wir beliebig verschieben und abhängen können, sowie einen herausnehmbaren Rausfallschutz mit verschließbaren Gucklöchern für die Zaubermaus, die in dem oberen Bett schläft.

Nachher: die Koje des Mäuserichs.
  • Beide Mäuse bekamen Utensilos sowie Hängekörbchen für Bücher, Taschenlampe und unter anderem Kartenspiele.
  • Wir entsorgten das alte WC, bestellten ein neues im Campingfachhandel und beschlossen dann - ausnahmsweise mal ganz spontan -, dass wir auch den Rest des Bades renovieren wollten.

Nachher: Die alte Duschwanne auf dem Boden und die Campingtoilette haben wir entsorgt, um anschließend auch im Bad PVC zu verlegen und eine neues WC zu bestellen.
  • Also kratzten wir die Tapeten von den Wänden des Bades und tapezierten diese sowie die Wand zwischen Bad und Etagenbett neu, bevor wir eine wasserabweisende Versiegelung auftrugen. 

Nachher: Die neue Tapete im Bad bekam einen durchsichtigen, wasserabweisenden Anstrich. Den Spiegel, das Eckwaschbecken mit Wasserhahn, die kleine Lampe und die große Ablage für unsere Handtücher brachten wir neu an.
  • Wir kauften im Campingfachgeschäft ein neues Eckwaschbecken samt Armatur, einen Handtuchhalter bei IKEA, einen hübschen Spiegel, kleine Aufbewahrungskörbchen und eine Holzkiste für meinen Kosmetikkram, die wir kurzerhand an die Wand schraubten.

Nachher: Mein "Kosmetikschrank" aus einer alten Spielzeugkiste
  • Auf den vorherigen PVC-Boden legten wir einen neuen PVC-Belag in Landhausdielenoptik.

Nachher: Weiße Sitzbänke mit viel Stauraum, neue Matratzen für die Mäuse, neuer PVC in Landhausoptik und neuer Anstrich für das Etagenbett der Mäuse, die in ihren Kojen übrigens besser schlafen als in ihren Betten zu Hause.
  • Wir zerschnitten eine Kaltschaum-Matratze mit einem Brotmesser! in vier Teile, um daraus die Polster für unsere Sitz- beziehungsweise Schlafecken zu fertigen, für die ich vor kurzem neue Bezüge nähte.

Fast fertig: Badezimmertür mit Hakenleiste sowie Wäschebeutel, Etagenbett mit Rausfallschutz (später mit Gucklöchern) und selbstgebauter Leiter, Vorhänge als Raumteiler und ganz viel Deko...

  • Und auch die Kühlschranktür bekam ein Facelift: Wir beklebten sie mit Tafelfolie.

Nachher: Weiße Fronten, schwarz gesprühte Knöpfe, weiß beklebte Arbeitsplatten, schwarz lackierte Herdblende und Tafelfolie auf der Kühlschranktür - so gefällt uns unsere neue Kochecke.

Emma bekam zudem neue Reifen, eine Anti-Schlingerkupplung, Stoßdämpfer, eine 100er-Zulassung, eine wasserdichte Schutzabdeckung und ein eigenes Quartier, in dem sie das ganze Jahr über darauf wartet, mit uns (an unserer neuen Anhängerkupplung) in den Urlaub fahren zu dürfen. Mal mehr, mal weniger spontan - so, wie es meinem Mann, den Mäusen und mir so richtig gut gefällt.

War das jetzt noch Fotostrecke oder läuft das schon unter Spam-Attacke? Ich kann mich da grad nicht entscheiden... 😂

Macht Nägel mit Köpfen!
Herzliche Grüße,
Sarah

Sonntag, 28. Mai 2017

Schlüpfrige kleine Zitronen-Kokos-Küchlein

Die reine Arbeitsplatte in meiner Küche ist 110 Zentimeter breit. Reicht locker, dachte ich, als ich damals eigenhändig mithilfe des Ikea-Programms meine Schränke und Ablageflächen im skandinavischen Stil plante. Schließlich habe ich links neben der Spüle, rechts neben dem Herd und an der gegenüberliegenden Wand noch ausreichend Platz für Brotkasten, Kaffeemaschine, und um mal eben eine Tortenplatte abzustellen. Auf den Zentimeter genau hat später erstaunlicherweise alles gepasst, als mein Mann mit seinen Arbeitskollegen die Küche aufbaute: Ich kann zum Beispiel gleichzeitig die Spülmaschine und die Schublade für die Mülleimer öffnen - war zwar keine Absicht, ist aber trotzdem praktisch.




Was ich nicht bedacht habe: Auf der 110 Zentimeter breiten Arbeitsfläche, auf der ich Gemüse schneide, mit meiner Küchenmaschine Teig anrühre und mehrstöckige Geburtstagskuchen verziere, hockt stets ein Kind, häufig sogar zwei. Ich hatte die Mäuse - zunächst in der Wiege liegend, später in im Hochstuhl sitzend und schließlich auf einer Bank stehend - stets an meiner Seite in der Küche, wenn ich unser Essen zubereitete. Erst ein Kind, dann zwei. Inzwischen ziehen es BEIDE Mäuse vor, inmitten des Geschehens auf meiner Arbeitsfläche NEBENEINANDER Platz zu nehmen, und mir Schüssel ausleckend, Paprika stibitzend, sich gegenseitig mit Butter beschmierend, zwischendurch einfach mal so ins Mehl pustend, die - eh meist viel zu knapp bemessene - Zubereitungszeit vollends zu vertreiben. 




Satte 60 Zentimeter Sitzfläche hätte ich damals für die Platte mehr einplanen müssen, denn die fehlten mir jetzt erneut, als ich mit der Zaubermaus Zitronen-Kokos-Küchlein backte (früher hieß das mal buk, sagt nur irgendwie keiner mehr). Ich wollte meine neue Mini-Gugelhupf-Form aus Silikon ausprobieren, die ich neulich bei Aldi entdeckt habe. Übrigens meine erste Silikon-Form. 
Auf meiner knapp 50 Zentimeter breiten Backfläche probierte ich folgendes Rezept nach einer Idee von Sia's Soulfood Foodblog aus, das ich nach meinem Geschmack veränderte:

Zitronen-Kokos-Küchlein 





Ihr nehmt (für zwölf Stück):
  • 125 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker 
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz 
  • 2 Eier
  • 125 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • Schale von einer Bio-Zitrone 
  • 1 Schuss Orangensaft (etwa zwei, drei Esslöffel)
  • 100 Gramm Kokosraspeln 




So geht's:
  • Heizt den Backofen auf 180°C vor, streicht die Gugelhupf-Form mit etwas flüssiger Butter ein.
  • Schlagt Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig, gebt dann die Eier hinzu.
  • Vermischt das Mehl mit dem Backpulver und gebt es mit dem Orangensaft, der Zitronenschale und den Kokosraspeln zu der Butter-Zucker-Eier-Masse.
  • Füllt den Teig in die Gugelhupf-Förmchen.




  • Backt die Mini-Küchlein auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten lang.
  • Nach dem Backen lasst Ihr die Küchlein noch etwa zehn Minuten in der Form, bevor Ihr sie stürzt (bitte ganz vorsichtig!) und auf einem Kuchengitter auskühlen lasst.
  • Mit Puderzucker bestäuben.
  • Essen. Am besten sofort und alle zwölf auf einmal! 




Genau das haben die Mäuse und ich gemacht. Sofort, zehn Stück auf einmal (zwei ließen wir für Papa übrig) - auf einen Haps. Extrem lecker war das. Für uns sind die Mini-Küchlein - vor allem im Sommer - eine erfrischend saftige Alternative zu Muffins, die wir inzwischen in allen erdenklichen Variationen gebacken (und momentan auch satt) haben. Und sollten uns die schlüpfrigen kleinen Sch...erchen mal nicht auf Anhieb aus der Silikonform flutschen (wie bei meinem ersten Versuch), eignen sich ihre Krümel auch hervorragend dazu, sie kurzerhand gemeinsam aus einer Schüssel zu löffeln. Das funktioniert am besten, wenn man ganz eng zusammenrückt - eine Fläche von insgesamt 110 Zentimetern reicht dafür vollkommen aus.






Probiert's mal aus!
Herzliche Grüße,
Sarah

Dienstag, 23. Mai 2017

Mein Plan gegen Orientierungslosigkeit

Die blonde Frau, Mitte 30, die in den vergangenen drei Wochen verwirrt wirkte, als sie durch diverse Lebensmittelgeschäfte in einer nordhessischen Kleinstadt lief: Das war ich. Außenstehenden, denen ich begegnet bin, mag es vielleicht nicht aufgefallen sein, aber ich war während meines wöchentlichen Großeinkaufs tatsächlich durcheinander (durcheinanderer als sonst, obwohl das nicht steigerbar ist 😂). Vollkommen unkontrolliert warf ich Reis, Nudeln, Kartoffeln, Gnocchi und Couscous in meinen Einkaufswagen, nahm hier mal drei Paprika, dort mal fünf Auberginen mit, kaufte hier Hackfleisch, dort Forellenfilets - und merkte dann zu Hause, dass die Zusammenstellung meiner zwanglos gekauften Waren nicht sehr ergiebig war.




Für jedes Gericht, das ich im Laufe der Woche zubereiten wollte, fehlte mir mindestens eine Zutat. Bei der Reispfanne mangelte es mir an Tomaten, für den Kartoffelsalat hatte ich keine Saure Sahne mehr und ohne Grieß gab es schließlich auch keinen Grießbrei. Der Grund für meine Orientierungslosigkeit: Ich habe keinen Speiseplan geführt.




Seit langem plane ich Woche für Woche unsere Mittagsmahlzeiten. In der Regel mittwochabends (Donnerstag ist nämlich Angebotstag) nehme ich
  • unseren Kalender, 
  • meine gesammelten Rezepte, 
  • meinen eigens gekauften Speiseplan-Block 
  • sowie einen Einkaufszettel 
zur Hand und überlege - häufig gemeinsam mit den Mäusen -, was bei uns an den kommenden sieben Tagen auf den Tisch kommt. Das kostet mich grad mal 15 Minuten, spart aber jede Menge Geld - und vor allem Nerven. Ich wollte meine Einkäufe bündeln und nicht jeden Tag aufs Neue an irgendeiner Kasse für zwei, drei Teile Schlange stehen. Ich hatte es satt, um fünf vor zwölf - im wahrsten Sinne des Wortes - mit Entsetzen festzustellen, dass ich noch keine Nudeln aufgesetzt, keine Kartoffeln geschält oder keinen Reis gegart hatte, obwohl in knapp 20 Minuten zwei hungrige Mäuse nach Futter verlangten.




Vor allem aber hatte ich keine Lust mehr darauf, mittags vor einem vollen Kühlschrank zu stehen und keinen Schimmer zu haben, was ich mit dem Inhalt anfangen soll. Denn mir reicht es schon, morgens vor meinem vollen Kleiderschrank zu stehen und nichts zum Anziehen zu finden. 
Mit unserer (in der Regel) ausgewogen-abwechslungsreichen Mahlzeiten-Koordination vermeide ich nicht nur Stress, weil ich abends bereits bei Bedarf einiges vorbereiten kann und zudem tagsüber diesbezüglich keine Entscheidungen treffen muss. Ich verschwende auch weniger Lebensmittel, da ich diese sinnvoll und innerhalb ihrer Haltbarkeit verwende. Allein durch meinen Speiseplan spare ich (laut Haushaltskostentabelle... ja, die führe ich auch noch, habe sonst aber keine weiteren nennenswerten Fetische 😜) im Schnitt etwa ein Fünftel der Summe, die wir sonst für Essen ausgegeben haben.




Und ich umgehe mögliche Diskussionen mit den Mäusen, die üblicherweise bereits auf dem Heimweg vom Kindergarten wissen wollen, was es zu essen gibt, warum es "schoooon wiiieder" Kartoffeln geben muss und nicht einfach "Nudelsalat ohne Nudeln" - "nein, mit Nudeln, aber ohne weiße Sauce!" "Kartoffeln hatten wir doch erst überübergestern" - "neeeihein, übergestern"(...) Entspannt verweise ich auf den Speiseplan, der ihnen schon allein deshalb Respekt einflößt, weil er aus Buchstaben besteht, die sie noch nicht lesen können.
Ganz so streng bin ich übrigens bei der Abfolge der Speisen nicht: Wenn wir auswärts essen oder ich vormittags nicht genug Zeit für aufwendiges Kochen habe, tausche ich sie einfach aus.    




Seit dieser Woche hängt wieder ein neuer Essenzettel an unserem Kühlschrank. Das Geld, das ich damit spare, stecke ich nämlich nicht mehr dort hinein, sondern viel lieber in meinen Kleiderschrank.

Macht's Euch leicht!
Herzliche Grüße,
Sarah


Donnerstag, 18. Mai 2017

Viel Geburtstag zum Glück

Da..., da ganz rechts, in meinem Profil, ich musste da grad etwas korrigieren. Da stand, dass ich 35 war. Stimmte plötzlich gar nicht mehr. Ich bin jetzt 36, weil ich Geburtstag hatte. Ist nur eine kleine Ziffer, durch die sich für mich zum Glück nicht viel ändert. Ich habe nämlich keine Angst vorm Älterwerden. Muss ich da vielleicht ein "noch" einfügen, möglicherweise in Klammern? Nee, ich denke nicht: Ich habe keine Angst vorm Älterwerden und ich bin mir sicher, dass das so bleibt.




Ich fürchte mich genauso wenig vor meinem 40. Geburtstag wie damals vor meinem 30., um den ich auch kein großes Tamtam gemacht habe. Ich werde mich im Mai 2021 also weder vor Frust allein im Keller noch in einem Wellnesstempel für ewige Schönheit einquartieren. Wozu auch: Ich habe weder Angst vor den ersten kleinen Fältchen in meinen Augenwinkeln noch später vor grauen Strähnen in meinen Haaren. Ich weiß schon jetzt, dass ich irgendwann mit schlohweißem Dutt auf einem Schaukelstuhl sitzen und in Ruhe all die Bücher lesen werde, die ich derzeit sammele, oder mit einem Strohhut auf meiner Lieblingsbank in unserem bis dahin hoffentlich endlich mal dicht bewachsenen Garten. Darauf freue ich mich. Mit dem ganzen Jugendwahn, Antifaltencremes, Botox oder Against-Aging-Programmen in Fitnessstudios kann ich rein gar nichts anfangen.




Daran hat sich auch nichts geändert, als mein Mann jetzt von der Arbeit kam und mir stolz grinsend das Ergebnis seines betriebsärztlichen Medizin-Checks präsentierte: Mein Mann habe den Körper eines 20-Jährigen hieß es da, obwohl er laut Personalausweis grad mal ein halbes Jahr jünger ist als ich.




Mein Mann klopfte sich innerlich selbst auf die Schulter: Dafür, dass ich ihm vor zehn Jahren die Zigaretten strich, weil ich aufgrund des Rauchverbots in Gaststätten keine Lust mehr hatte, meine Abende unter den Heizpilzen vor verschiedenen Restaurants zu verbringen. Dafür, dass er nur selten Alkohol trinkt, weil zum Beispiel auch ich keinen trinke - und mit mir verbringt er nun mal die meisten Abende. Dafür, dass mein Mann fast nie Süßigkeiten isst, weil der Schoki-Vorrat meistens schon aufgebraucht ist, wenn er nach Hause kommt. Dafür, dass er nahezu wöchentlich als Heimwerker körperlich tätig ist, weil ich mir immer wieder neue Projekte einfallen lasse. Und dafür, dass mein Mann jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt, weil ich unser gemeinsames Auto brauche. Dankbar sollte er sein. Vor allem für das Glück, das er hat, mit einem beneidenswerten Stoffwechsel gesegnet zu sein.




So wie ich dankbar bin: Ich habe nämlich Glück, dass mein Mann offensichtlich auf ältere Frauen steht.😂

Macht's Euch schön!
Herzliche Grüße,
Sarah